Sonntag, 27. September 2020

Fotogruppe Edingen er├Âffnet 24. Bezirksfotoschau Rhein-Neckar und Nordbaden

Von der Dunkelkammer ins Bildschirmlicht

Hans D. Wirtz und Rainer Ludat von der Fotogruppe Edingen zeigen neben Fotos von 15 Clubs der Region auch historische Fotoapparate.

Hans D. Wirtz und Rainer Ludat von der Fotogruppe Edingen zeigen neben Fotos von 15 Clubs der Region auch historische Fotoapparate.

 

Edingen-Neckarhausen/Rhein-Neckar, 04. Dezember 2013. (red/ld) „Traue keinem Bild, das Du nicht selbst bearbeitet hast.“ So k├Ânnte das Motto der 24. Bezirksfotoschau des Deutschen Verbandes f├╝r Fotografie lauten, die zum 50-j├Ąhrigen Bestehen der Fotogruppe Edingen am vergangenen Freitag im Schloss Neckarhausen er├Âffnet worden ist. 15 Fotoclubs aus der Region Rhein-Neckar und Nordbaden stellen ihre Fotos aus und zeigen dort die ganze Bandbreite der digitalen Fotografie. [Weiterlesen…]

BW-Stiftung korrigiert nach Hinweis problematische AGB bei Fotowettbewerb

Machen Sie mit… aber immer zuerst das Kleingedruckte lesen!

 

 

Rhein-Neckar, 14. Dezember 2012. (red/aw) Die Baden-W├╝rttemberg Stiftung ist derzeit auf der Suche nach Fotomotiven, die zeigen, was Baden-W├╝rttemberg lebenswert macht. Verpackt in einem Fotowettbewerb soll f├╝r Hobbyfotografen aus dem L├Ąndle ein Anreiz geschaffen werden mitzumachen. Es winken tolle Preise – leider bis vor kurzem auch die Abgabe wesentlicher Urheberrechte. Aufgrund unseres Hinweises hat die Stiftung reagiert und die Allgemeinen Gesch├Ąftsbedinungen ge├Ąndert.

Von Alexandra Weichbrodt

Die Stiftung Baden-W├╝rttemberg hat den Leitsatz: „Wir stiften Zukunft“. Mit der Ausschreibung zu einem Fotowettbewerb allerdings hat sich die BW-Stiftung aktuell nicht sehr fortschrittlich gezeigt. Die Idee des Wettbewerbs ist an und f├╝r sich eine Gute: Die sch├Ânsten Perspektiven des Landes auf einem Bild festzuhalten und damit die Lebensqualit├Ąt in Baden-W├╝rttemberg darzustellen.

Doch bei der genauerem Hinschauen zu den Bedingungen dieses Fotowettbewerbs fiel uns ein erheblicher Negativ-Aspekt dieser Aktion auf: In den Teilnahmebedingungen wurde darauf verwiesen, dass die Urheber auf ihre Nennung verzichten sollten:

So formulierte die BW-Stiftung zun├Ąchst die Teilnahmedingungen des Fotowettbewerbs. Besonders der letzte Satz bietet Anlass zur Kritik.

 

Das Hobbyfotografen wesentliche Urheberrechte an ihren Bildern verlieren k├Ânnten, hielten wir f├╝r nicht tragbar. Schon gar nicht als „Allgemeine Gesch├Ąftsbedingung“ einer Landesstiftung. Wir wollten daher von der Staatskanzlei Baden-W├╝rttemberg wissen, wie sie zu der doch recht fragw├╝rdigen Formulierung steht und riefen den stellvertretenden Regierungssprecher Arne Braun an. Herr Braun allerdings hatte wenig Interesse an einem konstruktiven Gespr├Ąch und legte kurzerhand den H├Ârer auf, nachdem er uns deutlich machte, dass er sich daf├╝r nicht zust├Ąndig f├╝hle.

Ein wahrlich negatives Beispiel f├╝r einen professionellen Umgang mit der Presse. Bei der Baden-W├╝rttemberg Stiftung arbeitet man da gewissenhafter. Die Reaktion der Pressesprecherin Christine Potnar kam schnell und ├╝berraschend einsichtig. Im Telefonat erkundigte sie sich nach unserer Kritik und sagte:

Der Vorwurf ist uns neu und so nicht bewusst. Wir pr├╝fen das sofort. Es kann gar nicht darum gehen, dass einer der Teilnehmer rechtlich benachteiligt wird.

Kurze Zeit sp├Ąter erhalten wir die schriftliche Antwort per email:

Die Einsender der Bilder haben und behalten das Recht, ├╝ber ihre Bilder v├Âllig frei zu verf├╝gen.

Im Interesse der Stiftung sei es, die Gewinner des Wettbewerbs und ihre Bilder der ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich zu machen. Das k├Ânne man aber nur, wenn die Teilnehmer die Rechte hierzu einr├Ąumen.

Wir verpflichten uns und sagen den Preistr├Ągern auch in den Teilnahmebedingungen zu, die Fotos ausschlie├člich im Zusammenhang mit dem Wettbewerb und der Berichterstattung ├╝ber den Wettbewerb zu verwenden.

Der Satz mit dem Verzicht auf das Urhebernennungs-Recht sei ├╝berwiegend f├╝r die Produktion von Collagen, ├ťbersichtsseiten oder andere kleinteilige Darstellungformen hinzugef├╝gt worden. Hier k├Ânne die Stiftung – etwa aus Platzgr├╝nden – nicht immer die Urhebernennung garantieren. Frau Potnar erkannte das Problem aber an und sicherte zu, die kritisierten Passagen noch einmal ├╝berpr├╝fen zu lassen.

Und Frau Potnar hielt Wort. Bereits wenige Tage nach unserem Hinweis sind die Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs angepasst. Die BW-Stiftung verpflichtet sich zu einer grunds├Ątzlichen Nennung des Urhebers.

Aktueller Auszug aus den Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs der Baden-W├╝rttembergstiftung.

 

Solch eine postitive und konstruktive Reaktion erleben wir im redaktionellen Alltag eher selten. Liebe Hobbyfotografen im Land: Nun also ran an die Kamera!

Wer sch├Âne Fotos aus Nordbaden f├╝r uns hat, achtet bitte auf einen Wettbewerb, den wir Anfang des Jahres ausschreiben. Nat├╝rlich nennen wir die Urheber immer. ­čÖé