Sonntag, 19. Mai 2019

Schnelles Internet ist einer der wichtigsten Standortfaktoren fĂŒr die Wirtschaft

Standortfaktor: Datenautobahn

Rhein-Neckar, 10. Oktober 2014. (red/ms) Die Datenautobahnen Deutschlands sind eine riesengroße Baustelle: Vielerorts ausbaufĂ€hig und gerade in lĂ€ndlichen Gegenden oft in einem katastrophalen Zustand. Langsame Internetverbindungen drosseln den Datenverkehr und bremsen die Wirtschaft aus – oft mit schwerwiegenden Folgen. Denn fĂŒr viele Betriebe ist das Internet inzwischen mindestens genauso wichtig wie gute Straßen. Doch die Politik hat das lange Zeit verschlafen: Wegen mangelhafter AnschlĂŒsse erleiden derzeit fast zwei Drittel der Unternehmen in Baden-WĂŒrttemberg ProduktivitĂ€tsverluste und Wettbewerbsnachteile. Mehr als 15 Prozent denken deswegen sogar ĂŒber einen Standortwechsel nach. [Weiterlesen…]

Immer mehr Menschen nutzen die klassischen Medien online

79 Prozent der Deutschen ĂŒber 14 Jahre online

Frankfurt am Main/Rhein-Neckar, 10. September 2014. (red/ld) Je mobiler internetfĂ€hige GerĂ€te werden, desto hĂ€ufiger sind die Menschen online. Rund 79 Prozent der BĂŒrger/innen ĂŒber 14 Jahre in Deutschland greifen mittlerweile im Internet auf Daten zu oder kommunizieren darĂŒber miteinander – sei es mit dem fest installierten PCs zuhause oder handlichen Smartphones unterwegs. Dabei wird das Internet vor allem fĂŒr Dinge genutzt, die man frĂŒher offline erledigt hat. [Weiterlesen…]

Mediennutzung und Medienkompetenz bei Jugendlichen

Internet ist Leitmedium bei Jugendlichen

Stuttgart/Rhein-Neckar, 20. Juni 2014. (red/ld) Kommunikations- und Unterhaltungsmedium, Informationsquelle oder Statussymbol: Das Internet ist fĂŒr Jugendliche das Medium Nummer eins und liegt damit noch vor dem Fernsehen und dem Radio. Weniger nutzen dagegen Printmedien wie Zeitung oder BĂŒcher. Das ist das Ergebnis einer Studie des medienpĂ€dagogischen Forschungsverbunds SĂŒdwest. [Weiterlesen…]

Schnelles Internet "bald" auch in Neckarhausen

„Die digitale Steinzeit ist vorbei“

Edingen-Neckarhausen, 15. April 2014. (red/ms) In den kommenden 15 Jahren sollen Glasfaserkabel in Edingen und Neckarhausen verlegt werden – fĂŒr etwa 2,8 Million Euro. Damit wird die Internet-Geschwindigkeit auf ein modernes Niveau gehoben: Besonders in Neckarhausen ist sie lange nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ, hier sind gerade einmal zwei Megabit pro Sekunde möglich. Der Gemeinderat freut sich, dass diese „digitale Steinzeit“ bald beendet sein wird. [Weiterlesen…]

Das LTE-Netz hat noch Löcher

Rhein-Neckar, 21. MĂ€rz 2014. (red/ld) Das lange Warten auf die neuesten Nachrichten oder Informationen hat dank LTE-Technik (Long Time Evolution) ein Ende. Über diesen Verbindungsstandard sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit/Sekunde möglich. In unserem Berichtsgebiet ist die Technik schon weit verbreitet. Aber es gibt noch Löcher. [Weiterlesen…]

Informationen zur KriminalprÀvention

BetrĂŒger erpressen Internetbekanntschaften

Mannheim/Rhein-Neckar, 29. Januar 2014. (red/pol) Die Betrugsform Romance-Scamming schĂ€digt Opfer nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Aktuelle FĂ€lle zeigen, dass TĂ€ter auch vor erpresserischem Menschenraub nicht zurĂŒckschrecken. Obwohl im Rhein-Neckar-Kreis keine FĂ€lle bekannt sind, informiert die Polizei ĂŒber KriminalprĂ€vention. [Weiterlesen…]

Schnelles Internet fĂŒr alle

fibernet_Vertragsunterzeichnung

Vertragsunterzeichnung fĂŒr das landesweite Modellprojekt fibernet.rnk (vorne v.l.n.r.): Nils Drescher (Projektleiter, Rhein-Neckar-Kreis), Landrat Stefan Dallinger, Rudi Feil (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Geo Data), Jennifer Reckow (Projektleiterin, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin processline). (hinten v.l.n.r.): Prof. Dr. JĂŒrgen Anders (HS Furtwangen), Volker Weinkötz (Vergabestelle, Rhein-Neckar-Kreis), Manuel Hommel und Werner Riek (beide Geodata GmbH), Ann-Katrin Schwöbel (processline), Kai-Markus Schenek (iuscomm), Detlef Brandt (processline). Foto: Landratsamt Rhein-Neckar

 

Rhein-Neckar, 05. August 2013. (red/pm) Welche Maßnahmen sind im Rhein-Neckar-Kreis notwendig, um die Haushalte und Unternehmen flĂ€chendeckend mit schnellem Internet zu versorgen? Wie soll ein möglicher Ausbau organisiert und finanziert werden? Am 31. Juli fiel im Landratsamt der Startschuss fĂŒr das landesweite Modellprojekt fibernet.rnk, das Antworten auf diese zentralen Fragen geben wird. [Weiterlesen…]

Alice und ihre Welt - Kolumne von Gesina StÀrz

Mein Smartphone und ich gehen einen Kaffee trinken

Ist ein Smartphone ein guter Ersatz fĂŒr einen

Rhein-Neckar, 04. Juni 2012. Ist ein Smartphone ein guter Ersatz fĂŒr einen „echten“ Begleiter? Geht der Trend zum Secondhand-Leben? DarĂŒber macht sich Gesina so ihre Gedanken.

Gerhard Polt wurde vor kurzem 70 Jahre alt. Er wird halt Ă€lter, wie er selbst sagt, was keineswegs mit dem Wort „alt“ und seiner Bedeutung zu verwechseln ist. Denn alt ist, wer nicht mehr aktiv am Leben teilnimmt, vorm Fernseher herumhĂ€ngt und das Leben aus zweiter Hand aus den Medien erfĂ€hrt.

Nach der Definition können auch junge Menschen als alt bezeichnet werden, so sagt es der am Schliersee lebende Kabarettist. Und nach seinen Beobachtungen gibt es darĂŒber hinaus einen Trend zum Secondhand-Leben.

Heute tauschen sich die Menschen sehr hĂ€ufig ĂŒber das aus, was sie vermittelt durch Medien erlebt haben: also im Fernsehen gesehen, im Internet entdeckt oder in den Zeitungen gelesen. Ja, so ist das. Und das ist noch nicht alles.

Real oder virtuell?

Wir Menschen sind uns dank der Medien so nah und dabei gleichzeitig so fern, dass man meinen könnte, ein und derselbe Mensch wandere zwischen Parallelwelten hin und her, und nur gelegentlich befinden wir uns in der Welt, die wir real nennen, in der es GerĂŒche gibt, etwas zu essen und das natĂŒrliche BedĂŒrfnisse, das Gegessene in verarbeiteter Form wieder loszuwerden.

Ach ja, das Atmen nicht zu vergessen, und das Trinken. Einen Cappuccino zum Beispiel oder einen Latte Macchiato. Das geht nur real, nicht virtuell, aber natĂŒrlich mit virtueller Begleitung. WĂ€hrend ich dies schreibe, sitze ich in einem CafĂ© in Mannheim und mir gegenĂŒber an einem Tisch eine junge Frau, vielleicht Anfang 20, die Konturen um die Augen schwarz nachgezogen, die Haut blass, der Blick gelangweilt, vor einer Jumbotasse Milchkaffee.

Es ist ĂŒbrigens ein CafĂ© mit einem wunderbaren Blick auf den Rhein. Sitzt man in erster Reihe, dann ist man dem Wasser so nah, dass man das GefĂŒhl hat, man gleite knapp ĂŒber der WasseroberflĂ€che dahin.

Begleiter, die nicht da sind – eigentlich

ZurĂŒck zur jungen Frau. Sie sitzt zwar allein am Tisch, aber sie ist dennoch nicht allein. Neben der Jumbotasse Milchkaffee liegt ihr virtueller Begleiter, ein Smartphone. Gelegentlich gibt ihr virtueller Begleiter Töne von sich, dann liest sie von seinem Display etwas ab, lĂ€chelt, tippt auf ihm herum und nimmt einen Schluck Kaffee.

Manchmal spricht sie in ihren virtuellen Begleiter hinein, gibt ihre Position durch, fragt nach seiner Position, erklĂ€rt, dass sie nichts macht und auch noch nicht weiß, was sie spĂ€ter machen wird. Dann legt sie auf und surft offensichtlich via Smartphone im Internet. Vielleicht brauchte sie neue Erlebnisse, neue Informationen, neue Nachrichten aus der virtuellen Welt, um etwas zum ErzĂ€hlen zu haben.

Vielleicht waren es KaffeehausgÀste wie diese junge Frau und ihre virtuellen Begleiter, die Gerhard Polt beobachtete und die ihn zu seiner Secondhand-Erlebnisweltthese brachten.

GehirnkapazitÀt outsourcen

Aber nicht nur Kabarettisten machen sich Gedanken ĂŒber die Auswirkungen der medialen Welt auf unser Leben, auch Philosophen. David Chalmers, einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit, kauft sich nicht einfach nur ein iPhone, er denkt auch ĂŒber ein solches nach.

Ebenso Andy Clark, auch Philosoph. Ihre Thesen lauten: Wir erweitern unseren Geist, das Mentale ist ĂŒberall in der Welt. In Google zum Beispiel und in anderen Suchmaschinen zu denen wir via Hardware Zugang haben. Unsere Gehirne outsourcen sozusagen GedĂ€chtnisfunktionen und haben dann freie KapazitĂ€ten fĂŒr andere Leistungen.

Offensichtlich ist uns das noch gar nicht bewusst. Wir stecken in den Kinderschuhen großer Entwicklungen. Wir haben die Möglichkeit, kognitive Leistungen zu outsourcen. Damit erschließen sich freie GeisteskapazitĂ€ten. Ist das nicht so, als wĂŒrden sich uns völlig neue Ressourcen erschließen, wie einst zu Beginn der Industrialisierung die Rohstoffvorkommen unserer Erde?

Jetzt haben wir Unmengen von freien DenkkapazitĂ€ten zur VerfĂŒgung. Nur, wozu nutzen wir diese? Sollten nicht schon unsere Kinder in KindergĂ€rten und Schulen darauf vorbereitet werden?

Die junge Frau mir gegenĂŒber schließt Kopfhörer an ihr Smartphone an und stöpselt sie ins Ohr. Sie hört vermutlich Musik. Ich studiere ihren Gesichtsausdruck in der Hoffnung, herauszufinden, was sie hört. Sie ist blass und schaut ein wenig gelangweilt – alles unverĂ€ndert. Vielleicht sollte ich sie anrufen oder ihr eine SMS schicken?

Der glÀserne User

Gastbeitrag: PrivatsphÀre im Internet

Rhein-Neckar, 21. Januar 2012. (red) Freuen Sie sich ĂŒber Werbeanzeigen im Internet, die genau auf Sie zugeschnitten sind? Das Ihnen exakt Ihre Lieblingsschuhmarke oder das seit Wochen gesuchte Technikprodukt offeriert wird? Ja? Haben Sie sich jemals gefragt, wie das möglich sein kann?

Von Martin Heilmann

Das Internet ist nicht intelligent. Es kann nicht wissen, welche Produkte Sie prĂ€ferieren. Es gibt aber Programme im Internet, die eines können: Daten ĂŒber Sie sammeln und diese speichern.

Persönliche Daten sind lukrative Informationen fĂŒr die Werbewirtschaft. Je detaillierter die Angaben, desto besser. Umso zielgerichteter kann der Werbende Sie persönlich “ansprechen”.

Grundinfos sind Namens-, Adressen- und Altersangaben sowie die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse, die zum Beispiel bei kostenlosen Gewinnspielen angegeben werden. Je hĂ€ufiger Sie bei Gewinnspielen mitmachen, desto voller dĂŒrfte das Spamfach des E-Mail-Kontos sein. Das kennt man auch von Payback-Karten und Treueaktionen bei SupermĂ€rkten, Einkaufszentren und Tankstellen. Dann ist es eben der Briefkasten, der mit Reklameschreiben “zugemĂŒllt” wird.

Neben den „aktiv“ preisgegebenen Informationen hinterlĂ€sst ein Internetnutzer beim „Surfen“ „passiv“ Daten. Kleine Programme – sogenannte Cookies – beobachten und scannen Internetuser. Cookies können sich unter anderem Suchbegriffe und das Nutzerverhalten („tracking“) „merken“.

Cookies von Dritten löschen – Einfache Datenschutzeinstellungen

Um dem „Tracking“ und „Cookies“ das Leben zu erschweren, gibt es Internetbrowser-Einstellungen, die fĂŒr etwas mehr AnonymitĂ€t im Internet sorgen können.

Datenschutz beim Internetbrowser Firefox. U.a. Cookies können gelöscht werden.

Bei Firefox gelangt man ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Einstellungen und dann in der Kategorie Datenschutz in den betreffenden Bereich (siehe Bild). Beim Internetexplorer ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Interneteinstellungen in der Kategorie Allgemein.

Selbst wann und wie lange man sich auf Internetseiten aufhĂ€lt, kann nahezu problemlos ĂŒber diese Programme festgestellt werden. Sich der stĂ€ndigen Datensammlung im Internet zu entziehen, scheint fast unmöglich. Über die IP-Adresse, die jeder Nutzer beim „Surfen“ als eigene spezifische Internetadresse bzw. Kennung mitschickt, kann das Nutzerverhalten verfeinert und personifiziert werden. Internetseitenbetreiber können dies nutzen und haben es nach kurzer Zeit nicht mehr allzu schwer, Ihnen passende Angebote anzupreisen. (Ähnlich verhĂ€lt es sich ĂŒbrigens auch bei oben beschriebenen Kundenkarten von SupermĂ€rkten usw..)

Gibt es im Internet ĂŒberhaupt eine PrivatsphĂ€re?

Immer mehr Unternehmen tummeln sich im Internet und machen Nutzer zu glÀsernen Kunden. Nutzer, die im Internet unterwegs sind, glauben sich dort frei und völlig anonym bewegen zu können. Die wohl bekanntesten Datensammler im Internet sind Unternehmen wie Facebook und Google.

Stellt der „unbemerkte“ Lauschangriff im Internet fĂŒr uns eine Gefahr dar? Es hat doch etwas fĂŒr sich, dass man zum Beispiel bei Onlineshops nicht mehr selbst nach Lieblingsprodukten suchen muss, sondern diese einen förmlich “anspringen”.

Es ist aber durchaus bedenklich, dass es kaum möglich ist, nachzuvollziehen, wer alles und in welchem Umfang Informationen abgespeichert und darĂŒber hinaus – ĂŒber die Allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen mit unserem EinverstĂ€ndnis – an Dritte weitergegeben hat.

Andererseits muss hinterfragt werden, ob man im „echten“ Leben allen und jedem preisgibt, wie unter anderem der aktuelle Beziehungsstatus ist, mit wem man wann und wohin Feiern/Essen gegangen ist, oder wer der aktuelle Arbeitgeber ist und wie die frĂŒheren hießen?

Zuhauf werden freiwillig derartige Informationen in sozialen Netzwerken preisgegeben. Wenn dazu noch der richtige Wohnsitz samt Anschrift und Altersangabe kund getan werden, dĂŒrfte der „Informations-Cocktail“ der Werbeindustrie mehrere Dutzend Euros wert sein.

Aus einem anonymen Internetnutzer kann schnell ein Mann aus Edingen-Neckarhausen werden, ĂŒber den Facebook weiß, dass er 45 Jahre alt ist, verheiratet ist, zwei Kinder hat, zwei Katzen sein Eigen nennt, und und und.

Datensammler mĂŒssen nicht „alles“ ĂŒber Sie wissen. Liefern Sie Ihnen persönliche Daten zumindest nicht „frei Haus“. Inwieweit von einer Gefahr fĂŒr den Internetnutzer gesprochen werden kann, lĂ€sst sich abschließend nicht klĂ€ren. In jedem Fall sind bis heute viele datenschutzrechtlichen Fragen nicht geklĂ€rt.

Hinweis der Redaktion:

Dieser Artikel ist von unserem Partner Tegernseer Stimme ĂŒbernommen, die wie unsere Redaktion auch Mitglied beim lokaljournalistischen Netzwerk istlokal.de ist.