Samstag, 10. Oktober 2020

Marodes Dach des Pestalozzi-Pavillons muss fĂŒr eine halbe Million erneuert werden

„Dass es so schlecht aussieht, hĂ€tte niemand gedacht“

Edingen-Neckarhausen, 18. September 2014. (red/ms) Der Pavillon bei der Pestalozzi-Grundschule wird inzwischen fĂŒr Kleinkinderbetreuung genutzt. Das GebĂ€ude auf Vordermann zu halten, hat in den vergangenen drei Jahren 450.000 Euro gekostet. Doch damit nicht genug: Das marode Dach ist einsturzgefĂ€hrdet und muss dringend erneuert werden. DafĂŒr sind im Haushaltsplan 50.000 Euro vorgesehen – tatsĂ€chlich wird die Sanierung aber das zehnfache Kosten.   [Weiterlesen…]

CDU und SPD mit Verlusten

GrĂŒne und UBL Gewinner der Wahl

Edingen-Neckarhausen, 29. Mai 2014 (red/ms) Die Wahlsieger in Edingen-Neckarhausen sind die UBL und die GrĂŒnen – beide Fraktionen konnten einen Sitz dazu gewinnen, wĂ€hrend SPD und CDU Stimmen verloren. Mit 26,5 Prozent der abgegebenen Stimmen löst die UBL knapp die SPD als zweitstĂ€rkste Fraktion im Gemeinderat ab. Die CDU bildet mit sieben Sitzen zwar nach wie vor die grĂ¶ĂŸte Fraktion, musste aber mit 3,4 Prozent weniger als noch 2009 die grĂ¶ĂŸten Verluste hinnehmen. Die Wahlbeteiligung ist um etwa 1,3 Prozent gesunken und mit 55,7 Prozent enttĂ€uschend niedrig gewesen.
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Entscheidungen werden wohl noch lange auf sich waren lassen

Weiterhin keine Fortschritte bei Mensa

Edingen-Nekarhausen, 15. April 2014. (red/ms) BĂŒrgermeister Roland Marsch hat in den vergangenen Wochen auf eine Entscheidung drĂ€ngen wollen. Doch von Entscheidungen ist der Gemeinderat weit entfernt. Noch ist vieles unklar: Wie die Mensa aussehen wird und wo sie gebaut wird. Es wird wohl eine Übergangslösung gefunden werden mĂŒssen. Auch diese ist noch unklar. Klar ist nur, dass es noch dauern wird, bis eine Entscheidung getroffen werden kann. [Weiterlesen…]

Hans Stahl ist Spitzenkandidat

UnabhĂ€ngige BĂŒrgerliste stellt Liste zur Kommunalwahl auf

Edingen-Neckarhausen, 02. April 2014. (red/pm) Die unabhĂ€ngige BĂŒrgerliste Edingen-Neckarhausen hat ihre Kandidaten zur Kommunalwahl aufgestellt. [Weiterlesen…]

818.000 Euro mehr als vorgesehen

AußerplanmĂ€ĂŸige Ausgaben genehmigt

Edingen-Neckarhausen, 21. MĂ€rz 2014. (red/ms) Wenn innerhalb eines Jahres aßerplanmĂ€ĂŸige Ausgaben von mehr als 6.000 Euro entstehen, muss der Gemeinderat diese nachtrĂ€glich genehmigen. In Edingen-Neckarhausen sind im vergangenen Jahr außerplanmĂ€ĂŸige Ausgaben in Höhe von etwa 818.000 Euro entstanden. [Weiterlesen…]

Kommt die Mensa in sechs Monaten oder doch erst in drei Jahren?

Sporthalle bleibt Speisesaal der PestalozzischĂŒler

Edingen-Neckarhausen, 20. MĂ€rz 2014. (red/ms) Die Verpflegungslage an der Pestalozzi-Schule ist schlecht und eine schnelle Lösung muss her – darĂŒber ist man sich im Gemeinderat einig. Doch statt zu einem Konsens zu kommen, spalteten sich die Lager immer weiter. Es wurde klar, dass eine zĂŒgige Lösung vorerst Wunschvorstellung bleibt. Einen zwei Millionen Euro Neubau wollen derzeit die Wenigsten. Stattdessen soll nun in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Elternvertretern eine bessere Lösung gefunden werden – und das dauert seine Zeit. Eine Entscheidung wird aller Wahrscheinlichkeit nach erst nach der Kommunalwahl getroffen. [Weiterlesen…]

Wahl am 25. Mai

FDP stellt Kreistagskandidaten auf

Ilvesheim/Edingen-Neckarhausen/Ladenburg, 13. MĂ€rz 2014. (red/pm) Am vergangenen Montag wurden in Ilvesheim die Kandidatinnen und Kandidaten zur Kreistagswahl am 25. Mai im Wahlkreis 4 (Edingen-Neckarhausen, Ladenburg, Ilvesheim) gewĂ€hlt. In der „Krone“ begrĂŒĂŸte der Ilvesheimer Liberalen-Chef Rico Fotis die Kandidatinnen und Kandidaten sowie weitere Mitglieder, darunter die frĂŒhere Landtagsabgeordnete und KreisrĂ€tin Lieselotte Schweikert. [Weiterlesen…]

Die Mensa an der Pestalozzi-Schule wird kommen - aber wo, wie und vor allem wann?

Die Zeit drÀngt, doch einen Fehlschuss darf man sich nicht erlauben

Edingen-Neckarhausen, 28. Februar 2014. (red/ms) Am Dienstag fand eine Sondersitzung des Gemeinderats statt. Einziges Thema war eine Machbarkeitsstudie: An der Pestalozzi-Schule im Ortsteil Edingen soll eine Mensa her – darĂŒber sind sich alle einig. Doch nachdem die denkbaren Varianten vorgestellt wurden, gab es große Diskussionen ĂŒber eine geeignete AusfĂŒhrung. Die Entscheidung muss möglichst bald getroffen werden – doch ist die Angst vor einem falschen Entscheidung aus Zeitdruck groß. [Weiterlesen…]

Pro Kopf-Verschuldung steigt auf ĂŒber 1.000 Euro

Viele Vorhaben und wenig eigenes Geld

Edingen-Neckarhausen, 21. Februar 2014 (red/ms) Kein einziger Besucher war bei der Gemeinderatsitzung anwesend, wĂ€hrend die Fraktionen ĂŒber den Haushalt abstimmen – dabei ist das Thema hoch brisant: Es wird ĂŒber knapp 37 Millionen Euro geredet. Über zahlreiche Großvorhaben, die man möglichst bald angehen will. Über Kreditaufnahmen, die nötig sind. um diese Vorhaben zu realisieren. Es geht um die Zukunft von Edingen-Neckarhausen. Im Grunde nur zwei Optionen: Die Versprechen der GemeinderĂ€te werden nicht eingehalten. Oder man setzt tatsĂ€chlich alles um, was geplant ist – und nimmt riesige Schuldenberge in Kauf. [Weiterlesen…]

Hauptstraße 39 soll erworben werden

Gemeinde geht in die Kaufverhandlungen

Edingen-Neckarhausen, 20. November 2013. (red/ms) Nachdem der Antrag der UBL große Zustimmung im Gemeinderat erhielt, wird man nun in die Kaufverhandlungen eingehen. Das Objekt ist ein Anwesen in der Hauptstraße 39, das GrundstĂŒck ist 1.231 Quadratmeter groß. Ein erstes Angebot in Höhe von 550.000 Euro war abgelehnt worden, beim jetzigen fĂŒr 350.000 Euro will man „zuschlagen“. [Weiterlesen…]

Bewegender Abschied

SchlĂ€fer tritt aus Gemeinderat aus, Hauck rĂŒckt nach

Edingen-Neckarhausen, 27. September 2013. (red/ms) Gestern ist Franz SchlĂ€fer aus dem Gemeinderat zurĂŒckgetreten. Seit 1999 vertrat er die CDU, jetzt machen es ihm „verĂ€nderte Zeiten im Beruf nicht mehr möglich, allen Pflichten gewissenhaft nachzugehen.“ Seinen Platz ĂŒbernimmt der jĂŒngere Andreas Hauck. BĂŒrgermeister Roland Marsch hatte sich krank gemeldet und war nicht anwesend, um Herrn SchlĂ€fer zu verabschieden und Herrn Hauck zu begrĂŒĂŸen. Seine Vertretung ĂŒbernahm Heide Gade. [Weiterlesen…]

Bis November wird die Gemeinde eine Drehleiter mieten

Übergangsfahrzeug wird ausgeliehen

Edingen-Neckarhausen, 17. Mai 2013. (red/ms) Nachdem die Feuerwehr sechs Monate ohne eigene Drehleiter auskommen musste, wurde in der Gemeinderatsitzung vom 15. Mai beschlossen ein Ersatzfahrzeug auszuleihen, bis die neue Drehleiter einsatzfĂ€hig sein wird. Dies wird voraussichtlich im November der Fall sein, die Kosten liegen etwa zwischen 25.000 Euro und 30.000 Euro.  [Weiterlesen…]

Viele Besucher beim Tag des offenen Denkmals

Interesse am Edinger Schlösschen ĂŒbertraf alle Erwartungen

Edingen-Neckarhausen, 14. September 2012. (red/pm) GeschÀtzte 300 bis 350 Besucherinnen und Besucher nutzten letzten Sonntag die Gelegenheit, den kleinen Adelssitz aus der Barockzeit zu besichtigen und auch unseren Förderverein nÀher kennen zu lernen. 

Information des Förderverein Edinger Schlösschen:

Als Öffnungszeit hatten wir drei Stunden am Nachmittag gewĂ€hlt. Doch schon  vormittags, als die Helfer drinnen und draußen noch am Eindecken und Richten waren, kamen an diesem herrlichen SpĂ€tsommertag die ersten GĂ€ste. Zum Teil waren sie von auswĂ€rts und gingen wohl von der offiziellen Zeitspanne dieses bundesweiten Denkmaltags aus.

Doch auch wenn es mit der kurzzeitigen Wiederbelebung des „Schloss-CafĂ©s“ der 1950er und 60er Jahre da noch etwas dauerte, bot sich den Besuchern doch von Beginn an viel Interessantes und Sehenswertes: An der Straße machte Fahnenschmuck auf die Veranstaltung aufmerksam, im Hof fiel der Blick gleich aufs neue Schau-KrĂ€utergĂ€rtchen und aufs schmucke Portal mit dem sĂ€ulengetragenen Balkon darĂŒber. Wobei die zweiflĂŒgelige TĂŒr aus dem 18. Jahrhundert auch einen kleinen aber feinen Beitrag zum diesjĂ€hrigen Schwerpunkt „Holz“ des Bundes-Denkmaltags leistete. Ebenso die originalen Parkettböden oben im (heute geteilten) Saal und anderen Obergeschoss-RĂ€umen.

Und auch der alte Dachstuhl war ein interessanter „hölzerner Aspekt“, aus SicherheitsgrĂŒnden freilich nicht geöffnet, nur mit Fotos prĂ€sentiert, sowie mit einem Querschnitt-Poster aus dem minutiös gefertigten Raumbuch von Tobias Friedrich.

Den großen Eingangsraum zum Treppenhaus und die drei vorderen Zimmers hatten viele fleißige HĂ€nde zum gemĂŒtlichen CafĂ© eingerichtet. Unter den wertvollen barocken Stuckdecken ließ sich das Flair erahnen, den diese RĂ€ume einst besaßen und spĂ€ter einmal wieder besitzen können.

An den WĂ€nden zeigte Altgemeinderat Georg Mildenberger neben schönen Blumenbildern einen tollen Schaffensquerschnitt seiner Ortsmalerei. Die bunte Motiv-Vielfalt  gab jede Menge Impuls zum Plaudern ĂŒber frĂŒher und heute. Dazu mundeten von Mitgliedern und Gönner gebackene Kuchen in breiter Auswahl.

Auch fĂŒr flĂŒssige Erfrischung war bestens gesorgt. Seitens unseres Fördervereins hieß Vorsitzender Hans Stahl die Besucher im Namen der ganzen Vorstandschaft willkommen.

Viele Interessierte erkundigten sich ĂŒber die bevorstehende Übernahme der Schlösschen-Verwaltung und die nĂ€chsten Ziele des Vereins.

Dank gebĂŒhrt allen Helfern, Gönnern und etlichen Geldspendern, ebenso dem TVE 1890, den Edinger „KĂ€lble“, Landwirt Helmut Koch sowie der Firma Martinovic und Koch fĂŒr viel UnterstĂŒtzung beim Herrichten der RĂ€ume.

ErwĂ€hnt sei noch das an diesem Tag eingeweihte Schlösschen-GĂ€stebuch sowie die klasse Bilderschau unseres treuen Fotofreunds Gerhard Henn im Internet. Als nostalgischen Zeitsprung lichtete er ĂŒbrigens eines der ersten Prinzenpaare der Edinger „KĂ€lble“, Elke Schiller und Fritz Elfner, auf der Treppe ab – genau da, wo sie in den 50er Jahren fĂŒrs Kampagne-Foto standen.

Kontroverse um Bebauungsdichte an der Fichtenstraße

„Schmerzgrenze ĂŒberschritten“

Edingen-Neckarhausen, 30. Juli 2012. (red/la) Im MĂ€rz hatten sich die vier Fraktionen auf einen gemeinsamen Kompromiss geeinigt: Das neue Wohngebiet an der Fichtenstraße sollte mit 22 Wohneinheiten möglichst locker bebaut werden. Doch in der vergangenen Gemeinderatssitzung schlossen sich CDU, SPD und GrĂŒne einem Vorschlag der Verwaltung an, der nun eine weitaus dichtere Bebauung vorsieht. Die UnabhĂ€ngigen BĂŒrger (UBL) sind brĂŒskiert.

FĂŒr kontroverse Diskussionen sorgte der im Gemeinderat vorgestellte Bebauungsplanentwurf „Fichtenstraße-TeilĂ€nderungsplan III“. Das GelĂ€nde soll nun 27 Wohneinheiten umfassen. Im MĂ€rz hatten sich alle Fraktionen nach langer Diskussion auf 22 geeinigt. Die UBL-FDP/FWV-Gemeinderatsfraktion sah in dem neuen Entwurf einen Affront. Der Vorsitzende Hans Stahl sagte:

Wir staunen ĂŒber die Verwaltungsvorlage, in der der Sitzungsvorschlag vom 21. MĂ€rz nicht mehr berĂŒcksichtigt ist.

Dieser lasse alles aus, was man in dem mĂŒhsam erarbeiteten Kompromiss ausgehandelt habe.

„Alles lĂ€uft nach einem geregelten Verfahren“, wiegelte BĂŒrgermeister Roland Marsch (SPD) ab. Nach dem Beschluss im MĂ€rz habe der BautrĂ€ger weitere Anregungen gemacht, worĂŒber der Gemeinderat nun wieder entscheiden mĂŒsse:

Der Beschluss vom MĂ€rz war im Rahmen des Verfahren, nur stand das Verfahren damals noch ganz am Anfang.

„Das können wir nicht mittragen!“

Stahl wollte sich mit dieser Wende nicht so leicht abfinden: „Im MĂ€rz haben wir uns lange unterhalten und einen Kompromiss fĂŒr den Bebauungsplan gesucht und diesen einstimmig beschossen“, erwiderte er und richtete seine Kritik auch an die anderen Fraktionen:

Damals haben wir auch gesagt, dass wir dem BautrĂ€ger nicht folgen. Doch all diese Forderungen sind jetzt wieder im Plan drin. FĂŒr was haben wir damals getagt? Wir konnten uns mit dem Kompromiss vom MĂ€rz anfreunden, aber diesen Vorschlag können wir nicht mittragen.

CDU-Fraktionschef Gerhard Hund sagte: „Auch wir wollten 22 Wohneinheiten, um nicht zu stark zu verdichten.  Wir wollten den Anwohnern ein angenehmes Umfeld schaffen. Allerdings sehen wir ein, dass es bei 22 Wohneinheiten schwierig sein könnte, einen Investor zu finden. Die Vorlage der Verwaltung löst bei uns keine Jubelschreie aus, aber mit 27 Wohneinheiten können wir leben und stimmen zĂ€hneknirschend zu.“ Man sei dabei jedoch bis die „Schmerzgrenze“ gegangen.

Vermarktungsfrage nicht vernachlÀssigen

Michael Bangert (SPD) sah die Sache entspannter:

Wir könnten auch mit 30 Wohneinheiten leben, da es uns auf eine angemessene Bebauung ankommt, die sich junge Familien leisten können.

Der grĂŒne Fraktionsvorsitzende Gert Brecht fĂŒgte hinzu:

Wir dĂŒrfen nicht blauĂ€ugig sein und bei der Entscheidung die Vermarktungsfrage vernachlĂ€ssigen.

Die Schmerzgrenze der UnabhĂ€ngigen BĂŒrger war mit 27 Wohneinheiten ĂŒberschritten. „Es handelt sich hier um ein Randgebiet von Neckarhausen. Damit muss man sensibel umgehen und nicht allein die Vermarktung im Auge haben“, betonte Hans Stahl. Um die allgemeine Wohnsituation zu verbesser, sei das Gebiet ohnehin zu klein. Dieser Plan schaffe mehr Probleme, als er nĂŒtze.

Gemeinderat beschließt neue FlĂ€chennutzungsplan fĂŒr Neckarhausen-Nord

Neues Wohnen und Freizeit in zwei Abschnitten

Edingen-Neckarhausen, 30. Juli 2012. (red/la) Der neue FlÀchennutzungsplan soll rund 5,2 Hektar in Neckarhausen neu gestalten. Vor allem Sport- und WohnflÀchen sollen in Zukunft klarer voneinander getrennt sein. Noch ist jedoch nicht klar, wann das passieren soll.

Der Bebauungsplan „Wohnen und Freizeit in Neckarhausen-Nord“ sieht vor, rund 5,2 Hektar im nördlichen Neckarhausen neu zu ordnen und zu bebauen. Hierzu stellte Alexander Kuhn von der MVV Regioplan einen FlĂ€chennutzungsplan vor, der die VereinsflĂ€chen des FC Viktoria und dem TV Neckarhausen neu ĂŒberplanen soll. In zwei Bauabschnitten sollen hier Wohngebiete und eine neue Sporthalle mit ParkplĂ€tzen entstehen. Kleingarten- und Kleintierzuchtanlage sollen erhalten bleiben.

„Wir haben viel Zukunftsmusik gehört“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Zachler zu dem Entwurf. TatsĂ€chlich steht noch viel in den Sternen. Der Entwurf soll laut BĂŒrgermeister Roland Marsch erst noch mit den Vereinen besprochen werden.

Leise Kritik gab es von Michael Bangert (SPD): Auch im neuen Entwurf seien die SportstÀtten wieder sehr nahe an Wohngebieten gelegen seien:

Ein Sportplatz ist ein LĂ€rmzentrum.

Mit der neuen Planung entstĂŒnden potenzielle Probleme, wenn Anwohner gegen die LĂ€rmbelĂ€stigung klagen sollten. Den Bedenken schloss sich auch Stefan Kraus-Vierling (UBL) an:

Die HĂ€user rĂŒcken wieder nĂ€her an den Sportbereich heran. Die neue Wohnbebauung ist nicht viel weiter vom Sportplatz weg, als etliche HĂ€user jetzt.

Hans Stahl (UBL) sagte hingegen: „Es ist gut, dass wir in die GĂ€nge kommen.“ Wichtig sei jedoch darauf zu achten, mit der abschnittsweisen Umsetzung kein falsches Signal zu setzen:

Bei der Planung muss das gesamte Gebiet im Auge behalten werden. Wir mĂŒssen den Sportvereinen jetzt sagen, wohin die Reise geht und dass zum Beispiel der Fußballsport langfristig woanders stattfinden wird.

Gert Brecht von den GrĂŒnen plĂ€dierte zusĂ€tzlich fĂŒr eine frĂŒhzeitige BĂŒrgerbeteiligung. „Die Menschen sind da mittlerweile sensibilisiert. Zu Recht wollen auch die Vereine da Transparenz haben.“ Einziger Wermutstropfen sei fĂŒr Brecht, dass nun wieder ein großer Sportkomplex geplant sei:

Wir hĂ€tten lieber dezentrale Strukturen, als ein großes Zentrum gehabt.

Trotz aller Bedenken nahmen die RĂ€te die Vorlage die Beschlussvorlage der Verwaltung geschlossen an.

Aus dem Gemeinderat:

Sanierung von Schloss und Schlossumfeld ab August 2012

Edingen-Neckarhausen, 19. April 2012. (red/jt) Die Sanierung des Neckarhauser Schlosses war in der gestrigen Sitzung des Gemeinderates ein heiß diskutiertes Thema. Der Sanierungsberater Mario HĂ€gele stellte dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit den geplanten Bauablauf vor. Anschließend wurde ĂŒber die Genehmigung der damit einhergehenden Kosten abgestimmt.

Bereits in der Gemeinderatssitzung am 21. MĂ€rz 2012 sprach der als Sanierungsberater eingesetzte Architekt Mario HĂ€gele ĂŒber den Bauzeitenplan und den Stand der Sanierungsarbeiten.

Auf Grund der hohen Anzahl an FeuchtigkeitsschÀden wurde damals festgestellt, dass zusÀtzliche Arbeiten notwendig werden. Neben dem Einbau einer Drainage unterhalb des Sandsteinsockels um das ganze GebÀude herum sind auch Arbeiten am Natursteinsockel und an Natursteinbauteilen notwendig. Des weiteren fallen Putz- und Malerarbeiten an der Fassade sowie Arbeiten an der DÀmmung und den DÀchern an.

Fördermittel aus dem „Denkmalprogramm“

HĂ€gele erklĂ€rte den Anwesenden den geplanten Bauablauf sowie den ĂŒberarbeiteten Zeitplan. So sollen die Bauarbeiten im August 2012 beginnen und bereits Ende 2013 fertig gestellt werden.

Um sich die Bezuschussung mit Fördermitteln aus dem „Denkmalprogramm“ von Bund und LĂ€ndern zu sichern, mĂŒsse man die Sanierungen zudem in „einem Zug“ durchfĂŒhren. Neben den Fördermitteln ermögliche eine zusammenhĂ€ngende Ausschreibung der Arbeiten auch Einsparungen bei der Auftragsvergabe.

FĂŒr die Finanzplanung der Gemeinde bedeutet das, dass die geschĂ€tzten Gesamtausgaben in Höhe von 1,5 Millionen Euro in drei Jahren (2012 – 2014) statt wie bisher geplant in vier Jahren (2012 – 2015) zur VerfĂŒgung gestellt werden mĂŒssen. Vor allem fĂŒr den Haushaltsplan 2013 stellt dies eine immense Mehrbelastung dar. Statt wie bisher geplant 300.000 Euro muss hier nun 1 Million Euro eingeplant werden.

Immense BauschÀden

In seiner PrÀsentation ging HÀgele auch auf die teilweise immensen BauschÀden ein. Die festgestellten SchÀden zeigte der Architekt den Anwesenden mit Fotografien.

So gibt es an den ÜbergĂ€ngen der DĂ€cher zum Mauerwerk keine Seitenbewahrung, viele Ziegel sind flĂ€chig abgeplatzt oder gar kurz vor dem Versanden. In Folge seien große Teile des Dachstuhls durchfeuchtet.

Auch viele Dachrinnen und Fallrohre sind bereits durchrostet, ebenso gibt es BauschÀden an den Fenstern und der Fassade. HÀgele sagte dazu:

Es sind BauschĂ€den da, die der Sanierung bedĂŒrfen. Und zwar rasch!

Man mĂŒsse die bestehenden SchĂ€den ernst nehmen, teilweise sei die bautechnische Schutzfunktion nicht mehr gegeben. Er Ă€usserte sogar die BefĂŒrchtung, dass „Steinbrocken runterfallen“.

Kreisverkehr vor dem Schloss beschlossene Sache

Bei der Vorstellung der neuen Bauplanung wurde den Anwesenden auch mitgeteilt, dass das Land endlich seine finanzielle Beteiligung am Bau des Kreisverkehrs zugesagt hat.

Der „Kreisel“ vor dem Schloss ist schon seit lĂ€ngerem geplant, im SpĂ€tjahr 2012 sollen nun die Arbeiten daran beginnen. Der Abschluss des Projekts ist fĂŒr die erste HĂ€lfte 2013 vorgesehen.

Mehrheit fĂŒr Sanierung „in einem Zug“

Michael Bangert (SPD) fragte den Architekten nach der Höhe des Einsparpotentials, dass durch die zusammenhĂ€ngende Auftragsvergabe entstĂŒnde. Laut HĂ€gele sei es jedoch „seriös nicht machbar, das zu quantifizieren“.

Wichtig waren fĂŒr alle Beteiligten die möglichen BeeintrĂ€chtigungen des Deutschen Turnfestes im Mai und des PartnerschaftsjubilĂ€ums im August durch die Sanierungsarbeiten. Neben der Gefahr durch Betrunkene Festbesucher auf den BaugerĂŒsten wurde vor allem ĂŒber die Aussenwirkung beim PartnerschaftsjubilĂ€um diskutiert.

FĂŒr Gerhard Hund (CDU) ist die Sanierung eine „ganz einfache Sache, die man kompliziert macht“. Nach seiner Meinung „wĂŒrde man ĂŒberhaupt nicht diskutieren, wenn die beiden Feste nicht wĂ€ren“. BĂŒrgermeister Marsch mĂŒsse halt mal „ĂŒber seinen Schatten springen“ und das JubilĂ€um vom Schlosshof auf den Festplatz verlegen. BĂŒrgermeister Roland Marsch sah darin kein Problem.

Hans Stahl (FDP / FWV-UBL) gab im weiteren Verlauf der Diskussion zu bedenken, dass man mit der heutigen Entscheidung im nĂ€chsten Jahr einer Mehrausgabe von 600.000 Euro zustimmen wĂŒrde. Er fand es „erschreckend“, dass das ausser ihm wohl keinem aufgefallen sei. Ebenso kritisierte er, dass der BĂŒrgermeister dazu nichts gesagt habe. Eine solche Entscheidung könne seine Fraktion nicht verantworten.

Gerd Brecht (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) fand die Argumentation von Mario HĂ€gele schlĂŒssig. Eine weitere zeitliche Verschiebung und eine große Debatte fand er „nicht förderlich“.

Der Gemeinderat stimmte bei einer Enthaltung sowie den Gegenstimmen von Ulrike Janson (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) sowie der fĂŒnfköpfigen Fraktion der FDP / FWV-UBL der Außensanierung des Neckarhausener Schlosses zu.