Freitag, 25. September 2020

Gemeinde will maximal zulÀssigen Gewinn erwirtschaften

Wasserpreis steigt um knapp zehn Prozent

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Edingen-Neckarhausen, 16. Oktober 2014. (red/ms) Der Preis pro Kubikmeter Frischwasser wird von 1,71 Euro auf 1,87 Euro steigen. Das ist eine Zunahme von fast 10 Prozent. Der Gemeinderat will mit dem neuen Preis die maximal zulĂ€ssige Konzessionsabgabe ausschöpfen. Die zusĂ€tzliche finanzielle Belastung fĂŒr die BĂŒrger/innen hĂ€lt sich in Grenzen: Denn gleichzeitig sinken die GebĂŒhren fĂŒr Abwasser. 

Die WassergebĂŒhren steigen. Die Abwasserpreise sinken. Dadurch halten sich die Belastungen fĂŒr BĂŒrger/innen in Grenzen.

Die WassergebĂŒhren steigen. Die Abwasserpreise sinken. Dadurch halten sich die Belastungen fĂŒr BĂŒrger/innen in Grenzen.

Von Minh Schredle

Die Gewinne, die eine Gemeinde mit der Wasserversorgung erzielen darf, sind nicht unbegrenzt hoch – die Versorgung soll mehr oder weniger kostendeckend sein, es gibt eine maximal zulĂ€ssige Konzessionsabgabe. Und die entspricht in Edingen-Neckarhausen etwa 100.000 Euro, die laut BĂŒrgermeister Marsch „der Gemeindekasse in der aktuellen Situation gut tun wĂŒrden“.  In den vergangenen Jahren habe man nie die maximal zulĂ€ssige Konzessionsabgabe ausgeschöpft. Stattdessen wĂŒrde die Versorgung zunehmend kostendeckend. Von Seiten der Verwaltung heißt es:

Eine stetige Ergebnisverschlechterung und somit die Notwendigkeit einer kĂŒnftigen GebĂŒhrenanpassung zeichnete sich schon lĂ€nger ab.

Daher wird der Preis pro Kubikmeter Frischwasser von 1,71 Euro auf 1,87 Euro erhöht. Der Beschluss wurde einstimmig getroffen. Die zusĂ€tzlichen Einnahmen sollen auch dafĂŒr verwendet werden, das Leitungsnetz zu verbessern.

Mehrkosten halten sich in Grenzen

Hier gĂ€be es laut Verwaltung einen „extrem steigenden Erhaltungsaufwand“ – trotzdem wurde in den vergangenen Jahren kaum etwas getan, das Netz zu verbessern oder zu erneuern. Dies sei laut Gerd Brecht, dem Fraktionsvorsitzenden der GrĂŒnen, „eine sehr undankbare Aufgabe“:

Es kostet viel Geld und anschließend sehen die Leute nicht, was gemacht wurde, weil es alles unter der Erde ist.

Parallel zur Erhöhung der FrischwassergebĂŒhren werden ab dem kommenden Jahr die AbwassergebĂŒhren gesenkt: Die Schmutzwasserentsorgung von 1,38 pro Kubikmeter auf 1,33 pro Kubikmeter und die NiederschlagswassergebĂŒhr von 41 Cent pro Quadratmeter auf 39 Cent.

Dadurch hĂ€lt sich die zusatzliche finanzielle Belastung der BĂŒrger/innen in Grenzen. Laut Bernd Grabinger, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, mĂŒsse eine drei-köpfige Familie bei durchschnittlichem Verbrauch mit jĂ€hrlichen Mehrkosten von etwa 17 Euro rechnen.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.