Donnerstag, 09. Mai 2019

BĂŒrgermeister Marsch: "Einzig mögliche Übergangslösung"

Kinder kommen in Container

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Edingen-Neckarhausen, 22. Dezember 2014. (red/ms) Im FrĂŒhjahr 2015 werden die Kinder des Martin-Luther-Kindergartens in Container umgesiedelt – das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Man betonte, dass es sich dabei nur um eine notgedrungene Übergangslösung handle, da es keine Alternativen gebe, den Betrieb aufrecht zu erhalten und den Rechtsanspruch auf Betreuung erfĂŒllen zu können. 

Von Minh Schredle

Wappen Edingen-NeckarhausenUm den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung erfĂŒllen zu können, sei es noch im laufenden Kindergartenjahr nötig, die BetreuungsplĂ€tze aufzustocken, gab BĂŒrgermeister Marsch bekannt. Eine Übergangslösung sei nur mit Containern möglich.

Evangelische Kirchengemeinde als TrÀger

In diesen Containern sollen fĂŒnf Gruppen betreut werden, darunter auch die Kinder, die momentan noch im Martin-Luther-Kindergarten untergebracht sind. Die Container werden voraussichtlich auf dem GelĂ€nde der Pestalozzi-Schule aufgestellt, dort, wo frĂŒher ein Basketballplatz gewesen ist.

Dies sei BĂŒrgermeister Marsch zufolge die einzig sinnvolle Option, da nur so die vier Kindergruppen im Pavillon gemeinsam betreut werden könnten.

Die Evangelische Kirchengemeinde hat schriftlich zugesichert, die TrĂ€gerschaft fĂŒr den Betrieb zu ĂŒbernehmen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde in vollem Umfang fĂŒr die zusĂ€tzlichen Betriebskosten aufkommt.

Kosten ungewiss

Michael Bangert (SPD) fragte an, mit welchen Kosten dafĂŒr ungefĂ€hr zu rechnen ist. Die Frage konnte weder vom BĂŒrgermeister noch von der Verwaltung beantwortet werden. Herr Bangert erklĂ€rte, dass man auch ohne diese Information dem Antrag zustimme, da es keine Alternativen gebe.

Keine Alternativen – das sahen die anderen Fraktionen Ă€hnlich. Keiner der GemeinderĂ€te war glĂŒcklich mit der Lösung. Trotzdem stimmten alle dem Beschlussvorschlag zu. Gerd Brecht, der Fraktionsvorsitzende der GrĂŒnen, sagte:

Hoffentlich stehen die Container nicht allzu lang.

Bernd Grabinger, der Fraktionsvorsitzende der CDU, versuchte der unliebsamen Übergangslösung etwas positives abzugewinnen. „Jetzt stehen wir wenigstens nicht mehr ganz so sehr unter Druck, die Planungen fĂŒr das Gebiet um den Amselweg umzusetzen“, sagte er. Nun habe man die Gelegenheit, alle Konzepte noch einmal grĂŒndlich zu ĂŒberdenken und sorgfĂ€ltig abzuwĂ€gen.

Hans Stahl (UBL) hielt die Verwaltung an, zu ĂŒberprĂŒfen, ob es im Rahmen dieser Planungen und des vorgesehenen Kindergarten-Neubaus möglich und bezahlbar wĂ€re, im Neubau eine Mensa unterzubringen. Dann könne man „die zwei wichtigsten Themen 2015“ gemeinsam abhandeln.

ZĂŒgige Umsetzung?

Bereits vor der Sitzung hatte die Verwaltung die Unterlagen fĂŒr eine Ausschreibung vorbereitet. In den Containern sollen fĂŒnf Gruppen untergebracht werden. BĂŒrgermeister Marsch liegt offensichtlich viel daran, die Maßnahme schnellst möglich umzusetzen.

In der öffentlichen Vorlage zur Sitzung steht, man plane eine Auftragsvergabe bereits im Januar 2015. BĂŒrgermeister Marsch sagte in der Sitzung allerdings, dass dieser Zeitplan wohl zu optimistisch sei und dass eine Vergabe im Februar wahrscheinlicher sei.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.