Freitag, 17. Mai 2019

Marodes Dach des Pestalozzi-Pavillons muss für eine halbe Million erneuert werden

„Dass es so schlecht aussieht, hätte niemand gedacht“

Edingen-Neckarhausen, 18. September 2014. (red/ms) Der Pavillon bei der Pestalozzi-Grundschule wird inzwischen für Kleinkinderbetreuung genutzt. Das Gebäude auf Vordermann zu halten, hat in den vergangenen drei Jahren 450.000 Euro gekostet. Doch damit nicht genug: Das marode Dach ist einsturzgefährdet und muss dringend erneuert werden. Dafür sind im Haushaltsplan 50.000 Euro vorgesehen – tatsächlich wird die Sanierung aber das zehnfache Kosten.   [Weiterlesen…]

Veränderungssperre in Neu-Edingen beschlossen

„Die Details dem neuen Gemeinderat überlassen“

Edingen-Neckarhausen, 15. April 2014. (red/ms) Im Ortsteil Neu-Edingen wird ein neuer Bebauungsplan erstellt. Entlang der Neckarhausener Straße soll ein allgemeines Wohngebiet entstehen. Konkretere Details sind noch nicht bestimmt. Das will der aktuelle Gemeinderat dem neuen überlassen, der am 25. Mai gewählt wird. [Weiterlesen…]

Stellungnahme des Technischen Ausschusses zum geplanten Brückenbau

„Belastung auf das unvermeidbare Maß beschränken“

Edingen-Neckarhausen, 24. Januar 2014. (red/ms) Als im vergangenen November das Konzept für den Brückenneubau im Gemeinderat vorgestellt wurde, waren die fast vierzig Bürger, die in der Sitzung anwesend waren, alles andere als begeistert: Bei den Planungen wurden die Anwohner wenig beachtet, auf private Anliegen wurde teilweise wenig wert gelegt. Die Planungsunterlagen liegen noch bis zum 27. Januar im Rathaus aus, bis zum 10. Februar können noch Einwände erhoben werden. Gestern verabschiedete der Technische Ausschuss eine Stellungnahme: [Weiterlesen…]

Demenzprävention fördern

Demenzprävention und Leben mit Demenz

Wie kann man Demenz vorbeugen? Das und viele andere Fragen stellten sich die Besucher der Veranstaltung „Demenzprävention und Leben mit Demenz“, Foto: Joachim Hofmann


Edingen-Neckarhausen, 23. November 2012. (red/pm) So lautete der Titel einer Veranstaltung zu der die Gemeinde Edingen-Neckarhausen in das Pflegeheim „Neckarhaus“ geladen hatte. In Vertretung von Bürgermeister Marsch begrüßte der zweite Stellvertreter Thomas Zachler die Anwesenden und führte durch den Abend.

Information der Gemeinde Edingen-Neckarhausen:

„Das große Interesse an diesem Thema wurde durch ca. 70 Besucher/innen belegt. Gibt es doch schätzungsweise 800.000 bis 1,2 Millionen an Demenz erkrankte Menschen in Deutschland wie Prof. Dr. Wolfgang Rössy, Ärztlicher Direktor der Sankt Rochus Kliniken Bad-Schönborn und Lehrbeauftragter der Dualen Hochschule Stuttgart, in seinem anschaulich gehaltenen Vortrag berichtet.

Bei der Demenz handelt es sich um einen Abbau der Hirnleistungsfunktionen, die zuerst das Gedächtnis betrifft. Es werden drei Formen von Demenz unterschieden, die Alzheimer-Erkrankung, die vaskuläre Demenz, bei der es z.B. aufgrund von Schlaganfällen oder Unfällen zu einer Gehirnleistungsstörung kommt und die Mischform. Eine wirklich erfolgversprechende Therapie gibt es bis heute nicht, jedoch konnte Prof Dr. Rössy einige Ratschläge geben, die vor allem für die Angehörigen von erkrankten Menschen hilfreich sind. So ist ein gleichmäßiger Tagesablauf bei Beibehaltung von Gewohnheiten wichtig. Auch körperliche Aktivitäten sollten so weit wie möglich nicht aufgegeben werden. Ein Informieren des Bekanntenkreises hält Prof. Dr. Rössy ebenfalls für sinnvoll.

Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Dr. Rössy stellten Gemeinderätin Lisa Schild und Tillmann Holm den Verein Nichtvergessen e.V. vor (Homepage: www.nicht-vergessen.info). Der Verein hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht generationenübergreifende Projekte zu initiieren und die Demenzprävention zu fördern.

Schwester Beate Kluz von der kirchlichen Sozialstation „Unterer Neckar“ berichtete von der Arbeit mit Demenzkranken in Form von Individualbetreuung zuhause und in Gruppen. Zurzeit werden von der Sozialstation vier Gruppen betreut, wovon eine Gruppe in Neckarhausen stattfindet. Eine weitere Gruppe ist mit Beginn des nächsten Jahres in Edingen geplant.“

Erinnerung an die Güte und Nächstenliebe des heiligen Martin von Tours

Martinszüge in Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen, 15. November 2012. (red/pm) Am 09. und 11.11.2012 fanden die beiden Martinsumzüge in Edingen und Neckarhausen statt. In Edingen wurde der Martinsumzug von der Karnevalsgesellschaft „Edinger Kälble“, der Pestalozzi-Schule mit Elternbeirat und dem Schulförderverein organisiert.

Information der Gemeinde Edingen-Neckarhausen:

„In Neckarhausen kümmerte sich die Musikvereinigung um die Ausrichtung des Martinsumzuges. Mit hell erleuchteten Laternen folgten die Kinder mit ihren Eltern dem Weg durch die Gemeindestraßen. Bürgermeister Roland Marsch in Edingen und Bürgermeister-Stellvertreterin Heidi Gade in Neckarhausen erinnerten in ihren Grußworten an die Güte und Nächstenliebe des heiligen Martin von Tours, der den Kranken, Armen und Hungernden beistand in ihrer Not. Seine guten Taten sollen auch heute noch allen Ansporn sein, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und auch den Notleidenden zu helfen. Für ihre Teilnahme erhielten die Kinder leckere Martinsmännchen geschenkt. Wir danken nochmals allen Beteiligten, die bei der Organisation und dem Verlauf der Martinszüge mitgeholfen und mitgewirkt haben.“

Bis Dienstag morgen wird Kerwe gefeiert

Edingen feiert rund um den Messplatz

Bürgermeister Marsch (2.v.l.) hatte diesmal harte Konkurrenz: Oliver Honser (1.v.l.) und Bruno Krämer (2.v.r.) traten zum Wettbewerb um den schnellsten Fassanstich mit an. Stefan Specht (rechts) und Wolfgang Ding überwachten die „Schlagzahl“.

Edingen-Neckarhausen, 06. Oktober 2012. (red/pm/la) Drei Tage lang feiert Edingen Kerwe. Beim Fassanstich lobte Bürgermeister Marsch die vielen Vereine und Organisationen, für ihr Engagement das Brauchtum zu pflegen. Bis Dienstag 02:00 Uhr morgens ist rund um den Messplatz Zeit fürs gemütliche Beisammensein.

Diesmal war der Fassanstich anders als sonst. Nicht mit einem, sondern gleich drei Fassanstichen wartete die Kerweeröffnung am Samstag auf. Bürgermeister Roland Marsch sah sich plötzlich harter Konkurrenz gegenüber.

Trotz jahrelanger Erfahrung im Fassanstich und Heimspiel wenige hundert Meter von seinem Amtssitz entfernt, musste er sich im direkten Vergleich dem Spender der drei Fässer, Oliver Honsel geschlagen geben. Unter den Augen von Zeremonienmeister und Elferratsvorsitzendem der Edinger Kälble Stefan Specht benötigten Marsch und Bruno Krämer, der zweiter Vorsitzende des Elferrats, drei Schläge, um das Bier aus dem Fass zu befreien.

„Anstichwettbewerb“ geht 3:3:1 aus

Danach rammte Braumeister Honsel den Hahn mit einem einzigen gezielten Schlag ins Fass. Damit war die Kerwe endgültig eröffnet und alle gemeinsam schenkten den Inhalt der drei Fässer an die Kerwegemeinde aus.

Vor dem Anstich hatte Marsch noch zu guten Gesprächen, gemütlichen Beisammensein und besserem Wetter aufgerufen. Alles ging in Erfüllung. Als „ein Stück Heimat und Vertrautheit im unmittelbaren Umfeld der Menschen“ lobte Marsch die Kerwe, bei der sich wieder viele Vereine und Organisationen beteiligen. Eine große Kraftanstrengung gerade für jene, die bereits bei „Rund ums Schloss“ mitgemacht hatten.

In Edingen bleibt die Küche kalt

Rund um den Messplatz wird nun bis Dienstag morgen gefeiert. Bars und Straußwirtschaften bieten neben Bier auch Cocktails, Bio- und Neuen Wein. Auch für Tee und Kaffee ist gesorgt.

Bei dem abwechslungsreichen Angebot kann auch die heimische Küche kalt bleiben. Auf der Kerwe stehen genug Küchen unter Feuer: Es gibt Flammkuchen, Haxen, Waffeln, Leberknödel, Maultaschen, Kürbissuppe, Gyros, Krautsalat, Hawaii-Frikadellen und „Rolle’s Wildgulasch“. Neben dem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen legte Marsch den Besuchern die Fotoausstellung in der Alten Schule ans Herz.

Am Sonntag darf bis 03:00 Uhr gefeiert werden und selbst von Montag auf Dienstag dürfen die Kerwewirte die Gäste bis 02:00 Uhr bewirten.

Empfehlungen für den Sonntag:

  • 09:30 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst
  • 11:00 Uhr: Tischfußball-Ortsmeisterschaft auf dem Messplatz beim Bistro „El El“
  • 14:00 Uhr: Inthronisation der Kerwe-Gretel
  • 16:30 Uhr: In „Die Bar“ in der Gartenstraße 3, Erich Hoffer „Live“ und die anschließende Verabschiedung des Winterkönigs miterleben.

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Pflege öffentlicher Grünanlagen

Empfang für ehrenamtlichen Pflanzenpaten

Ehrung der Pflanzenpaten, Foto: Joachim Hofmann

Edingen-Neckarhausen, 01. Oktober 2012. (red/pm) Beim jährlichen Empfang für die ehrenamtlichen Pflanzenpaten konnte Bürgermeister Roland Marsch vor zwei Wochen rund 50 Personen begrüßen, darunter sowohl langjährige Helferinnen und Helfer, als auch neu Engagierte. Ihnen allen dankte das Ortsoberhaupt für den ehrenamtlichen Einsatz bei der Unterstützung in der Pflege öffentlicher Grünanlagen.

Information der Gemeinde Edingen-Neckarhausen:

„Bei rund 44 ha zu pflegender Fläche, ca. 5.200 Bäumen, 308 Pflanzbeeten und 143 Pflanzkübeln im öffentlichen Verkehrsraum hat der Bauhof alle Hände voll zu tun und das Ergebnis fällt nicht immer zur Zufriedenheit aller aus. Deshalb ist die Gemeinde für jede Unterstützung dankbar, denn viele helfende Hände bewirken auch viel. Innerörtliche Grünflächen nützen allen, da sie nachweislich das Kleinklima verbessern. Daher wäre es schön, wenn noch weitere – vor allem auch jüngere Einwohner – dem Beispiel der schon aktiven Pflanzenpaten folgen würden.

Aktuell liegt die Zahl der „freiwilligen Gärtner“ bei 92 Helfern, davon 51 in Edingen, sieben in Neu-Edingen und 34 in Neckarhausen. Durch eine Werbekampagne im Frühjahr konnten einige Bürgerinnen und Bürger neu für diese Aufgabe gewonnen werden. So ist die Anzahl der Paten leicht gestiegen, obwohl einige Paten aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen oder wegen Umzugs ihre Hilfe bei der Grünpflege einstellen mussten. Vereinzelt gaben Paten die Pflege auch wegen ständiger Verunreinigung der Beete durch Hunde wieder auf, räumte Bürgermeister Marsch in seiner Ansprache ein. Zwar weist die Gemeinde in Veröffentlichungen immer wieder auf die Pflichten der Hundehalter hin, doch die Hunde selbst können ja nicht lesen…

Um Herrchen und Frauchen daran zu erinnern, dass sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen, stellte die Gemeinde den Pflegepaten nun einige provisorische „Verbotsschilder“ zur Verfügung. Sie werden wohl demnächst zwischen bunten Blumen und sprießendem Grün zu sehen sein und alle, die sich für eine saubere Umgebung einsetzen und verantwortlich fühlen, hoffen nun auf deren Wirkung.

Als Dankeschön an die fleißigen Helferinnen und Helfer gab es eine praktische Gießkanne, aus der eine Sonnenblume freundlich nickte sowie Blumenzwiebeln, mit denen die Pflegepaten schon die Blütenpracht für das nächste Frühjahr vorbereiten können. Bei Sekt, Laugengebäck und anregenden Gesprächen klang die Veranstaltung gemütlich aus.

Wenn Sie an einer Pflegepatenschaft für einen Pflanzkübel oder eine Baumscheibe interessiert sind, stehen Ihnen beim Bau- und Umweltamt Ulrike Wacker, Telefon: 06203/808136 oder Christa Pfeiffer, Telefon: 06203/808138, für Meldungen oder Rückfragen gerne zur Verfügung.“

Öffentliche Sitzung vom 12. September 2012

Gemeinderat: Beratungen und Beschlüsse

Edingen-Neckarhausen, 23. September 2012. (red/pm) In der am Mittwoch, 12.09.2012 unter Vorsitz von Bürgermeister Roland Marsch stattgefundenen öffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat über nachfolgende Tagesordnungspunkte beraten und Beschlüsse gefasst. [Weiterlesen…]

Gemeinderat stimmt Vorentwurf zu

MUK Logistik will an- und umbauen

Vorentwurf der Erweiterung des Geländes der MUK Logistik. Grafik: Bauamt der Gemeinde Edingen-Neckarhausen

 

Edingen-Neckarhausen, 17. September 2012 (red/la) MUK Logistik will seinen Standort im Berlich vergrößern und sanieren. Der Vorentwurf des Planungsbüros „Stadtplanung und Architektur Fischer“ wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung einstimmig angenommen. Bürgermeister Roland Marsch betonte, dass es sich dabei erst um den Anfang des Verfahrens handle.

Von Reinhard Lask

Hintergrund des Neuordnung ist, dass das Unternehmen MUK Logistik sich vergrößern und ihre Gebäude modernisieren möchte. Der aktuelle Bebauungsplan definiert das Gelände jedoch als Gewebegebiet. Das lasse bestimmte bauliche Veränderungen nicht zu. Die geplante Tiefkühltechnik und Fassadengestaltung kollidiere mit dem aktuellen Bebauungsplan, weshalb die Umwidmung in ein Industriegebiet nötig sei.

Die neuen Gebäudehüllen müssten auch extremen Temperaturen standhalten. Zudem würde die Gebäudehöhe zum Teil von 15,5 auf 19 Meter anwachsen. Außerdem will das Unternehmen aus technischen Gründen auf eine Wandbegrünung verzichten. Dafür muss es für Ausgleichsflächen sorgen.

Ob die Erweiterung mehr Emissionen bedeutet, ist laut Bürgermeister Marsch noch nicht klar. Dazu soll es ein Gutachten geben, dessen Ergebnis im Frühjahr vorliegen soll. Darin soll es um die Rückordnung von Grünflächen und ein Bodengutachten gehen, dass Altlasten und den Umgang mit Gefahrgut untersuchen soll. Bei der Abschätzung des Gefahrenpotenzials sollen frühzeitig Fachleute an der Planung und Umsetzung beteiligt sein. Die ausfallende Begrünung soll das Unternehmen über Ausgleichszahlung zur Schaffung oder Ausbau anderer Biotope kompensieren.

„Wir sind erfreut, dass der Standort durch die Erweiterung gesichert wird“, sagte Inge Honsel (CDU) und äußerte sich damit ähnlich, wie die Sozialdemokraten. Auch die UBL stimmte für den Vorentwurf. „Wenn man das ganze Gebäude und nicht nur einen Teil auf den neuesten Stand bringt, wäre das vielleicht besser für Emissionsschutz“, wandte Klaus Merkle ein. Allerdings freute auch er sich darüber, dass MUK Logistik offenbar langfristig wachsen will: „Die Erweiterung zeigt, dass das Unternehmen zum Standort Edingen-Neckarhausen steht.“

Auch die Grünen stimmten zu. Gerd Brecht betonte jedoch, dass seine Partei den Prozess kritisch im Blick behalten werde: „Wir müssen prüfen, ob es einen Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie gibt und wollen eine Biotopvernetzung vorantreiben. Die Umweltverträglichkeitsstudie wird zeigen ob es da Probleme gibt.“ Die Zustimmung gab es nur mit der Ankündigung die weiteren Verlauf mit „ökologischer Aufmerksamkeit“ zu begleiten.

Bis Montag ist gute Stimmung angesagt

Die große Gemütlichkeit bei der „kleinen“ Kerwe

Glückliche Gesichter nach dem „schnellen“ Fassanstich.

 

Edingen-Neckarhausen, 01. September 2012. (red/la) Es ist wieder Kerwe. Bis Montag sollen traditionelles Essen, Livebands und gute Stimmung die Bürger auf den Festplatz locken. Bei der Kerwe-Eröffnung am Samstagnachmittag verlief bereits alles nach Plan – und das Wetter soll bis Montag immer besser werden. Zudem erinnerte die FC Viktoria an ein ganz besonderes Jubiläum.

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Gemeinde gratuliert der ehemaligen Gemeinderätin

Lieselotte Schweikert wird 75 Jahre alt

Lieselotte Schweikert blickt glücklich auf Geschafftes zurück.

Edingen-Neckarhausen, 16. August 2012. (red/pm) Am vergangenen Samstag, dem 11. August, konnte die ehemalige Gemeinderätin Lieselotte Schweikert, Untere Neugasse 11, ihren 75. Geburtstag feiern.

Information der Gemeinde Edingen-Neckarhausen:

„Lieselotte Schweikert war vom 22.06.1980 bis 21.07.2009 ununterbrochen für die FDP/FWV-UBL-Fraktion in Edingen-Neckarhausen ehrenamtlich als Gemeinderätin engagiert. Dort war sie Mitglied im Technischen Ausschuss, Kultur- und Sportausschuss, Partnerschaftsausschuss, Kindergartenausschuss, Jugend und Schulausschuss und Schloss- und Schlossparkausschuss. Außerdem war sie stellv. Mitglied im Verwaltungsausschuss sowie im Sanierungsausschuss.

Frau Schweikert war von 1984 bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Gemeinderat dritte Bürgermeister-Stellvertreterin und war von 1999 bis 2004 stellvertretende Fraktionssprecherin. Seit 1991 war sie stellvertretende Vorsitzende und von 1999 bis 2007 Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Edingen-Neckarhausen. 2001 erhielt sie die Theodor-Heuss-Medaille in Silber für 25jährige Zugehörigkeit bei den Freien Demokraten. Der FDP-Ortsverein Edingen-Neckarhausen bedankte sich 2009 bei ihr für die vielen Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft.

Sie war von 1984 bis 1999 und von 2004 bis 2009 Mitglied im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises. 1999 kandidierte sie nicht mehr für den Kreistag, da sie von 1998 bis 2001 als Zweitkandidatin die Nachfolge von Dr. Hans Freudenberg im Landtag von Baden-Württemberg angetreten hat. In der Landtagsfraktion war sie europa-, frauen- und seniorenpolitische Sprecherin, Vertreterin der FDP-Landtagsfraktion im Oberrheinrat sowie Mitglied im Petitions- und Sozialausschuss. Für ihr fast 30-jähriges Wirken in der Kommunalpolitik erhielt sie 2009 die Ehrennadel in Gold des Gemeindetags Baden-Württemberg.

30 Jahre Engagement werden belohnt

Schon früh engagierte sich Lieselotte Schweikert für die Europapolitik. Vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist sie als „Euro-Lilo“ bekannt. Sie hatte seit der Gründung des Kreisverbandes der Europa-Union 1978 den stellvertretenden Vorsitz inne, von 1990 bis 1996 führte Lieselotte Schweikert den Kreisverband an. Darüber hinaus war die gelernte Technische Zeichnerin von 1985 bis 1997 ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht Karlsruhe.

Für ihr jahrzehntelanges Wirken in der Kommunalpolitik und im kulturellen Bereich erhielt sie im Jahre 1998 das Bundesverdienstkreuz. Ihre Aufgeschlossenheit und Verbundenheit im örtlichen Vereinsleben und Ortsgeschehen haben ihr stets große Sympathiebeweise entgegen gebracht. Bürgermeister Roland Marsch überbrachte Frau Schweikert zu ihrem Geburtstag die Glückwünsche der Gemeinde Edingen-Neckarhausen und dankte ihr nochmals für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken.“

Bürgergespräche und Bieterschlachten

Erfolgreicher Bürgertag im Edingener Bauhof

Die Bieterschlachten bei der Fahrradversteigerung sorgten für Unterhaltung - und einige spontane Radkäufe.

 

Edingen-Neckarhausen, 6. August 2012. (red/la) Am Sonntag lud die Stadt zum dritten Bürgertag in den Bauhof ein. Bei dem „Tag der offenen Tür“ kamen Bürger und Stadtverwaltung in lockerer Atmosphäre ins Gespräch und besichtigten den erweiterten Edingener Hof. Doch die größe Attraktion bildeten die Bieterschlachten bei der Fahrradversteigerung.

Mehrere hundert Bürger waren am Sonntag über den Tag verteilt der Einladung von Bürgermeister Roland Marsch zum dritten Bürgertag in den Edinger Bauhof gefolgt:

Dieses Jahr wollten wir die Bürgerversammlung als Tag der offenen Tür gestalten.

Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel in diesem Jahr auch deswegen auf den Bauhof, um die neue Fahrzeug- und Gerätehalle zu präsentieren, die für 360.000 Euro im vergangenen Jahr entstanden ist. „Die Erweiterung des Bauhofs hat die Arbeitsbedingungen entscheidend verbessert“, sagte Marsch bei der Eröffnung. Dabei lobte er die 22 Bauhof-Mitarbeiter für ihre Leistungen: „Sie kümmern sich zum Beispiel um die 5.000 Bäume im öffentlichen Bereich und die 17 Spielplätze der Stadt. Wenn da irgendwas nicht in Ordnung ist, bekommen sie das zuerst ab – und erst danach ich.“

Bürger und Verwaltung kamen über die aktuellen kommunalen Projekte ins Gespräch.

Verwaltung und Bürger kamen ins Gespräch

Auf Stellwänden informierten Stadtverwaltung und Gemeinderat über aktuelle kommunale Projekte, wie die neuen Baugebiete oder die für zwei Millionen Euro geplante „Fischkinderstube“, einem abgetrennten seeartigen Flussbereich der zwischen Edingen und Neckarhausen entstehen soll.

Zu den Attraktionen des Bürgertags gehörte auch ein Steiger, aus dessen Korb man in 33 Metern Höhe einen tollen Blick auf das Umland hatte. Für die Bewirtung im Schatten der neuen Fahrzeug- und Gerätehalle sorgte die Freiwillige Feuerwehr, deren Erlöse der Jugendarbeit zugute kommen.

Die stündlichen Führungen über das Bauhofgelände stießen auf reges Bürgerinteresse. Selbst als sich der Bürgertag gegen 17 Uhr dem Ende zuneigte, fanden sich noch Interessierte, die sich über Holzpelletheizung und Solaranlage im 1902 erbauten Edinger Hofs informieren wollten.

Bieterschlachten um herrenlose Fahrräder

Den Höhepunkt bildete allerdings die Versteigerung herrenloser Fahrräder. Die Bieterschlachten um vermeintliche und tatsächliche „Schnäppchen“ bot mehr als hundert Schaulustigen am Nachmittag spannende Unterhaltung und verführte einige zum spontanen Radkauf.

Im Gegensatz zu früheren Versteigerungen fanden diesmal alle Fahrräder einen neuen Besitzer und erzielten – je nach Zustand – zwischen 1 und 55 Euro. Am Ende kamen dabei mehr als 500 Euro zusammen, die den Etat der Stadt aufbessern.

Kontroverse um Bebauungsdichte an der Fichtenstraße

„Schmerzgrenze überschritten“

Edingen-Neckarhausen, 30. Juli 2012. (red/la) Im März hatten sich die vier Fraktionen auf einen gemeinsamen Kompromiss geeinigt: Das neue Wohngebiet an der Fichtenstraße sollte mit 22 Wohneinheiten möglichst locker bebaut werden. Doch in der vergangenen Gemeinderatssitzung schlossen sich CDU, SPD und Grüne einem Vorschlag der Verwaltung an, der nun eine weitaus dichtere Bebauung vorsieht. Die Unabhängigen Bürger (UBL) sind brüskiert.

Für kontroverse Diskussionen sorgte der im Gemeinderat vorgestellte Bebauungsplanentwurf „Fichtenstraße-Teiländerungsplan III“. Das Gelände soll nun 27 Wohneinheiten umfassen. Im März hatten sich alle Fraktionen nach langer Diskussion auf 22 geeinigt. Die UBL-FDP/FWV-Gemeinderatsfraktion sah in dem neuen Entwurf einen Affront. Der Vorsitzende Hans Stahl sagte:

Wir staunen über die Verwaltungsvorlage, in der der Sitzungsvorschlag vom 21. März nicht mehr berücksichtigt ist.

Dieser lasse alles aus, was man in dem mühsam erarbeiteten Kompromiss ausgehandelt habe.

„Alles läuft nach einem geregelten Verfahren“, wiegelte Bürgermeister Roland Marsch (SPD) ab. Nach dem Beschluss im März habe der Bauträger weitere Anregungen gemacht, worüber der Gemeinderat nun wieder entscheiden müsse:

Der Beschluss vom März war im Rahmen des Verfahren, nur stand das Verfahren damals noch ganz am Anfang.

„Das können wir nicht mittragen!“

Stahl wollte sich mit dieser Wende nicht so leicht abfinden: „Im März haben wir uns lange unterhalten und einen Kompromiss für den Bebauungsplan gesucht und diesen einstimmig beschossen“, erwiderte er und richtete seine Kritik auch an die anderen Fraktionen:

Damals haben wir auch gesagt, dass wir dem Bauträger nicht folgen. Doch all diese Forderungen sind jetzt wieder im Plan drin. Für was haben wir damals getagt? Wir konnten uns mit dem Kompromiss vom März anfreunden, aber diesen Vorschlag können wir nicht mittragen.

CDU-Fraktionschef Gerhard Hund sagte: „Auch wir wollten 22 Wohneinheiten, um nicht zu stark zu verdichten.  Wir wollten den Anwohnern ein angenehmes Umfeld schaffen. Allerdings sehen wir ein, dass es bei 22 Wohneinheiten schwierig sein könnte, einen Investor zu finden. Die Vorlage der Verwaltung löst bei uns keine Jubelschreie aus, aber mit 27 Wohneinheiten können wir leben und stimmen zähneknirschend zu.“ Man sei dabei jedoch bis die „Schmerzgrenze“ gegangen.

Vermarktungsfrage nicht vernachlässigen

Michael Bangert (SPD) sah die Sache entspannter:

Wir könnten auch mit 30 Wohneinheiten leben, da es uns auf eine angemessene Bebauung ankommt, die sich junge Familien leisten können.

Der grüne Fraktionsvorsitzende Gert Brecht fügte hinzu:

Wir dürfen nicht blauäugig sein und bei der Entscheidung die Vermarktungsfrage vernachlässigen.

Die Schmerzgrenze der Unabhängigen Bürger war mit 27 Wohneinheiten überschritten. „Es handelt sich hier um ein Randgebiet von Neckarhausen. Damit muss man sensibel umgehen und nicht allein die Vermarktung im Auge haben“, betonte Hans Stahl. Um die allgemeine Wohnsituation zu verbesser, sei das Gebiet ohnehin zu klein. Dieser Plan schaffe mehr Probleme, als er nütze.

Sanierung der Goethestraße

Grüninseln versetzen, Verkehrsinsel erhalten

Edingen-Neckarhausen, 30. Juli 2012. (red/la) Nach dem vierten Sanierungsabschnitt soll die Goethestraße endlich wieder schlaglochfrei sein. Kritik gab es nur an zwei „grünen“ Nadelöhren und dem Abbau der Verkehrsinsel.

Anfangs sah es aus, als würde der vierte und letzte Sanierungsabschnitt der Goethestraße ohne größere Diskussion den Rat passieren. Es gab keine Einwände dagegen, den Belag zwischen Kolpingstraße und Friedrichsfelder Straße zu sanieren und außerdem noch vier Wasserleitungshausanschlüsse aus den 50er Jahren zu erneuern. Auch an der Ausschreibung und den kalkulierten Kosten in Höhe von 185.000 Euro hatten die Räte nichts zu monieren. Dann allerdings erregten vier Grüninseln sowie eine Verkehrsinsel die Gemüter.

Inge Honsel (CDU) störte sich an zwei mal zwei gegenüberliegenden Grüninseln an den Straßenenden:

Da wird die Straße zu eng für den Verkehr.

„Die Torsituation haben wir bewusst geplant, damit die Leute da nicht durchbrausen. Das entspricht auch den Forderungen der Verkehrsbehörde“, erklärte Bauamtsleiter Horst Göhrig.

Der geplante Abbau einer Verkehrsinsel auf der Kreuzung Friedrichsfelder Straße und Goethestraße stieß auf Kritik. Gerade ältere Menschen und Kinder würden die Verlehrsinsel benutzen, um bei starkem Verkehr die Straße „in zwei Zügen“ sicher zu überqueren. Göhrig rechtfertigte den geplanten Abbau. Eine Nutzungsanalyse habe ergeben, dass nur 20 Prozent der Passanten die Insel bei der Straßenüberquerung nutzen würden.

Aber diese 20 Prozent haben die Insel bitter nötig,

warf Stephan Kraus-Vierling (UBL) ein. Das seien eben vor allem ältere Menschen mit Rollatoren. Auch die grüne Rätin Lisa Schild erklärte, dass gerade ältere Menschen die Verkehrsinsel als Zwischenstation bei der Straßenquerung nutzen würden. Kraus-Vierling bat die Verwaltung das „80-Prozent-Argument“ nochmal zu überdenken:

Wenn man solchen Argumenten folgt, dürfe man keine einzige Behindertentoilette mehr bauen.

Bürgermeister Roland Marsch versprach eine Prüfung der Einwände: „Es geht jetzt erstmal nur um die grundsätzliche Maßnahme. Details können wir später nachbessern.“ Daraufhin stimmten alle Fraktionen zu.

Gemeinderat beschließt neue Flächennutzungsplan für Neckarhausen-Nord

Neues Wohnen und Freizeit in zwei Abschnitten

Edingen-Neckarhausen, 30. Juli 2012. (red/la) Der neue Flächennutzungsplan soll rund 5,2 Hektar in Neckarhausen neu gestalten. Vor allem Sport- und Wohnflächen sollen in Zukunft klarer voneinander getrennt sein. Noch ist jedoch nicht klar, wann das passieren soll.

Der Bebauungsplan „Wohnen und Freizeit in Neckarhausen-Nord“ sieht vor, rund 5,2 Hektar im nördlichen Neckarhausen neu zu ordnen und zu bebauen. Hierzu stellte Alexander Kuhn von der MVV Regioplan einen Flächennutzungsplan vor, der die Vereinsflächen des FC Viktoria und dem TV Neckarhausen neu überplanen soll. In zwei Bauabschnitten sollen hier Wohngebiete und eine neue Sporthalle mit Parkplätzen entstehen. Kleingarten- und Kleintierzuchtanlage sollen erhalten bleiben.

„Wir haben viel Zukunftsmusik gehört“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Zachler zu dem Entwurf. Tatsächlich steht noch viel in den Sternen. Der Entwurf soll laut Bürgermeister Roland Marsch erst noch mit den Vereinen besprochen werden.

Leise Kritik gab es von Michael Bangert (SPD): Auch im neuen Entwurf seien die Sportstätten wieder sehr nahe an Wohngebieten gelegen seien:

Ein Sportplatz ist ein Lärmzentrum.

Mit der neuen Planung entstünden potenzielle Probleme, wenn Anwohner gegen die Lärmbelästigung klagen sollten. Den Bedenken schloss sich auch Stefan Kraus-Vierling (UBL) an:

Die Häuser rücken wieder näher an den Sportbereich heran. Die neue Wohnbebauung ist nicht viel weiter vom Sportplatz weg, als etliche Häuser jetzt.

Hans Stahl (UBL) sagte hingegen: „Es ist gut, dass wir in die Gänge kommen.“ Wichtig sei jedoch darauf zu achten, mit der abschnittsweisen Umsetzung kein falsches Signal zu setzen:

Bei der Planung muss das gesamte Gebiet im Auge behalten werden. Wir müssen den Sportvereinen jetzt sagen, wohin die Reise geht und dass zum Beispiel der Fußballsport langfristig woanders stattfinden wird.

Gert Brecht von den Grünen plädierte zusätzlich für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. „Die Menschen sind da mittlerweile sensibilisiert. Zu Recht wollen auch die Vereine da Transparenz haben.“ Einziger Wermutstropfen sei für Brecht, dass nun wieder ein großer Sportkomplex geplant sei:

Wir hätten lieber dezentrale Strukturen, als ein großes Zentrum gehabt.

Trotz aller Bedenken nahmen die Räte die Vorlage die Beschlussvorlage der Verwaltung geschlossen an.

Mehr Musik und mehr Sonnenschein als im Jahr zuvor

Traditionelle Gemütlichkeit beim „erweiterten“ Rund ums Schloss

Mit den drei traditionellen Salutschüssen startete das 31. Gemeindefest "Rund ums Schloss".

 

Neckarhausen, 16. Juli 2012. (red/la) Das 31. Gemeindefest „Rund ums Schloss“ begann im Schlossgarten bei strahlendem Sonnenschein. Diesmal setzten die zwölf veranstaltenden Vereine auf ein erweitertes Musikangebot. In Zukunft plant der Kulturkreis Neckarhausen das Fest durch gezieltes Marketing bekannter zu machen und Sponsoren als Unterstützer zu gewinnen.

Mit drei Kanonenschüsse im Schlossgarten beginnt die traditionelle Eröffnungszeremonie des Gemeindefestes „Rund ums Schloss“. Die Druckwelle der kleinen Kanone ließ noch Meter entfernt die Kleidung wackeln. Rund 150 schauten dann zu, als Bürgermeister Roland Marsch beim traditionellen Fassanstich den Hahn mit fünf Schlägen hinein trieb – und dann noch zwei „Zuschläge“ brauchte, bis das Bier richtig floss.

Mit dem Wetter hatten die Neckarhäuser am Samstag Glück, da die dunkle Wolken in Richtung Drachenbootrennen nach Ladenburg zogen. Dieses Jahr ließ sich zum Anstich die Sonne blicken. Eine willkommene Abwechslung zum verregneten Auftakt im Vorjahr. Auch Marsch war dabei zum Scherzen aufgelegt: „Früher war das hier vorbereitet“, beschwerte er sich, weil er den Zapfhahn diesmal selbst in die Kerbe des Fasses stecken musste. „Heute muss man was schaffen für sein Bier“, antwortete Schläfer zurück.

Zum 31. Mal veranstalteten die Vereine Neckarhausens ihr Gemeindefest „Rund ums Schloss“ und boten vom Schlosspark bis zum Schwimmbadparkplatz ein breites Angebot für alte und junge Neckarhäuser und Auswärtige: Mit Geocaching, Trampolinspringen, Balkenklettern im Schlossgarten sowie Kinderkarussel und Dosenwerfen war tatsächlich allerhand geboten.

Rund ums Schloss mehr Musik

Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der musikalischen Unterhaltung. Etliche Bands und DJs sorgten bei durchwachsenem Wetter für Stimmung. Das breitere Angebot geht auf den neuen Vorstand des Kulturrings Neckarhausen zurück. Vorsitzender Markus Schläfer und seine Kollegen wollen Konzept des geselligen Beisammenseins erweitern.

„31 Jahre sind eine lange Tradition. Tradition braucht aber auch Nachhaltigkeit und Wandel. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“, sagte Bürgermeister Roland Marsch bei der Eröffnung. Für die neuen Akzente haben die jungen Gesichter beim Kulturkreis gesorgt. Es gibt mehr Musik und mehr Rahmenprogramm, wobei Traditionen weiter gepflegt werden sollen.

Doch die Konkurrenz der anderen Feste ist zu spüren. Finanziell ist „Rund ums Schloss“ keine feste Bank für die teilnehmenden Vereine. Schläfer zufolge sei das Finanzielle nicht das Hauptproblem der Vereine:

Viele finden keine Helfer, die den Stand auf- und abbauen und Standdienst machen.

Wenn sie genug haben, stehen die Neckarhäuser zu ihrem Fest, dass laut Schläfer mittlerweile auch immer mehr zu einem „Edingen-Neckarhäuser-Event“ geworden ist. Neu dabei war dieses Jahr der Sportkegelclub Edingen-Neckarhausen, 2011 war der Jugendfußballclub dazugekommen. Doch auch wenn „Rund ums Schloss“ sich gerade wandelt, bleibt noch viel zu tun.

Marketing und Sponsorensuche

Der wohl wichtigste Schritt ist für Schläfer, dass der Kulturkreis sich nun vor einigen Wochen endlich als Verein gegründet hat. Damit kann er 2013 als Veranstalter auftreten:

Wir wollen ein schlagkräftigeres Marketing machen und vor allem mehr Werbung.

Bisher liege gerade hier einiges im Argen. Tatsächlich findet sich im Internet nicht mal eine eigene Seite über das Fest. Ein kurzer Informationstext auf der Seite der Stadt informiert über den groben Festablauf.

Über die Besucherzahlen des Festes will der Vorsitzende nicht spekulieren. „Aber bei 14.000 Einwohnern in Edingen-Neckarhausen sollte da definitiv mehr drin sein, auch in Sachen Sponsoren.“ Viel sei in der Vergangenheit nicht angepackt worden. In Zukunft soll gezieltes Marketing und Sponsorenakquise Geld für das Rahmenprogramm einbringen. „Gerade die Bands kosten viel“, sagt Schläfer. Das will man nicht den Vereinen aufbürden, die ohnehin nicht mit finanziellen Mitteln gesegnet sind:

Ich glaube, dass wir mit unserem Konzept bei lokalen Unternehmen offene Türen einrennen.

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Hilfeleistungssatz übergeben und eingeweiht

Tag der offenen Tür in Edingen

Edingen-Neckarhausen, 03. Juli 2012. (red/pm) Morgens regnete es noch kräftig, mittags dann blieb es trocken, die Fahrzeughalle war gut gefüllt: Die Abteilung Edingen der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen freute sich über viele Gäste am Tag der offenen Tür am Sonntag.

Information der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen:

„Die Angebote richteten sich in diesem Jahr vor allem an die jungen Gäste: Im Hof hatte die Jugendfeuerwehr eine Hüpfburg und mehrere Spielstationen aufgebaut, darunter das zur Fußball-EM passende „Kübelspritzen-Fußball“. Jugendwart Daniel Gärtner und sein Team luden außerdem zu kostenlosen Workshops in Brandschutzerziehung ein – hier lernte auch manch ein Elternteil noch dazu. Zum Beispiel was passieren kann, wenn man Batterien in einen Mülleimer mit Stahlwolle wirft.

Bei den ausgestellten Fahrzeugen zogen vor allem die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug die jungen Besucher an. Viele ließen sich das Material erklären oder wollten einfach auch nur einmal in einem echten Feuerwehrauto Platz nehmen.

Die hydraulische Rettungsschere durchtrennt selbst härtesten Stahl, Foto: Achim Wirths

Am Nachmittag weihte Bürgermeister Roland Marsch den neuen Hilfeleistungssatz der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen ein. Er bekräftigte die Investition mit den Worten, die Feuerwehr sei der Gemeinde „lieb und teuer“ und spielte damit auf die Kosten von 33.000 Euro an. Ausbildungsleiter Timo Walter erläuterte die Vorteile der neuen Technik, die über 30 Jahre altes Material ablöst.

Modernste Rettungstechnik

Mit dem angeschafften Werkzeug sei die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen an die technologische Spitze des Machbaren gerückt und könne nun auch hochfesten Stählen in modernsten Autos Herr werden. Zur Demonstration und Einweihung durchtrennten Roland Marsch und Timo Walter vor den Augen der Zuschauer und zahlreicher Mitglieder des Gemeinderates symbolisch eine rotes Stahlrohr.

Der neue Hilfeleistungssatz besteht aus einem Aggregat, das hydraulisch Rettungsschere und einen Spreizer antreibt, sowie aus einem ganzen Arsenal an Spezialwerkzeug. Verladen ist der Satz auf dem Rüstwagen, der extra vor dem Tag der offenen Tür durch die Schlosserei Nikolaus Wetzel in Mannheim umgebaut.

Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten den Tag der offenen Tür, um die eigene Küche kalt zu lassen. Verpflegungs-Chef Marcus Heinze und seine fleißigen Unterstützer hatten vor allem zur Mittagszeit einen großen Ansturm am Grill und im Getränkewagen zu bewältigen. Zum Nachtisch lockte ein Kuchenbuffet mit einer Rekordzahl an gespendeten Kuchen.“

Umbau kostete rund 650.000 Euro

Haltestelle Edingen-West offiziell eingeweiht

Mit einem Festakt stellte Bürgermeister Marsch (links) die Haltestelle Edingen-West nun offiziell in Dienst.

Edingen-Neckarhausen, 18. Juni 2012. (red/cr) Mit einem Festakt weihte Bürgermeister Marsch die umgebaute Haltestelle Edingen West der Linie 5 ein.  In den vergangenen fünf Monaten wurde die Haltestelle barrierefrei umgebaut.

Von Christian Ruser

Direkt neben der Haltestelle hatte die RNV Schirme und ein kleines Buffet aufgebaut. Anlass war die Fertigstellung der Umbauarbeiten an der Haltestelle Edingen West. Bürgermeister Roland Marsch und der kaufmännischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV), Andreas Kerber, eröffneten die Haltestelle offiziell.

Taktiles Leistsystem für Blinde.

Der Umbau der Haltestelle soll mobilitätseingeschränkten Personen, wie Rollstuhlfahrern, aber auch alten Menschen mit Gehhilfen und Familien mit Kinderwagen den Zugang erleichtern. Zu diesem Zweck gibt es Rampen zum Bahnsteig. Auch wurde das Bodenniveau um dreißig Zentimeter erhöht. Für Sehbehinderte wurde auf dem Boden ein taktiles Leitsystem angebracht.

Das dynamische Fahrgastinformationssystem (DFI) zeigt die nächsten Züge an.

Zusätzlich zum barrierefreien Ausbau wurde die Haltestelle Edingen West mit dem dynamischen Fahrgastinformationssystem (DFI) versehen. Auf LED-Anzeigetafeln am Bahnsteig werden die genauen Abfahrtszeiten der nächsten Bahnen angegeben und eventuelle Verspätungen angepasst.

Am Bahnsteigrand bieten neue Bike&Ride-Parkplätze und überdachte Fahrradunterstände bessere Möglichkeiten, den öffentlichen Nahverkehr mit dem Individualverkehr in Einklang zu verbinden.

Der Umbau der Haltestelle Edingen-West kostete rund 650.000 Euro. Damit lag der Bau nicht nur im Zeitplan, sondern unterschritt sogar den angesetzten Kostenrahmen. Nach dem Umbau der Haltestelle Edingen-Bahnhof ist dies vorerst die letzte der Edinger Haltestellen, die barrierefrei ausgebaut wurde. Die Haltestelle im Gewerbegebiet wird aus Kostengründen vorerst nicht umgebaut werden.

Aus dem Gemeinderat

Ganztagsgrundschule und Hector-Kinderakademie kommen

Ab dem Schuljahr 2013/2014 wird die Pestalozzi-Grundschule zur Ganztagsgrundschule.

 

Edingen-Neckarhausen, 23. April 2012. (red/jt) Die Neuausrichtung der beiden örtlichen Grundschulen im Schuljahr 2013/2014 wurde am vergangenen Mittwoch in der Gemeinderatssitzung besprochen. Die Graf-von-Oberndorff-Schule möchte Standort einer Hector-Akademie werden, die Pestalozzi-Grundschule wird zu einer Ganztagsgrundschule umgewandelt.

Von einer „Neuausrichtung“ und „Profilschärfung“ sprachen Gerhard Hund (CDU) und Endrik Ebel (SPD) als in der Gemeinderatssitzung über die beiden Grundschulen in Edingen-Neckarhausen gesprochen wurde.

Die Graf-von-Oberndorff-Schule im Ortsteil Neckarhausen wird ihre Vereinbarung mit der Werkrealschule „Unterer Neckar“ spätestens zum Juli 2014 auflösen. In der Außenstelle Neckarhausen werden bereits seit dem Schuljahr 2011/2012 keine Klassen der Werkrealschule mehr unterrichtet.

Stattdessen bewirbt sich die Schule als Standort einer Hector-Akademie um dann mit einem freiwilligen Zusatzangebot zur Hochbegabtenförderung für Grundschulkinder zu punkten.

Das Angebot einer solchen Hector-Akademie umfasst dann den Einstieg in neue und die Vertiefung bereits vorhandener Wissensgebiete sowie den Ausbau persönlicher Begabungsschwerpunkte, überwiegend im sogenannten „MINT-Bereich“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Die Idee für die Bewerbung stammte von Gemeinderat Ebel, wurde jedoch von sämtlichen Fraktionen begrüßt.

Laut Schulleitering Angelika Engelhardt habe man vom Kultusministerium auf eine erste Anfrage bereits eine positive Rückmeldung erhalten, dort warte man jetzt noch auf die Bewerbung. Daher werden die Mitarbeiter der Schule „jetzt die Ärmel hochkrempeln und anfangen zu arbeiten.“

Die dadurch für die Kommune entstehenden Kosten nannte Bürgermeister Roland Marsch „überschaubar“. Von der Hector-Stiftung II gäbe es für die Hector-Kinderakademien Fördergelder von bis zu 50.000 Euro jährlich. Im Falle einer Neugründung gäbe es bis zu 65.000 Euro.

Gemeinderat Hund fand es positiv, dass die Gemeinde sich eindeutig „in der Schullandschaft positioniert“. Die „Idee einer weiterführenden Schule“ in Edingen-Neckarhausen hingegen hielt er für „deplaziert“.

Die Kinderakademie soll bereits zum Schuljahr 2013/2014 mit gleitendem Einstieg starten.

Pestalozzi-Grundschule wird Ganztagsgrundschule

Die Pestalozzi-Grundschule wird ab dem Schuljahr 2013/2014 zur Ganztagsgrundschule umgewandelt.

Die Eltern haben dann die Wahl, ob sie ihre Kinder wie bisher in eine Halbtagsklasse bis 14 Uhr oder in den Ganztagsschulbetrieb bis 16.30 Uhr anmelden. Bereits im März wurden die Eltern der künftigen Schüler bei einem Informationsabend informiert.

Laut der Schulleiterin Renate Wacker seien bei den Neuanmeldungen bereits jetzt „zwei Lerngruppen übervoll“. Das Ganztagsangebot werde gewollt und gebraucht, sagte Gemeinderätin Lisa Schild (Bündnis 90/Die Grünen). Stephan Kraus-Vierling (UBL / FDP-FWV) begrüßte ebenfalls das neue Angebot, sprach aber auch lobend über die bis dato äußerst flexible Hortbetreuung, die nun wegfalle.

Wie hoch die Ausgaben für die Gemeinde durch das Mittagessen, die Freizeitbetreuung und steigende Personal- und Sachkosten sind, lies sich bis jetzt noch nicht beziffern.

Aus dem Gemeinderat:

Eine halbe Million für die Sanierung des Kleinhallenbads

Eine halbe Million Euro Sanierungskosten fallen für das in der Pestalozzi-Turnhalle gelegene Kleinhallenbad an.

 

Edingen-Neckarhausen, 20. April 2012. (red/jt) In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 18. April berichtete Dipl.-Ing. (FH) Phillipp Mosberger über die Schäden im Kleinhallenbad in der Pestalozzi-Turnhalle. Nach Ansicht des Experten muss die Gemeinde in den nächsten 5 Jahren zwischen 487.000 und 661.000 Euro für die Sanierung investieren.

Das Ingenieurbüro IBV wurde von der Gemeinde nach dem Ausfall des Heizregisters im Kleinhallenbad mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens beauftragt.

In seinem Zustandsbericht unterteilte der Experte die notwendigen Baumaßnahmen in zwei Kategorien, kurzfristig und mittelfristig. Kurzfristige Maßnahmen sollten innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre erledigt werden, mittelfristige Maßnahmen spätestens in drei bis fünf Jahren.

Laut eigener Aussage sprach der Ingenieur nur „die größten Probleme“ an, dennoch muss die Gemeinde in den nächsten ein bis zwei Jahren zwischen 197.000 und 371.000 Euro in die Sanierung investieren. In den darauf folgenden Jahren kommen in der Kategorie „mittelfristig“ weitere 290.000 Euro hinzu.

Aggressive Chemiekalien

Ein großes Problem stelle die chemiekalienhaltige Raumluft im Technikbereich dar. Die von ihm vorgestellten immensen Korrosionsschäden seien eine direkte Folge davon. Um weitere Korrosionsschäden zu vermeiden sollte nach Ansicht von Mosberger ein neuer Chemikalienraum errichtet werden. Dafür würden Kosten in Höhe von rund 16.000 Euro entstehen.

Dringend notwendig sei auch die Sanierung der Heizleitungen. Die teilweise stark korrodierten Leitungen sind nach Auffassung des Experten spätestens in einem Jahr defekt. Auch viele andere Bereiche seien stark von der Korrosion betroffen. Etwa Abwasserleitungen, Lüftungskanäle und Pumpen und Armaturen.

Für die Sanierung der Warmwasseraufbereitung sowie der Trink- und Abwasserleitungen kommen auf die Gemeinde Kosten in Höhe von rund 42.000 Euro zu. Weitere 31.000 Euro kostet der Austausch der beschädigten Heizleitungen und Heizkörpern. Mit 101.000 Euro schlgt eine neue Lüftungsanlage zu buche.

Auf Grund geänderter Hygiene- und Sicherheitsrichtlinien müsse auch die Schwimmbadtechnik für 6.000 Euro erneuert werden.

40 Jahre alter Hubboden

Der bereits 40 Jahre  alte Hubboden sei in einem „altersgemäßen Zustand“. Früher war darauf eine Holzkonstruktion angebracht, durch das hohe Alter und die mittlerweile darauf befindliche Metallkonstruktion sei der Hubstempel ausgeschlagen und nicht mehr im Gleichgewicht.

Für dieses Problem nannte Mosberger drei verschiedene Lösungen, wobei die beiden ersten Möglichkeiten nur kurzfristig möglich sind. Am günstigsten sei es, den Hubboden stillzulegen und dauerhaft auf einer Höhe zu belassen. Dadurch entsen Kosten in Höhe von 1.000 Euro.

Mit 17.000 Euro bezifferte er die Kosten für eine erneute Reparatur, wies aber zugleich darauf hin, dass es gut sein könne, dass das Gerät dann kurz darauf dennoch kaputt ginge. Die sinnvollste Lösung ist auch zugleich die teuerste. Ein neuer Hubboden kostet die Gemeinde 175.000 Euro.

Kostengünstig nicht möglich

Gemeinderätin Inge Honsel (CDU) fragte den Ingenieur nach Möglichkeiten, das Kleinhallenbad kostengünstig vorläufig gangbar zu machen. Der Experte sah dazu jedoch keine Möglichkeit.

Dietrich Herold (UBL – FDP / FWV) fragte direkt nach, in wie weit eine Gefährdung der Schulkinder durch die geplante Abluftanlage für den Chemiekalienraum vorliege. Laut Ansicht Mosbergers sei dies durch die geringen Konzentrationen auszuschließen.

Von Michael Bangert (SPD) kam die Idee das Becken in Flach- und Tiefzonen zu gliedern und einen feststehenden, ansteigenden Boden einzubauen. Somit könne man den Hubboden einfach „herunterfahren“ und sich die Kostender Reparatur dort sparen. Mosberger bezifferte die Kosten für diese Idee mit rund 5.000 bis 6.000 Euro.

Auf Grund des noch ausstehenden Sanierungsgutachtens für das Freizeitbad Neckarhausen stellte Bürgermeister Roland Marsch vorerst die Beratung und Enscheidung über das weitere Vorgehen zurück. Seiner Ansicht nach sei im Juni mit dem Gutachten zu rechnen.