Dienstag, 15. September 2020

Technischer Ausschuss weitgehend begeistert von der neuen Schlossbeleuchtung

„Ein einleuchtendes Konzept“

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Edingen-Neckarhausen, 20. Dezember 2013. (red/ms) Die Sanierung des Schlosses in Neckarhausen geht weiter voran: Nachdem die Arbeiten im Inneren fertig gestellt wurden, kĂŒmmert man sich nun um das Äußere. Am Mittwoch hat der zustĂ€ndige Sanierungsberater, Mario HĂ€gele, ein Beleuchtungskonzept vorgestellt: Es werden große Mengen an Stromkosten eingespart, gleichzeitig soll die historische Gestaltung beibehalten werden. Der Technische Ausschuss war weitgehend zufrieden – wenngleich vereinzelt Kritik geĂ€ußert wurde. 

Von Minh Schredle

Am Mittwoch traf sich der Technische Ausschuss zum Ortstermin am NeckarhĂ€usener Schloss. Um 17.00 Uhr wurde das Konzept vorgestellt, direkt danach stimmte man im Satzungssaal des Schlosses ĂŒber die vorgestellte PrĂ€sentation ab.

Vor allem, was Energieeffizienz angeht, lohnt sich der Umstieg: Denn statt 2.500 Kilowattstunden sollen laut Herrn HĂ€gele kĂŒnftig nur noch 1.450 Kilowattstunden verbraucht werden: Das ist immerhin eine Einsparung von 42 Prozent.

Warmes Licht

Außerdem ist das Licht erfreulich warm: Die Fassaden werden bald mit 2.700 Kelvin beleuchtet. Das sehe wesentlich angenehmer aus als herkömmliche Energiesparlampen, fast so wie die „alten GlĂŒhbirnen“ und sei noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen, kommentierte Herr HĂ€gele.

Die Kosten fĂŒr die UmrĂŒstung belaufen sich auf etwa 65.000 Euro, die neuen Leuchten haben nach Herrn HĂ€gele mindestens 20 Jahre Bestand.

 

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Herr HĂ€gele bereite zwei Optionen vor: Links und etwas weiter hinten angebracht werfen die Scheinwerfer ein etwas weitgefĂ€cherteres, weniger gleichmĂ€ĂŸiges Licht. Fast alle GemeinderĂ€te prĂ€ferierten die rechte Variante.

 

Die Laternen im Innenhof werden ebenfalls umgerĂŒstet. Hier auf LED, was etwa 1.600 Euro kosten wird. Andreas Hauck (CDU) und Michael Bangert (SPD) tauschen untereinander ihre Bedenken aus: Herr Hauck vermisst den Stil einer GlĂŒhbirne, Herr Bangert befĂŒrchtet eine schnelle Beschmutzung des Lampenschirms – allerdings bleiben sie spĂ€ter stumm, als ĂŒber den Punkt abgestimmt wird.

 

Obwohl die LED-Lampen erst seit Kurzem in Betrieb sind, weisen sie schon eine deutliche Verschmutzung auf.

Obwohl die LED-Lampen erst seit Kurzem in Betrieb sind, weisen sie schon eine deutliche Verschmutzung auf.

 

Was dagegen offen kritisiert wurde, war die Beleuchtung im Durchgangsbereich: Obwohl Herr HĂ€gele betonte, dass es sich bei dem PrĂ€sentierten nur um eine provisorische Übergangslösung zu demonstrativen Zwecken handle, fĂ€llte BĂŒrgermeister Marsch ein vernichtendes Urteil:

Mit so einer Funzel kann ich nichts anfangen. Da verlange ich ein bisschen mehr. Überarbeiten Sie das bitte noch.

Den anderen GemeinderÀten ging es dabei Àhnlich: Auch wenn klar war, dass die finale Form deutlich anders aussehen, war ihnen gerade diese Offenheit zu viel Freiraum: Da es sich um einen der sensibelsten Punkte der Gemeinde handelt, verlangten sie eine ausgereiftere PrÀsentation.

Als Folge wurde in der Abstimmung der Eingangsbereich ausgeklammert. Das restliche Konzept wurde von allen Fraktionen deutlich gelobt und erhielt geschlossene Zustimmung.

 

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Die Lampe im Bildvordergrund ist die „Funzel“ und wird von vielen als fĂŒrchterlich unpassend empfunden – allerdings wurde auch von Herrn HĂ€gele betont, dass die Gestaltung noch suboptimal sei und die Lampe spĂ€ter wesentlich weiter unten hĂ€ngen sollte. Zeitmangel sei die Ursache fĂŒr die unschöne AusfĂŒhrung gewesen. Die finale Form soll sich dann von der Gestaltung an den vorhandenen Lampen orientieren (siehe Bildhintergrund), aber zudem Licht nach oben werfen.

 

Besonders freute sich Gerd Brecht, der Fraktionsvorsitzende der GrĂŒnen:

Nicht nur, dass es richtig gut aussieht. Toll ist auch, dass so viel Wert darauf gelegt wurde, Energie einzusparen. Ein einleuchtendes Konzept.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.