Freitag, 10. Mai 2019

Zahlreiche Ehrungen für die Arbeit der Feuerwehrmänner

Feuerwehrball ein großer Erfolg

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Edingen-Neckarhausen, 29. Oktober 2014. (red/jak) Mehr als 150 Gäste kamen in die Eduard-Schläfer-Halle zum Feuerwehrball der Freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen. Nach der Ehrung von verdienten Feuerwehrmännern und Lobeshymnen auf deren Arbeit wurde bis in die Morgenstunden gefeiert.

Von Jan Karon

„Es kann die Ehre dieser Welt / Dir keine Ehre geben / Was dich in Wahrheit hebt und lebt / muss in Dir selber leben“. Mit diesem Zitat von Theodor Fontane leitete der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Thomas Frank seine Rede ein. Hauptbrandmeister Stephan Zimmer und seinen Vertreter Michael Stein wurden mit der silbernen Verbandsehrennadel für besonderes Engagement geehrt wurden.

Gemeinderätin Heidi Gade (2. v. l.) wurde für ihre Loyalität der Feuerwehr gegenüber geehrt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Edingen-Neckarhausen

Gemeinderätin Heidi Gade (2. v. l.) wurde für ihre Loyalität der Feuerwehr gegenüber geehrt. Foto: Marcus Schwetasch

Darüber hinaus erhielten Oberfeuerwehrmann Josef Schmidt und Löschmeister Günther Jung eine Ehrenurkunde für 50 beziehungsweise 60 Jahre Mitgliedschaft überreicht. Eine Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbands bekamen außerdem der Malerbetrieb Schoder und Schmitt Sanitär- und Heizungsbau, zwei ortsansässige Arbeitgeber, die Mitarbeiter für Dienste stets freistellten. „Das ist heute nicht selbstverständlich“, sagte Frank.

Es sei „wichtig, Menschen auszuzeichnen, zu belobigen, zu ehren, denn das gibt Bestätigung für deren Tun und schafft Vorbilder“, fügte Frank hinzu. Ähnlich sah es auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh. Er lobte „beispielhaftes Verhalten“, das auch von den Menschen der Gemeinde anerkannt werde: „Den Dienst am Nächsten nimmt die Bevölkerung wahr“.

Schuh ehrte zudem drei Kameraden, die sich besonders verdient gemacht hatten: Marcus Heinz wurde für 25 Jahre, Michael Berger für 40 Jahre und Bernhard Wohlfahrt für gar 50 Jahre aktiven Dienst geehrt.

Anerkennung auch seitens der Lokalpolitik

Gemeinderätin Heidi Gade wurde für ihre Treue mit der silbernen Ehrenmedaille ausgezeichnet. Seit 1980 im Gemeinderat zeigt sich Gade seit Jahren loyal gegenüber der Wehr. Sie „besucht Veranstaltungen, informiert sich, steht immer zu ihrer Feuerwehr und macht dies in ihren Ansprachen deutlich“, sagte Frank.

Eine Premiere war der Feuerwehrball hingegen für den stellvertretenden Bürgermeister Markus Schläfer, der den im Urlaub befindlichen Roland Marsch vertrat. Seine Ansprache hielt dabei eine Vielzahl von halbgaren Kalauern bereit. So verwies Schläfer darauf, er könne auf die Feuerwehr zählen, wenn er heute Nacht seine Pizza im Ofen vergesse. „Den einzigen Brand, den ich hingegen lösche“, so Schläfer, „ist der morgen früh.“

Feiern bis in die Morgenstunden

Ein weiterer Programmpunkt war die vierköpfige Lokalband Pusch, die die Gäste mit Klassikern wie „Mama Mia“ von ABBA, „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews oder „Stand by Me“ von Ben E. King einheizte. Der Gesang der gut aufgelegten Leadsängerin Tamara Pusch trieb die Gäste in der Zeit zwischen den offiziellen Ansprachen und Ehrungen auf die Tanzfläche.

Für das leibliche Wohl war das Restaurant Azzurro verantwortlich. In der aufwendig dekorierten Sporthalle, die mit Efeugarnituren und ausgestanzten Kürbissen aufwartete, bekamen die Gäste aufwendige Salatvariationen, „Azzuro Burger“ sowie eine Weinauswahl serviert.

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Tamara Pusch von der Lokalkapelle „Kusch“ heizte die Menge ein. Foto: Marcus Schwetasch

Neben zahlreichem Lob und ausgelassener Feierei bis in die Morgenstunden gab es auch Grund für Demut. Bernhard Wohlfahrt, der für 50 Jahre Aufopferung im Kampf gegen die Flammen das goldene Ehrenabzeichen des Landes Baden-Württemberg erhielt, warnte gegenüber unserer Redaktion vor Überschwänglichkeit. Er sagte: „Im Feuerwehrdienst gibt es kaum Quereinsteiger. Deswegen muss man in die Jugend investieren und den Nachwuchs fördern.“ Ansonsten könne man die Zukunft der Feuerwehr „gleich vergessen.“

 

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.