Dienstag, 21. Mai 2019

Bereich Neu-Edingen und Friedrichsfeld

Erneuerung der Br├╝cke

Edingen-Neckarhausen, 14. November 2013. (red/pm) Die im Zuge der A656 zwischen der Anschlussstelle Mannheim-Seckenheim und der Neckarh├Ąuser Stra├če (K4139 in Neu-Edingen) liegenden beiden Autobahnbr├╝cken sind aufgrund ihres Alters erneuerungsbed├╝rftig. Eine Instandsetzung ist nicht mehr wirtschaftlich. Daher sind Neubauten vorgesehen. Es handelt sich um die Unterf├╝hrung der Schwabenstra├če (K┬á9756) sowie die Unterf├╝hrung der DB-Strecke im Bereich des Bahnhofes Mannheim-Friedrichsfeld┬áNord. [Weiterlesen…]

Neue Eisenbahn├╝berf├╝hrung zwischen Mannheim-Friedrichsfeld und Edingen-Neckarhausen

Mehr als nur ein Stra├čenbauprojekt

img_6616

Die neue Eisenbahn├╝berf├╝hrung in Mannheim-Friedrichsfeld. Foto: Stadt Mannheim

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 12. August 2013. (red/pm) Zwischen dem Stadtteil Mannheim-Friedrichsfeld und der Gemeinde Edingen-Neckarhausen entsteht eine neue Eisenbahn- und Stra├čen├╝berf├╝hrung. Mannheims B├╝rgermeister Lothar Quast, Landrat Stefan Dallinger, Roland Marsch, B├╝rgermeister von Edingen-Neckarhausen und Ansgar Ibers von der DB Netz AG informierten beim symbolischen Br├╝ckenschluss ├╝ber die aktuell laufenden Arbeiten. [Weiterlesen…]

Mehr als nur ein Stra├čenbauprojekt

img_6616

Die neue Eisenbahn├╝berf├╝hrung in Mannheim-Friedrichsfeld. Foto: Stadt Mannheim

 

Mannheim/Edingen-Neckarhausen, 12. August 2013. (red/pm) Zwischen dem Stadtteil Mannheim-Friedrichsfeld und der Gemeinde Edingen-Neckarhausen entsteht eine neue Eisenbahn- und Stra├čen├╝berf├╝hrung. Mannheims B├╝rgermeister Lothar Quast, Landrat Stefan Dallinger, Roland Marsch, B├╝rgermeister von Edingen-Neckarhausen und Ansgar Ibers von der DB Netz AG informierten beim symbolischen Br├╝ckenschluss ├╝ber die aktuell laufenden Arbeiten. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf

Folgenschweres Wendeman├Âver

Mannheim/Edingen-Neckarhausen, Rhein-Neckar, 09. August 2013. (red/pol) Vergangenen Dienstagmorgen ereignete sich auf der L597 ein Verkehrsunfall mit anschlie├čender Fahrerflucht. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise geben k├Ânnen. [Weiterlesen…]

Keine Lust mehr, weiter zu gehen:

Lauffaule Fahrraddiebe

Edingen-Neckarhausen, 06. August 2013. (red/pol) In der Nacht zum Freitag stahlen Jugendliche mehrerer Fahrr├Ąder im Bereich eines Fahrradabstellplatzes in Edingen. [Weiterlesen…]

Zwei Totalsch├Ąden und zwei Verletzte nach Zusammensto├č

Pkw ├╝bersehen

Edingen-Neckarhausen, 27. Juli 2013. (red/pol) Bei einem Verkehrsunfall am sp├Ąten Mittwochabend an der Kreuzung Speyerer Stra├če/Mannheimer Stra├če verletzten sich zwei Personen leicht, als es zu einem Zusammensto├č ihrer Pkws kam. Die Kollision f├╝hrte bei beiden Autos zu einemTotalschaden. [Weiterlesen…]

Generation 60+ im Stra├čenverkehr: Medikamente und k├Ârperliche Defizite h├Ąufig Unfallursache

Senioren sind nicht automatisch ein Verkehrsrisiko

unfall_a5_16_01_2012-869

Archivbild

 

Rhein-Neckar, 30. April 2013. (red/ae/aw) Wer F├╝hrerschein und Auto besitzt, ist mobil, unabh├Ąngig – und diese Unabh├Ąngigkeit wird ungern wieder aufgegeben. Denn Mobilit├Ąt bedeutet Lebensqualit├Ąt. Dies gilt auch f├╝r Seniorinnen und Senioren. Doch ab wann ist man zu alt zum Autofahren und sollte die Autoschl├╝ssel lieber liegen lassen? Erst gestern verursachte ein 82-j├Ąhriger Falschfahrer auf der A81 einen Unfall. Er und ein 40 Jahre alter Mann kamen dabei ums Leben. Statistiken zeigen: Es gibt mehr ├Ąltere Teilnehmer im Stra├čenverkehr, doch ein erh├Âhtes Risiko f├╝r Unf├Ąlle gibt es deshalb nicht unbedingt. [Weiterlesen…]

Eine Studie gibt Einblick, welche B├╝rger protestieren und Beteiligung verlangen

Zeit, Wissen und eine gut gef├╝llte Kriegskasse

Die B├╝rgerinitiative zum Erhalt der Breitwiesen bei der ├ťbergabe von mehr als 5.000 ├ťberschriften. Der Lohn: Der B├╝rgerentscheid am 22. September 2013. Ganz links: OB Bernhard, Mitte: Fritz Pfrang.

 

Weinheim/Heddesheim/Ilvesheim/Ladenburg/Rhein-Neckar, 07. M├Ąrz 2013. (red/zef/tegernseerstimme.de) Egal, ob die aktuellen Debatte um den Neubau der Neckarbr├╝cke an der L597 oder die Proteste gegen den Bau eines Logistiklagers der Firma Pfenning in Heddesheim oder die Auseinandersetzung um die Weinheimer Breitwiesen. Schaut man sich die Ver├Ąnderungen der letzten Jahre in der Lokalpolitik an, wird eines offensichtlich: Es gibt vermehrt Protest. Die spannende Frage, die sich dahinter verbirgt: Wer sind die B├╝rger, die protestieren und was bezwecken sie? [Weiterlesen…]

Geprothmannt

Stuttgart21: Falsche Zitate? Falsche Berichte? Falsches Spiel!

Initiativen und B├╝rgermeister aus Ilvesheim, Seckenheim und Edingen-Neckarhausen ├╝berreichten Ende Oktober im Beisein von Abgeordneten ihre Unterschriftenlisten an Verkehrsminister Hermann. Foto: privat

 

Rhein-Neckar, 12. November 2012. (red/pro) Stuttgart21 l├Ąsst das Land nicht zur Ruhe kommen und bleibt Konfliktthema Nummer 1. Aktuell haben sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel (Wahlkreis Ludwigsburg) sowie seine Stellvertreterin Rosa Gr├╝nstein (Wahlkreis Schwetzingen) f├╝r eine weitere Kosten├╝bernahme f├╝r den Bahnhofsbau am Flughafen Stuttgart ausgesprochen – der soll 224 Millionen Euro teurer werden. Notfalls w├╝rde die SPD mit der Opposition daf├╝r stimmen, berichteten die Stuttgarter Nachrichten. Nach unseren Informationen f├╝hlen sich die SPD-Politiker falsch zitiert.

Von Hardy Prothmann

Die Stuttgarter Nachrichten haben am Wochenende f├╝r eine Sensation gesorgt. Angeblich ├╝berlege die SPD, einen neuen Finanztopf aufzumachen, um weitere 224 Millionen Euro zu finanzieren, die der Bau des Bahnhofs am Flughafen nach neuen Pl├Ąnen (Filderdialog) teurer werden w├╝rde. Und notfalls w├╝rde man zusammen mit CDU und FDP daf├╝r stimmen, wird Frau Gr├╝nstein zitiert:

Bei den teuren ├änderungen am Flughafen k├Ânne es ÔÇ×eine Mehrheit ohne die Gr├╝nen gebenÔÇť. CDU und FDP haben ihre Arme f├╝r die Sozialdemokraten bereits ausgebreitet.

Und auch der 2009 durch den Stuttgarter Gemeinderat getroffene Beschluss, weitere Kosten├╝bernahmen nur durch einen B├╝rgerentscheid genehmigen zu lassen, sei durch einen neuen Beschluss zu kippen. Zuvor berichtete die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung am 08. November zum Thema und zitiert Herrn Schmiedel:

Es handelt sich um eine qualitative Abweichung von den bisherigen Pl├Ąnen, das hat mit Risiko nichts zu tun. Der bessere Filderbahnhof ist das Ergebnis eines ma├čgeblich von den Gr├╝nen betriebenen B├╝rgerdialogs. Die Gr├╝nen m├╝ssen nun entscheiden, ob der nur eine Fata Morgana war.

Z├╝ndstoff

Das Thema hat f├╝r ordentlich Z├╝ndstoff am Wochenende gesorgt und heute Nachmittag wurde zur├╝ckgerudert. Angeblich sei Frau Gr├╝nstein vom Journalisten Konstantin Schwarz in eine „Falle gelockt“ worden, wurde uns zugetragen. Angeblich gebe es ├╝berhaupt keine Absichten seitens der SPD vom verbindlich im Koalitionsvertrag vereinbarten Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro abzuweichen.

Was nun? Hat die Zeitung Frau Schwarz falsch zitiert oder wollte die SPD einfach nur mal ein bischen die Muskeln spielen lassen und den Koalitionspartner ├Ąrgern? Beides ist vorstellbar, letzteres vor allem, weil jeder Kenner der politischen Szene wei├č, dass die SPD ihren Wahlverlust und die „Juniorpartnerschaft“ noch l├Ąngst nicht verkraftet hat.

Frage der Ehre

Was fehlt, ist eine ├äu├čerung vom stellvertretenden Ministerpr├Ąsidenten und Minister f├╝r Finanzen und Wirtschaft, Nils Schmid. Auch ein Schweigen kann beredsam sein. Ist es vorstellbar, dass die Fraktionsvorsitzenden ohne sein Wissen diesen Vorsto├č gemacht haben? Auch das w├╝rde B├Ąnde ├╝ber den Zustand der SPD sprechen.

Die Koalitionspartner werden gut daran tun den Ball flach zu halten. Aber dann sind da noch die Stuttgarter Nachrichten und der Journalist Konstantin Schwarz. Wenn die Zeitung nicht mehr nachlegt, muss man davon ausgehen, dass sie wieder mal falsch berichtet hat und weiter im Sinne konservativer Kreise das Feuer sch├╝rt, um die Koalition zu besch├Ądigen und die „Finanzierungsw├╝nsche“ gewisser Lobbygruppen zu st├╝tzen. F├╝r die Zeitung w├Ąre das ein journalistisches Armutszeugnis.

Wenn die Zeitung aber nachlegen und belegen kann, dass die SPD den Sondertopf und eventuell auch eine Abstimmung mit der Opposition plant, dann w├╝rde alles daraufhin deuten, dass diese Koalition instabiler ist als ein kollabierendes Kernkraftwerk.

Interessenfragen

Die Frage ist, wer daran Interesse haben k├Ânnte. Selbstverst├Ąndlich die Oppositionsparteien, die medial immer noch sehr gut vernetzt sind und hier ihre Botschaften unterbringen k├Ânnen und seien sie auch noch so dumm und utopisch.

Die SPD, weil sie eigentlich nicht der kleine Partner der Gr├╝nen sein will, sondern wenn schon Junior, dann doch lieber mit der CDU.

Wer auch immer welche Ziele verfolgt, hat die Gr├╝nen im Visier.

Wer ├╝berhaupt kein Interesse daran haben kann, sind die B├╝rgerinnen und B├╝rger. Denn die wissen langsam nicht mehr, auf wen man sich noch verlassen kann. Die alte CDU/FDP-Regierung hat dem Land einen desolaten Haushalt hinterlassen. Zeitungen wie die Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung haben sich zu willigen Unterst├╝tzern von Lobbyisten machen lassen und eine kritische Berichterstattung zu Stuttgart21 nicht nur nicht „├╝bersehen“, sondern gezielt nicht gemacht – denn sie sind Teil des alten korrupten Systems. (Lesetipp! stern: „Fahrt auf schw├Ąbischem Filz„)

Zerst├Ârte Hoffnungen

Ob die SPD-Fraktionsvorsitzenden nun falsch zitiert worden sind, ist eine wichtige Frage und die SPD-W├Ąhlerinnen und -W├Ąhler und vor allem alle B├╝rgerinnen und B├╝rger werden genau darauf achten, ob es ein offizielles Dementi gibt. Denn es ist eine Frage der Ehre, ob man sich bei derart wichtigen Projekten falsch zitieren l├Ąsst und nicht darauf reagiert.

Die SPD-Abgeordneten in unserem Berichtsgebiet haben sich f├╝r Verkehrsprojekte in der Region stark gemacht, ob f├╝r die Neckarbr├╝cke Ilvesheim/Edingen-Neckarhausen oder die Ortsumgehung Heddesheim oder, oder, oder. Wenn die Landes-SPD nun nochmals 224 Millionen Euro f├╝r Stuttgart21 nachschie├čen wollten, hie├če das, dass alle Hoffnung f├╝r auch nur eines der Projekte hier und sonstwo im Land zerst├Ârt w├Ąre.

Was also ist falsch? Das Zitat, die Berichterstattung oder das Spiel?

Schuldzuweisungen statt gemeinsame L├Âsungsans├Ątze beherrschen Podiumsdiskussion

Diskussion um die Neckarbr├╝cke / L597

Verh├Ąrtete Fronten: B├╝rger wollen die Br├╝cke, die Landesregierung kann sie nicht bezahlen.

Seckenheim/Ilvesheim/Rhein-Neckar, 30. September 2012 (red/ld) Schuldzuweisungen statt gemeinsame L├Âsungsans├Ątze beherrschten am Donnerstag die Podiumsdiskussion ├╝ber den Neubau der Neckarbr├╝cke / L597 zwischen Edingen-Neckarhausen und Ladenburg zwischen Vertretern der Landespolitik und den Seckenheimer B├╝rgern. Einigkeit herrschte nur ├╝ber die Unzumutbarkeit der Verkehrs- und Luftbelastung auf der Seckenheimer Hauptstra├če.

(Alle Artikel zum Thema)

In Seckenheim dr├Ąngt die Zeit und dr├╝ckt die Luft: Am liebsten w├Ąre es den Seckenheimern und Ilvesheimern, die neue Neckarbr├╝cke w├╝rde schon 2016 gebaut. Doch die bereits planfestgestellte Br├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen taucht in der Priorit├Ątenliste der Landesregierung nicht auf. Gemeinsam k├Ąmpfen die beiden Gemeinden Ilvesheim und Seckenheim daf├╝r, dass die Planfeststellung nicht verf├Ąllt.

Diese Verkehrsverh├Ąltnisse k├Ânnen der Bev├Âlkerung nicht zugemutet werden,

schrieb Oberb├╝rgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) in einem Brief an Ralph Waibel, Bezirksbeirat der SPD in Seckenheim. Er setze sich pers├Ânlich f├╝r den Neubau der Br├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen ein. Die Verkehrsbelastung in Seckenheim habe seine Grenzen erreicht, zitiert Waibel weiter aus seinem Briefwechsel mit Herrn Kurz. Weiter bezeichnete Kurz den Neubau als:

(…) eine elementare Ma├čnahme und in ihrer Ausf├╝hrung weit fortgeschritten.

Versch├Ąrfte Probleme – verh├Ąrtete Fronten

Diese Deutlichkeit h├Ątte sich Konrad Schlichter (CDU)┬á gerne fr├╝her vom Stadtoberhaupt gew├╝nscht:

Die Priorit├Ąt der Br├╝cke ist durch die Diskussionen im Laufe der Zeit immer weiter zur├╝ckgefallen.

Die Brisanz des Problems habe sich dagegen versch├Ąrft, hat der Ilvesheimer B├╝rgermeister Andreas Metz herausgefunden. So sei die Prognose f├╝r den Transitverkehr von Seckenheim nach Ladenburg ├╝ber Ilvesheim von damals 19.400 Fahrzeugen am Tag mit 20.o00 Fahrzeugen bereits jetzt ├╝berschritten.

Das ist eine unzumutbare Belastung f├╝r die Anwohner,

fasst Herr Metz das eigentliche Problem zusammen.

Einzige L├Âsung vs. Finanzloch

Der Br├╝ckenneubau scheint aus Sicht der Betroffenen die einzige L├Âsung des Problems zu sein, die L├Ąrm und Luftbelastung der beiden Gemeinden zu senken. Die gr├╝n-rote Landesregierung, vertreten durch den Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder, verkehrspolitischer Sprecher der Gr├╝nen Landtagsfraktion sieht sich zudem einem schwierigen Erbe gegen├╝ber:

Wir haben ein Finanzloch vorgefunden.

├ťber 730 Stra├čenbauprojekte habe die schwarz-gelbe Vorg├Ąngerregierung ├╝ber die Jahre geplant, planfestgestellt und versprochen, ohne sich Gedanken um die Finanzierung zu machen. 600 Millionen Euro stehen der Landesregierung f├╝r Stra├čen- und Verkehrsprojekte zur Verf├╝gung. Davon sollen nicht nur die versprochenen Projekte finanziert werden:

Wir mussten bereits begonnene Projekte fortf├╝hren, die von der alten Regierung nicht durchfinanziert wurden,

erkl├Ąrte Raufelder. Bis 2016 k├Ânnten daher nur die zehn Projekte verwirklicht werden, die auf dem Priorisierungs- und Ma├čnahmenplan der Landesregierung von der Universit├Ąt Stuttgart ausgearbeitet worden sind. Bis dahin m├╝sse man versuchen, dem Problem mit verkehrsleitenden Ma├čnahmen Herr zu werden.

Plan noch nicht endg├╝ltig?

Helen Heberer, Landtagsabgeordnete von der SPD, best├Ątigt das gro├če Volumen der ├╝bernommenen Stra├čenbauprojekte:

Um umzusetzen, was schon alles zugesagt worden ist, brauchen wir acht bis zehn Jahre. Trotzdem k├Ąmpfen wir f├╝r unseren Standort.

Die Umweltbelastung steigere sich von Jahr zu Jahr. Trotz der Priorisierung anderer Projekte sieht Heberer aber noch Hoffnung f├╝r die Br├╝cke. Die k├Ąme von einer Unterredung mit┬áVerkehrsminister Winfried Hermann einen Tag zuvor:

Dieser Plan ist nicht endg├╝ltig, sagte er mir. Ich sehe da also noch Chancen.

Die Priorisierungsliste f├╝hrt dagegen bei Birgit Sandner-Schmitt (FDP) zu Unverst├Ąndnis: So so seien darin Projekte aufgef├╝hrt, die noch gar nicht planfestgestellt sind, in Seckenheim und Ilvesheim w├╝rde aber die Luftqualit├Ąt zunehmend schlechter. Dazu seien die Staus auf der Seckenheimer Hauptstra├če nicht hinnehmbar:

Wir sind die Stadt, in der das Automobil erfunden wurde. Stockenden Verkehr finde ich da unm├Âglich.

Einigkeit herrscht zur Unzumutbarkeit der Belastungen

Insgesamt sind sich die Parteien einig: Die Umwelt-, Luft- und L├Ąrmbelastung auf der Durchfahrt zwischen Ilvesheim und Seckenheim sind nicht zumutbar. Uneinigkeit herrscht bei den L├Âsungen. Der Br├╝ckenneubau scheint alternativlos, aber in den n├Ąchsten Jahren nicht durchf├╝hrbar. Die Alternativangebote der Landesregierung, durch intelligente Verkehrsleitung, ein LKW-Verbot in Seckenheim oder auf dem Weg zur jeweils anderen Gemeinde auf das Auto zu verzichten, werden nicht wahrgenommen.

Stattdessen konzentrieren sich die Diskutanten auf Schuldzuweisungen, warum es die Br├╝cke immer noch nicht gibt:

Ihre ├äu├čerung bei der Regionalversammlung, Herr Raufelder, f├╝hrt zu Irritationen.

findet Konrad Schlichter. In der Verbandsversammlung habe Raufelder gegen die Br├╝cke gestimmt und das Vorhaben so aufgehalten, klagt Sandner-Schmitt. Andreas Metz ├Ąu├čerte den Wunsch nach mehr Einigkeit der Stadt Mannheim, wenn es ├╝ber ihre Stadtgrenze hinaus ginge.

Raufelder will keine alten Schuhe anziehen

Raufelder weist die Vorw├╝rfe von sich:

Den Schuh werde ich mir nicht anziehen, dass wir jetzt die Projekte noch nicht verwirklicht haben, die die Regierung vorher 40 Jahre lang nicht verwirklich hat.

Man m├╝sse, mahnte er, auch mit Edingen-Neckarhausen sprechen. Dort wohnen Menschen, die zur Not gegen das Projekt klagen wollen, wegen Wertverlusts ihrer Immobilien und wegen der bef├╝rchteten L├Ąrm- und Umweltbelastung f├╝r die Gemeinde. Man m├╝sse auch Edingen-Neckarhausen mit ins Boot holen, fand auch Heberer und Metz pflichtete bei, dass nicht alle Menschen dort gegen die Br├╝cke seien, und dass den Bedenken der Bewohner Rechnung getragen werden solle.

Wertverlust und bleibender Ärger

B├╝rger bleiben ratlos, wie es weiter geht:

Wir haben eine Stunde lang nur in der Vergangenheit ger├╝hrt.

wundert sich Hans-Peter Alter (SPD) aus dem Publikum. Ihn interessiere, was die Teilnehmer der Runde denn noch tun k├Ânnten, um die Situation zu verbessern. Die L597 sei ohne die Br├╝cke nie so gebaut worden, wie sie heute ist, wirft ein anderer Zuh├Ârer ein. Die Bedenken der Neckarhausener emp├Ârten eine B├╝rgerin:

Das ist grotesk! Die Hauptstra├če ist nicht mehr zumutbar, unsere H├Ąuser sind wertlos und unsere Nerven auch.

Das Problem werde auch dadurch versch├Ąrft, dass Lkw und Autos auf dem Weg nach Heidelberg ├╝ber die Haupstra├če statt ├╝ber die Umgehungsstra├če fahren. Die, so habe sie beobachtet, werde kaum genutzt.

Einig sind sich die Parteien nur bei dem Problem, nicht aber bei dessen L├Âsung: So beharren Schlichter, Weiss, Metz und Sandner-Schmitt auf der Br├╝cke. Raufelder bietet mit Fahrverboten f├╝r Lkw und Geschwindigkeitsbegrenzungen einen Weg an, den Verkehr aus dem Stadtbereich zu nehmen. Eine Ma├čnahme, die seiner Ansicht nach schon vor 2016 Linderung bringen k├Ânnte.

 

Schuldzuweisungen statt gemeinsame L├Âsungsans├Ątze beherrschen Podiumsdiskussion

Diskussion um die Neckarbr├╝cke / L597

Verh├Ąrtete Fronten: B├╝rger wollen die Br├╝cke, die Landesregierung kann sie nicht bezahlen.

Seckenheim/Ilvesheim/Rhein-Neckar, 30. September 2012 (red/ld) Schuldzuweisungen statt gemeinsame L├Âsungsans├Ątze beherrschten am Donnerstag die Podiumsdiskussion ├╝ber den Neubau der Neckarbr├╝cke / L597 zwischen Edingen-Neckarhausen und Ladenburg zwischen Vertretern der Landespolitik und den Seckenheimer B├╝rgern. Einigkeit herrschte nur ├╝ber die Unzumutbarkeit der Verkehrs- und Luftbelastung auf der Seckenheimer Hauptstra├če.

In Seckenheim dr├Ąngt die Zeit und dr├╝ckt die Luft: Am liebsten w├Ąre es den Seckenheimern und Ilvesheimern, die neue Neckarbr├╝cke w├╝rde schon 2016 gebaut. Doch die bereits planfestgestellte Br├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen taucht in der Priorit├Ątenliste der Landesregierung nicht auf. Gemeinsam k├Ąmpfen die beiden Gemeinden Ilvesheim und Seckenheim daf├╝r, dass die Planfeststellung nicht verf├Ąllt.

Diese Verkehrsverh├Ąltnisse k├Ânnen der Bev├Âlkerung nicht zugemutet werden,

schrieb Oberb├╝rgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) in einem Brief an Ralph Waibel, Bezirksbeirat der SPD in Seckenheim. Er setze sich pers├Ânlich f├╝r den Neubau der Br├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen ein. Die Verkehrsbelastung in Seckenheim habe seine Grenzen erreicht, zitiert Waibel weiter aus seinem Briefwechsel mit Herrn Kurz. Weiter bezeichnete Kurz den Neubau als:

(…) eine elementare Ma├čnahme und in ihrer Ausf├╝hrung weit fortgeschritten.

Versch├Ąrfte Probleme – verh├Ąrtete Fronten

Diese Deutlichkeit h├Ątte sich Konrad Schlichter (CDU)┬á gerne fr├╝her vom Stadtoberhaupt gew├╝nscht:

Die Priorit├Ąt der Br├╝cke ist durch die Diskussionen im Laufe der Zeit immer weiter zur├╝ckgefallen.

Die Brisanz des Problems habe sich dagegen versch├Ąrft, hat der Ilvesheimer B├╝rgermeister Andreas Metz herausgefunden. So sei die Prognose f├╝r den Transitverkehr von Seckenheim nach Ladenburg ├╝ber Ilvesheim von damals 19.400 Fahrzeugen am Tag mit 20.o00 Fahrzeugen bereits jetzt ├╝berschritten.

Das ist eine unzumutbare Belastung f├╝r die Anwohner,

fasst Herr Metz das eigentliche Problem zusammen.

Einzige L├Âsung vs. Finanzloch

Der Br├╝ckenneubau scheint aus Sicht der Betroffenen die einzige L├Âsung des Problems zu sein, die L├Ąrm und Luftbelastung der beiden Gemeinden zu senken. Die gr├╝n-rote Landesregierung, vertreten durch den Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder, verkehrspolitischer Sprecher der Gr├╝nen Landtagsfraktion sieht sich zudem einem schwierigen Erbe gegen├╝ber:

Wir haben ein Finanzloch vorgefunden.

├ťber 730 Stra├čenbauprojekte habe die schwarz-gelbe Vorg├Ąngerregierung ├╝ber die Jahre geplant, planfestgestellt und versprochen, ohne sich Gedanken um die Finanzierung zu machen. 600 Millionen Euro stehen der Landesregierung f├╝r Stra├čen- und Verkehrsprojekte zur Verf├╝gung. Davon sollen nicht nur die versprochenen Projekte finanziert werden:

Wir mussten bereits begonnene Projekte fortf├╝hren, die von der alten Regierung nicht durchfinanziert wurden,

erkl├Ąrte Raufelder. Bis 2016 k├Ânnten daher nur die zehn Projekte verwirklicht werden, die auf dem Priorisierungs- und Ma├čnahmenplan der Landesregierung von der Universit├Ąt Stuttgart ausgearbeitet worden sind. Bis dahin m├╝sse man versuchen, dem Problem mit verkehrsleitenden Ma├čnahmen Herr zu werden.

Plan noch nicht endg├╝ltig?

Helen Heberer, Landtagsabgeordnete von der SPD, best├Ątigt das gro├če Volumen der ├╝bernommenen Stra├čenbauprojekte:

Um umzusetzen, was schon alles zugesagt worden ist, brauchen wir acht bis zehn Jahre. Trotzdem k├Ąmpfen wir f├╝r unseren Standort.

Die Umweltbelastung steigere sich von Jahr zu Jahr. Trotz der Priorisierung anderer Projekte sieht Heberer aber noch Hoffnung f├╝r die Br├╝cke. Die k├Ąme von einer Unterredung mit┬áVerkehrsminister Winfried Hermann einen Tag zuvor:

Dieser Plan ist nicht endg├╝ltig, sagte er mir. Ich sehe da also noch Chancen.

Die Priorisierungsliste f├╝hrt dagegen bei Birgit Sandner-Schmitt (FDP) zu Unverst├Ąndnis: So so seien darin Projekte aufgef├╝hrt, die noch gar nicht planfestgestellt sind, in Seckenheim und Ilvesheim w├╝rde aber die Luftqualit├Ąt zunehmend schlechter. Dazu seien die Staus auf der Seckenheimer Hauptstra├če nicht hinnehmbar:

Wir sind die Stadt, in der das Automobil erfunden wurde. Stockenden Verkehr finde ich da unm├Âglich.

Einigkeit herrscht zur Unzumutbarkeit der Belastungen

Insgesamt sind sich die Parteien einig: Die Umwelt-, Luft- und L├Ąrmbelastung auf der Durchfahrt zwischen Ilvesheim und Seckenheim sind nicht zumutbar. Uneinigkeit herrscht bei den L├Âsungen. Der Br├╝ckenneubau scheint alternativlos, aber in den n├Ąchsten Jahren nicht durchf├╝hrbar. Die Alternativangebote der Landesregierung, durch intelligente Verkehrsleitung, ein LKW-Verbot in Seckenheim oder auf dem Weg zur jeweils anderen Gemeinde auf das Auto zu verzichten, werden nicht wahrgenommen.

Stattdessen konzentrieren sich die Diskutanten auf Schuldzuweisungen, warum es die Br├╝cke immer noch nicht gibt:

Ihre ├äu├čerung bei der Regionalversammlung, Herr Raufelder, f├╝hrt zu Irritationen.

findet Konrad Schlichter. In der Verbandsversammlung habe Raufelder gegen die Br├╝cke gestimmt und das Vorhaben so aufgehalten, klagt Sandner-Schmitt. Andreas Metz ├Ąu├čerte den Wunsch nach mehr Einigkeit der Stadt Mannheim, wenn es ├╝ber ihre Stadtgrenze hinaus ginge.

Raufelder will keine alten Schuhe anziehen

Raufelder weist die Vorw├╝rfe von sich:

Den Schuh werde ich mir nicht anziehen, dass wir jetzt die Projekte noch nicht verwirklicht haben, die die Regierung vorher 40 Jahre lang nicht verwirklich hat.

Man m├╝sse, mahnte er, auch mit Edingen-Neckarhausen sprechen. Dort wohnen Menschen, die zur Not gegen das Projekt klagen wollen, wegen Wertverlusts ihrer Immobilien und wegen der bef├╝rchteten L├Ąrm- und Umweltbelastung f├╝r die Gemeinde. Man m├╝sse auch Edingen-Neckarhausen mit ins Boot holen, fand auch Heberer und Metz pflichtete bei, dass nicht alle Menschen dort gegen die Br├╝cke seien, und dass den Bedenken der Bewohner Rechnung getragen werden solle.

Wertverlust und bleibender Ärger

B├╝rger bleiben ratlos, wie es weiter geht:

Wir haben eine Stunde lang nur in der Vergangenheit ger├╝hrt.

wundert sich Hans-Peter Alter (SPD) aus dem Publikum. Ihn interessiere, was die Teilnehmer der Runde denn noch tun k├Ânnten, um die Situation zu verbessern. Die L597 sei ohne die Br├╝cke nie so gebaut worden, wie sie heute ist, wirft ein anderer Zuh├Ârer ein. Die Bedenken der Neckarhausener emp├Ârten eine B├╝rgerin:

Das ist grotesk! Die Hauptstra├če ist nicht mehr zumutbar, unsere H├Ąuser sind wertlos und unsere Nerven auch.

Das Problem werde auch dadurch versch├Ąrft, dass Lkw und Autos auf dem Weg nach Heidelberg ├╝ber die Haupstra├če statt ├╝ber die Umgehungsstra├če fahren. Die, so habe sie beobachtet, werde kaum genutzt.

Einig sind sich die Parteien nur bei dem Problem, nicht aber bei dessen L├Âsung: So beharren Schlichter, Weiss, Metz und Sandner-Schmitt auf der Br├╝cke. Raufelder bietet mit Fahrverboten f├╝r Lkw und Geschwindigkeitsbegrenzungen einen Weg an, den Verkehr aus dem Stadtbereich zu nehmen. Eine Ma├čnahme, die seiner Ansicht nach schon vor 2016 Linderung bringen k├Ânnte.

 

Staatssekret├Ąrin Dr. Gisela Splett macht sich ein Bild der Verkehrslage

Fotostrecke: Ortsbesichtigung

Edingen-Neckarhausen/Ilvesheim/Seckenheim, 28. September 2012. (red) Vor einer Woche hat die Staatssekret├Ąrin Dr. Gisela Splett die Neckargemeinden Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim sowie den Mannheimer Stadtteil Seckenheim besucht, um sich vor Ort ein Bild der Verkehrslage zu machen und mit Bewohnern und politischen Vertretern zu sprechen. Wir dokumentieren den Vor-Ort-Termin im Bild.

 

 

Dokumentation

Neckarbr├╝cke: Positionen, Realit├Ąten, Aussichten

Ilvesheim/Edingen-Neckarhausen/Seckenheim/Rhein-Neckar, 28. September 2012. (red) Vor einer Woche hat die Staatssekret├Ąrin Dr. Gisela Splett die beiden Neckargemeinden Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen sowie den Mannheimer Stadtteil Seckenheim besucht, um sich vor Ort ein Bild ├╝ber die Dringlichkeit einer seit Jahrzehnten geplanten Neckarbr├╝cke zwischen Neckarhausen und Ladenburg zu machen. Wir dokumentieren die Positionen, die im Ilvesheimer Rathaus von den verschiedenen Seiten vertreten wurden.
Staatssekret├Ąrin Dr. Gisela Splett stellt die Sicht des Verkehrsministeriums dar.

Wolfgang Raufelder, MdL und Gr├╝ner Stadtrat in Mannheim mit seiner Sicht auf Seckenheim

MdL Uli Sckerl ├╝ber das schwere Erbe der CDU-Vorg├Ąngerregierung und den Haushalt

Der Ilvesheimer B├╝rgermeister Andreas Metz fragt nach

Die Frage der Priorisierung

Spielr├Ąume, um die Verkehrsbelastung zu senken

Gemeinder├Ąte kommen zu Wort – Sckerl regt sich ├╝ber „politische Spielchen“ auf

150 B├╝rger aus Ilvesheim und Seckenheim demonstrieren f├╝r Neubau

Wird die L597-Neckarbr├╝cke noch gebaut?

Mannheim/Ilvesheim, 26. September 2012 (red/ld) Rund 150 B├╝rger aus Ilvesheim und Seckenheim demonstrierten gestern f├╝r die lang ersehnte Neckarbr├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen Neckarhausen, im Anschluss an die L597. Die neue Br├╝cke soll Entlastung bringen. Doch die Landesregierung hat kein Geld f├╝r das Projekt. Sp├Ątestens 2020 muss die Br├╝cke gebaut werden, sonst l├Ąuft die Planfeststellung aus.

Von Lydia Dartsch

Demonstranten treffen sich auf der  Neckarbr├╝cke zwischen Ilvesheim und Mannheim-Seckenheim.

Die Neckarbr├╝cke zwischen Ilvesheim und Seckenheim soll entlastet werden, fordern die B├╝rger.

 

Schon vom Ilvesheimer Neckarufer aus sind die Demonstranten f├╝r die Br├╝cke aus Seckenheim zu h├Âren: Mit Trillerpfeifen und Vuvuzelas treffen sie sich in der Br├╝ckenmitte mit der Ilvesheimer Fraktion. Dann geht es weiter Richtung Ilvesheim, ├╝ber die Br├╝ckenstra├če und die Schlossstra├če ans Rathaus.

Ilvesheim braucht die „Neue Neckarbr├╝cke / L597

gibt dort ein Banner an der Rathausfassade die Forderung der B├╝rger wieder. Gemeinderat Peter Riemensperger (Freie W├Ąhler) Ilvesheim ├Ąrgert sich:

Seit 60 Jahren wird uns die Br├╝cke versprochen. Bis heute ist sie nicht realisiert worden.

Es freut ihn, dass von den 200 angemeldeten Demonstranten so viele gekommen sind. Auch die Resonanz einer Unterschriftensammlung in Seckenheim und Ilvesheim st├Ąrkt ihm den R├╝cken.

1.500 Unterschriften habe allein ich gesammelt. Viele Listen liegen noch in den Gesch├Ąften aus,

Wie viele Unterschriften es am Ende sein werden, k├Ânne er daher noch nicht sagen.

Demonstranten f├╝r eine neue Neckarbr├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen

Die Demonstration war eher ein Aufstand der alten. ├ťberwiegend machten Teilnehmer weit jenseits der „50“ mit – die Autofahrergeneration.

 

Der Stadtverkehr soll entlastet werden, hoffen die aufgebrachten B├╝rger. Laut einer Z├Ąhlung der Stadt fahren 33.000 Fahrzeuge t├Ąglich allein ├╝ber die Ilvesheimer Br├╝cke. Im Planfeststellungsverfahren von 2008 war die Verkehrsbelastung im Jahr 2020 auf nur 26.000 Fahrzeuge gesch├Ątzt.┬áRiemensperger sagt emp├Ârt:

Wir haben die Marke also heute schon ├╝bertroffen.

Staus, L├Ąrm und Lkws, die durch Ilvesheim m├╝ssen, sind die Folgen. W├╝rde die Br├╝cke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen gebaut, soll das deutlich weniger werden.

Der Neckarbr├╝cke droht das Aus

23 Millionen Euro soll der Bau der Br├╝cke kosten. 380 Millionen Euro gro├č ist das Budget der Landesregierung f├╝r Stra├čenbauprojekte f├╝r die n├Ąchsten zehn Jahre. Das Verkehrsministerium in Stuttgart hatte deshalb einen Priorit├Ątenkatalog der Stra├čenbauprojekte erarbeitet, die mit dem Geld in den n├Ąchsten Jahren umgesetzt werden sollen. Die Neckarbr├╝cke ist dort allerdings nicht vertreten. Sie wurde auf die Warteliste gesetzt – wie alle Projekte, die mehr als 20 Millionen Euro kosten sollen.

Jetzt f├╝rchten die Ilvesheimer und Seckenheimer, die 2008 durchgef├╝hrte Planfeststellung k├Ânnte 2020 endg├╝ltig ablaufen, wenn nicht vorher mit dem Bau begonnen w├╝rde:

Dann w├Ąre das Projekt durch die Hintert├╝r gestorben,

so Riemensperger. Wenn das passiere, w├Ąren die zweieinhalb Millionen Euro, die die Planfeststellung gekostet hatte, umsonst ausgegeben worden.

Ein Banner am Ilvesheimer Rathaus fordert die "Neue Neckarbr├╝cke / L597"

Transparent am Rathaus in Ilvesheim.

 

Vor dem Rathaus entl├Ądt sich die Aufregung der Demonstranten:

Die Zeit dr├Ąngt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch jemand ein Planfeststellungsverfahren anregen wird,

machte Riemensperger deutlich. Winfried Hermann, dem Minister f├╝r Verkehr und Infrastruktur, habe die B├╝rgerinitiative die Unterschriftenliste ├╝bergeben wollen. Doch der wolle sie nicht annehmen. Immer wieder haben sie ihn eingeladen, bekr├Ąftigt Riemensperger.

Buuhh!

ist von den Demonstranten zu h├Âren.

Es kann nicht sein, dass Hamster besser leben als Menschen,

ruft J├╝rgen Zink von der B├╝rgerinitiative Seckenheim in Anspielung auf artenschutzrechtliche Fragen den Demonstranten entgegen und erntet laute Zustimmung durch Klatschen und Zurufen.

Es ist gut, dass Sie von Ihrem Recht der freien Meinungs├Ąu├čerung Gebrauch machen,

begr├╝├čte der Ilvesheimer B├╝rgermeister Andreas Metz die Demonstration.

Unterst├╝tzt wurde die Kundgabe parteien├╝bergreifend von FDP-Stadtrat Volker Beisel, MdL Georg Wacker (CDU) sowie der MdL Helen Heberer (SPD), die sich spontan bereit erkl├Ąrte, die Unterschriftenliste im Ministerium zu ├╝bergeben.

Hoffnung macht Riemensperger und der B├╝rgerinitiative eine ├äu├čerung der gr├╝nen Staatssekret├Ąrin Gisela Splett vom vergangenen Freitag, den 21. September.

Sie sagte uns, man wolle das Planfeststellungsverfahren nicht verfallen lassen,

Einen Plan, wie es weiter gehen k├Ânnte, habe sie ihm aber nicht verraten:

Wir wollen uns nicht mit halbherzigen L├Âsungen abspeisen lassen.

Die Ilvesheimer Demonstranten f├╝r eine neue Neckarbr├╝cke an der L597

Peter Riemensberger (blaues T-Shirt) freut sich ├╝ber 150 Demonstranten, die sich f├╝r einen Br├╝ckenneubau einsetzen.

Rettungskr├Ąfte simulieren Str├Âmungs- und H├Âhenrettungen

Die Osterflut von Weinheim

Rhein-Neckar, 10. April 2012. (red/pm) Am Wochenende retteten Mitglieder von DLRG, Feuerwehren, Bergwacht und THW Menschen aus Autos im Wasser, verunfallte Kanuten aus der Weschnitz, seilten verungl├╝ckte Opfer ab – die vier Tage lange ├ťbung der Rettungsspezialisten simulierte sehr reale Unfallszenarien. Die rund 30 Einsatzkr├Ąfte aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich ├╝ber Ostern zu einer bisland einzigartigen Gro├č├╝bung von Str├Âmungs- und H├Âhenrettern. Und die Erfahrungen waren vielf├Ąltig.

Von Torsten Ahl

Schwindelerregende H├Âhen sind f├╝r sie nicht ungew├Âhnlich, f├╝r einen Teil von ihnen aber auch rei├čende B├Ąche oder von Hochwasser ├╝berschwemmte Fl├Ąchen.

Aus H├Âhen von 12-16 Metern seilen sich die H├Âhenretter mit den zu rettenden Opfern ab.

Die ÔÇ×96h ÔÇô Die Osterflut von WeinheimÔÇť brachte ├╝ber 30 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer in Deutschland bisher einzigartigen gemeinsamen ├ťbung von Str├Âmungs- und H├Âhenrettern zusammen. ├ťber das gesamte Osterwochenende tauschten sich Einsatzkr├Ąfte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bergwacht, Feuerwehren, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk (THW) ├╝ber ihre Erfahrungen in diesen Spezialgebieten aus.

Organisiert wurde diese ├ťbung vom Wasserrettungsdienst Nordbaden der DLRG und deren Ortsgruppe Weinheim. Von ihrem Basislager am Weinheimer Waidsee aus, starteten die Teilnehmer zu ├ťbungsteilen in Ludwigshafen, Ilvesheim und Birkenau.

Rettungsspezialisten in der Str├Âmung und der H├Âhe

H├Âhenretter kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen z.B. von Kr├Ąnen oder T├╝rmen, aus tieferen Baustellensch├Ąchten oder von Ger├╝sten gerettet werden m├╝ssen und herk├Âmmliche Rettungstechniken oder Ger├Ąte wie Drehleitern nicht ausreichend sind.

Matthias Starker, Einsatzleiter und Seiltechnikausbilder bei der DLRG-Ortsgruppe Weinheim erkl├Ąrt, warum seine Helfer f├╝r Eins├Ątze in durch Regen stark ├╝berfluteten B├Ąchen, Hochwassern oder f├╝r Rettungen aus Wildwasserschluchten geeignet sind:

Als Str├Âmungsretter vereinen wir Techniken aus dem Bereich H├Âhenrettung mit denen des Rettungsschwimmens und aus dem Canyoning-Sport.

Die Str├Âmungsrettung ist dabei die j├╝ngere Disziplin der beiden Spezialrettungsarten und erf├Ąhrt durch immer unberechenbarere Naturereignisse eine immer gr├Â├čere Verbreitung.

Das gemeinsame viert├Ągige Training verfolgt laut Axel Manz, Ausbilder f├╝r Spezialtrettungsverfahren beim THW und gemeinsam mit Starker ├ťbungsleiter, weitaus gr├Â├čere Ziele als das Nebeneinander der Fachdienste.

Schnellst- und bestm├Âglichste Hilfe

„Wir wollen diese sehr eng verwandten Fachgebiete st├Ąrker miteinander verzahnen, weil wir erkannt haben, wie sehr wir voneinander lernen k├Ânnen“, betont Manz, dass Menschen in Notlagen von dem Engagement der zumeist ehrenamtlichen Retter profitieren k├Ânnen:

Jeder von uns erkennt in solch einer ├ťbung, wo seine eigenen Grenzen sind und was sein Teampartner leisten kann. Gemeinsam erreichen wir eine best- und schnellstm├Âgliche Hilfe f├╝r die Betroffenen.

Diese ÔÇ×AHA-EffekteÔÇť f├╝r alle Teilnehmer stellen sich bereits am Karfreitag auf dem Gel├Ąnde des THW in Ludwigshafen ein. Dessen Helfer hatten sich trotz des Feiertags gerne Zeit genommen, um die verschiedenen Seil- und Rettungstechniken kennenzulernen.

An dicken Seilen gesichert, geht es die 16 Meter einer Strickleiter unterhalb des THW-Krans in die H├Âhe oder vom nahen ├ťbungsturm gemeinsam mit einem Verungl├╝ckten rund 12 Meter hinunter. ÔÇ×Schon hier haben die Teilnehmer gesehen, dass unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel f├╝hren, aber im Ergebnis ebenso sicher sein k├ÂnnenÔÇť, urteilt Manz am Ende ├╝ber den ersten und die folgenden ├ťbungstage.

Schnell raus aus dem kalten Wasser - doch das ist bei der reissenden Str├Âmung gar nicht so einfach!

Den hohen Stellenwert der Sicherheit bei ├ťbungen und Eins├Ątzen dieser Art, erleben vor allem die Osterspazierg├Ąnger an der Br├╝cke ├╝ber den Alten Neckar zwischen Ilvesheim und Mannheim-Seckenheim. Diese ist f├╝r zwei Tage das Trainingsgebiet.

Katastrophenszenario bei sch├Ânstem Wetter

Trotz des strahlenden Sonnenscheins dick in Schutz- oder Neoprenanz├╝ge, Klettergurte und zum Teil Schwimmwesten eingepackte Retter mit Helmen spannen zwischen den Br├╝ckenpfeilern Seile oder fixieren diese am Gel├Ąnder, immer unter dem wachsamen Auge mindestens eines Kollegen und mit einem zweiten Karabiner gesichert. Mit der so genannten Schleifkorbtrage bef├Ârdern die Retter ihre Patienten in rund acht Metern H├Âhe sicher auf die andere Uferseite.

Andere seilen sich aus etwa f├╝nfzehn Metern von der Br├╝ckenfahrbahn gezielt zu den im Wasser treibenden Verunfallten ab und werden mit ihnen durch die kalte und starke Str├Âmung mitgerissen. Wurfs├Ącke fliegen durch die Luft ÔÇô an den darin enthaltenen Leinen werden Retter und Patient zur├╝ck an Land gezogen.

Auch vierbeinige Helfer werden f├╝r den Notfall trainiert.

In den Str├Âmungsrettungsaufgaben trainieren die Helfer das Schwimmen in diesem, von Steinen direkt unter der Wasseroberfl├Ąche unberechenbar gemachten, Gew├Ąsserabschnitt. Gespannt sind die Zuschauer auf und unter der Br├╝cke vor allem auf die Rettung aus einem Fahrzeug.

Unberechenbares Wasser

Die DLRGler und ihre Mit├╝benden m├╝ssen schwimmerisch ein mit zwei Personen besetztes Wrack erreichen, ein Sicherungsseil anschlagen und trotz des wilden Gezerres der Wassermassen die Betroffenen sicher an Land verbringen.

Gegen Abend zeigen die Retter, was sie bei der ├ťbung noch alles erlernt haben. Mit einem selbst gebauten Seilzug und viel Muskelkraft bergen sie ihr ├ťbungswrack unter den neugierigen Blicken der Passanten wieder zur├╝ck an Land.

In der gro├čen Abschluss├╝bung kurz vor dem hessischen Birkenau, ÔÇ×verunfallenÔÇť schlie├člich am Montag zwei Kanuten an einem Wehr der Weschnitz.

Die Str├Âmungs- und H├Âhenretter m├╝ssen ihre die Patienten schnell erreichen, festhalten und vor weiterer Unterk├╝hlung sichern. Andere Helfer bauen derweil ├╝ber den circa sechs Meter hohen Hang hinunter ein Schr├Ągseil auf, an dem die stets betreuten Verungl├╝ckten auf den n├Ąchsten Weg und damit zum rettenden Einsatzwagen gebracht werden k├Ânnen.

Jetzt hei├čt es schnell sein, um den "Verunfallten" vor Unterk├╝hlung zu sch├╝tzen.

Auch hier kommen die Teilnehmer nochmals richtig ins Schwitzen ÔÇô trotz des kalten Bergwassers aus dem Odenwald.

Die ├ťbenden loben denn auch das viert├Ągige intensive Programm, das Manz und Starker gemeinsam mit Vertretern der DLRG-Gruppen Weinheim, Leimen, Neckargem├╝nd und Mannheim auf die Beine gestellt haben.

Viele kleine und gro├če ├ťberraschungen

ÔÇ×Besonders die variantenreichen ├ťbungsstellen mit ihren immer wieder kleineren und gr├Â├čeren ├ťberraschungen boten f├╝r jeden Schwierigkeitsgrad etwasÔÇť, zollt Andreas Tegethoff, Beobachter der ├ťbung und Ausbilder f├╝r H├Âhenretter bei der Freiwilligen Feuerwehr in Altenbeken, den Kollegen Respekt.

ÔÇ×Das Alles w├Ąre nicht m├Âglich gewesen, ohne die Unterst├╝tzung des THW in Ludwigshafen und des Ilvesheimer B├╝rgermeisters Andreas Metz und der Ilvesheimer MinigolfanlageÔÇť, gibt Starker den Dank auch gleich an zwei der eingebundenen Stellen weiter. Diese hatten durch ihr Verst├Ąndnis, eine ├ťbung an diesen hohen Feiertagen durchzuf├╝hren, erst den Weg f├╝r diese einzigartige Veranstaltung gebahnt.

ÔÇ×Nat├╝rlich ist es schwer, solche ehrenamtlichen Spezialisten f├╝r einen so langen Zeitraum und mit einer so weiten Anreise an einem Ort zusammen zu bekommen. Da bleiben nur Feiertage wie Ostern oder PfingstenÔÇť, dankte der Seiltechnikausbilder auch den Passanten f├╝r ihr Verst├Ąndnis, dass es hie und da auf dem Fu├čweg der Br├╝cke doch zu kleineren Behinderungen kam. Starker ist ├╝berzeugt:

Aber ich gehe davon aus, dass die Leute wussten, dass wir ja f├╝r Ihre Sicherheit unsere Freizeit und unser Engagement eingebracht haben.

Breite Nachwuchsf├Ârderung

Die Bedeutung der ├ťbung im Zusammenhang mit dem derzeit in Mannheim laufenden Kampf um das Hallenbad Seckenheim, betonte Torsten Ahl, Pressesprecher der Veranstaltung und des Aktionsb├╝ndnisses „Erhalt Mannheimer B├Ąder“.

Was wir an diesem Wochenende gesehen haben, ist ohne eine breite Nachwuchsf├Ârderung nicht m├Âglich. Ohne ausreichende B├Ąderkapazit├Ąten werden wir nicht mehr wie bisher aus den vielen, vielen Schwimmanf├Ąngern und sp├Ąter Rettungsschwimmern genug Nachwuchs gewinnen k├Ânnen!

Derartige Spezialisten f├╝r den Wasserrettungsdienst k├Ânnten dann nicht mehr ausgebildet werden, fordert Ahl den Mannheimer Gemeinderat auf, seine derzeitige Position zum Wassersport zu korrigieren. Andernfalls sieht der DLRG-Mann nachhaltige Einbusen f├╝r die Sicherheit der Mannheimer Bev├Âlkerung.

Schlimmstenfalls m├╝sse der Verlust von Menschenleben beklagt werden, so Ahl.

Das Aktionsb├╝ndnis aus mehr als sechzehn Vereinen und Institutionen setzt sich f├╝r den Erhalt des Hallenbades Seckenheim und eine dauerhafte fl├Ąchendeckende Versorgung von Mannheims Kindern und Jugendlichen, B├╝rgern und Vereine mit geeigneten Schwimmeinrichtungen ein.

Anm. d. Red.: Thorsten Ahl ist Pressesprecher der DLRG Mannheim.

Hinweis: Unsere Bildergalerie finden sie im Rheinneckarblog…

Polizei: Sieben neue auf einen Streich

Ladenburg/Edingen-Neckarhausen/Heddesheim/Ilvesheim/Seckenheim, 04. Mai 2011. (red) Beim Polizeirevier Ladenburg arbeiten sieben neue Polizeibeamte. F├╝nf davon wurden gestern im Rathaus vom B├╝rgermeister empfangen – zwei ruhten sich von der Nachtschicht aus. Die „Neuzug├Ąnge“ erwartet ein spannendes Revier – nicht so sehr, weil es hier so viele „b├Âse Buben“ g├Ąbe, sondern, weil es vielf├Ąltige Aufgabenstellungen gibt. Und dazu ein modern gef├╝hrtes Revier.

Von Hardy Prothmann

B├╝rgermeister Rainer Ziegler empfing gestern eine Polizistin und vier Polizisten im Rathaus – stellvertretend f├╝r die anderen B├╝rgermeister des Einzugsgebiets des Ladenburger Polizeireviers (Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ladenburg, Seckenheim, Ilvesheim). Zwei der insgesamt sieben „Neuzug├Ąnge“ hatten Nachtschicht gehabt und waren deshalb nicht zugegen.

Gute Zusammenarbeit

Der B├╝rgermeister betonte die enge und gute Zusammenarbeit der Stadt, dem kommunalen Vollzugsdienst, der Jugendarbeit und der Polizei und deren wichtige Aufgabe innerhalb der Kommunen.

Im Vergleich zu einer Gro├čstadt wie Mannheim ist der Revierbereich eher „ein ruhiges Pflaster“ (siehe Kriminalit├Ątsbericht). Aber nat├╝rlich gibt es f├╝r die Polizisten hier vielf├Ąltige Aufgaben zu erledigen, angefangen beim Verkehr, ├╝ber Eins├Ątze bei den vielen Veranstaltungen in Ladenburg bis hin zur Aufkl├Ąrung von Straftaten, die nat├╝rlich auch in Ladenburg und anderen Kommunen begangen werden.

Die neuen Beamten ersetzen Kollegen, die pensioniert worden sind oder nun in anderen Dienststellen arbeiten. Unterm Strich verst├Ąrken sie aber das Revier mit einer Stelle. Aktuell gibt es 68 besetzte Haushaltsstellen im Revier (zuvor 67, bei 71 Sollst├Ąrke). Zus├Ątzlich sind beim Revier auch immer Praktikanten t├Ątig, aktuell drei.

F├╝nf der sieben neuen Kollegen wurden durch den "Chef", Frank Hartmannsgruber (2. v. r.) vorgestellt und von B├╝rgermeister Ziegler (1.v.r.) empfangen.

„Die neuen Beamten kommen ausnahmslos aus dem Raum“, sagt Revierleiter Frank Hartmannsgruber. Das erleichtert f├╝r die neuen nat├╝rlich „die Orientierung“. Alle waren auch beim vergangenen Einsatz zur „Walspurgisnacht“ beteilgt.

Einige haben bereits am 01. M├Ąrz begonnen, die meisten am 01. April 2011. „Mich freut pers├Ânlich, dass die Kollegen jung sind, das wird sich positiv auswirken“, sagt Herr Hartmannsgruber. Das Alter liegt zwischen Ende 20 und Mitte 30.

Frank Hartmannsgruber bei seinem Amtsantritt 2009. Archivbild: ladenburgblog.de

Junge Kollegen – junger Chef.

Das k├Ânnte er auch ├╝ber sich sagen. Als Frank Hartmannsgruber Ende 2009 das Revier als Leiter ├╝bernommen hat, war er 35 Jahre alt. Er hat im „mittleren Dienst“ begonnen und sich „hochgeschafft“, zwei Studien absolviert und ist heute Polizeirat. Ein Leistungstr├Ąger, der viel von sich und mit Sicherheit auch von seinen Kollegen erwartet.

Kein Gro├čeinsatz findet ohne seine Beteiligung statt. Oft leitet er die Eins├Ątze, gibt aber auch die Verantwortung ab, beispielsweise zur Zeit h├Ąufig an seinen Stellvertreter Steffen Hildebrand, der im Rahmen seiner Ausbildung als F├╝hrungskraft noch bis September 2011 in Ladenburg Erfahrung sammeln soll, bis der eigentliche Stellvertreter, Walter Berka, zur├╝ckkommt. Herr Berka verst├Ąrkt zur Zeit die Pressestelle des Polizeipr├Ąsidiums in Mannheim.

Modern gef├╝hrtes Revier.

Die Neuzug├Ąnge werden ein modern gef├╝hrtes Revier vorfinden. Pr├Ąsenz, Pr├Ąvention und Information sind drei Schwerpunkte, die Revierleiter Frank Hartmannsgruber konsequent eingef├╝hrt und umgesetzt hat. Aus Sicht der Polizeibeamten eine positive Entwicklung, denn die Aufgaben sind „vielf├Ąltiger“ geworden, die hohe Pr├Ąsenz und Ansprechbarkeit hat den direkten, positiven Kontakt zu Bev├Âlkerung gest├Ąrkt. Die Pr├Ąvention greift ebenfalls und wird sich in der Statistik sicherlich positiv niederschlagen.

Insgesamt, so h├Ârt man allerorten, kommt der F├╝hrungsstil sehr gut an und als jemand, der h├Ąufig beruflich mit der Polizei zu tun hat, kann ich das nur best├Ątigen. Der Umgang ist immer korrekt und dar├╝ber hinaus sehr freundlich – mit allen Beamten. Nach zwanzig Jahren Berufserfahrung als Journalist kann ich mich auch an andere Zeiten und Erfahrungen erinnern – zwar nicht in Ladenburg, daf├╝r an vielen anderen Orten.

Polizeioberkommissar Steffen Hildebrand leitet f├╝r sechs Monate als Stellvertreter das Revier Ladenburg. Bild: Polizei

Positive Entwicklung.

Diese Entwicklung, die die Polizei durchmacht, ist sehr positiv. Selbst die, die sich „h├Ąufiger“ durch „Kontrollen gest├Ârt“ f├╝hlen k├Ânnten, also Jugendliche, scheinen auf den „neuen Stil“ gut anzusprechen – zumindest h├Âren wir das im Kontakt mit der Jugend.

Freundlichkeit mit „Nachl├Ąssigkeit“ zu verwechseln, w├Ąre ein Fehler. Frank Hartmannsgruber ist Polizist durch und durch: „Wer sich korrekt verh├Ąlt, bekommt auch keinen ├ärger„, hat er mal in einem Interview mit uns gesagt. Umgekehrt hei├čt das: Wer „├ärger“ sucht, bekommt den auch. Mit Sicherheit. Doch das ist keine Drohung, sondern nur eine freundlich gemeinte Feststellung. Und es ist ein offener Umgang mit Kritik, die zuvor am Verhalten der Polizei ge├Ąu├čert worden war. Statt Kritik abzuweisen, wird diese ernst genommen und man setzt sich damit auseinander. Das ist vorbildlich.

Sicherheit ist das Hauptanliegen von Herrn Hartmannsgruber – f├╝r die Bev├Âlkerung, aber auch f├╝r die Beamten. Bei der Pr├Ąsentation der neuen Kleidung hat er sich sichtbar mit den Kollegen ├╝ber die schicken neuen Uniformen gefreut. Ebenso ├╝ber den Tragekomfort, denn das ist Arbeitskleidung und noch mehr ├╝ber Sicherheitsfunktionen wie zahlreiche Reflektoren, durch die die Beamten bei schlechter Sicht zus├Ątzlich (pr├Ąventiv) im Stra├čenverkehr gesch├╝tzt werden. Frank Hartmannsgruber selbst wurde mal im Dienst Opfer eines Unfalls und wei├č „ganz praktisch“, warum er sich um die Sicherheit der Beamten sorgt.

Landeseinheitlicher Schichtdienst – vielf├Ąltige lokale Aufgaben.

Den Dienstplan kennen die neuen Kollegen – der hei├čt „landeseinheitlicher Schichtplan“ und funktioniert so. Der Einsatz beginnt mit dem Sp├Ątdienst. Der dauert von 12:00 Uhr Mittag bis 19:00 Uhr am Abend. Dann hat man bis zum kommenden Morgen frei. Um 06:00 Uhr beginnt die Fr├╝hschicht, die um 12:00 Uhr endet. Dann hat man wieder frei bis zur Nachtschicht um 19:00 Uhr, die um 6:00 Uhr endet. Den Rest des Tages, sowie die zwei Folgetage haben die Beamten frei. Dann geht es wieder von vorne los.

Damit w├╝rde man nicht auf 41 Wochenarbeitsstunden kommen – Trainings und Fortbildungen kommen au├čerhalb des Schichtdienstes dazu. Insgesamt gibt es in einem Revier f├╝nf Dienstgruppen, die auf diese drei Schichten verteilt werden.

Dazu kommt der Tagesdienst, beispielsweise auf den Posten wie in Heddesheim. Dort beginnt die Dienstzeit f├╝r die Beamten um 06:00 Uhr und endet meist um 16:00 Uhr. In der Realit├Ąt m├╝ssen die Beamten aber „h├Ąufiger ran“ – Sonderdienste, beispielsweise auch zu Stuttgart21 erh├Âhen die ├ťberstundenzahl. Sicher auch interessant f├╝r die neuen Beamte: Die revier├╝bergreifende Zusammenarbeit wird verst├Ąrkt. Hier ein Videobericht ├╝ber eine Kontrolle zur Fasnachtszeit 2011.

Sicher freut die Beamten im Revier Ladenburg, dass der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl, Polizeiexperte bei der neuen Gr├╝n-Roten Landesregierung, sich f├╝r eine moderne Polizei stark machen will und gestern Abend in Weinheim bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags bereits einige hundert Neueinstellungen angek├╝ndigt hat und die Position der Polizei als Dienstleister f├╝r die Gesellschaft st├Ąrken will.

Von Seiten der Redaktion aus w├╝nschen wir den „Neuzug├Ąngen“ einen guten Start und eine gute Zeit mit ihrer Arbeit im Revier Ladenburg.

Die neuen Polizeibeamten hei├čen (PM=Polizeimeister, PK=Polizeikommissar):

PM Marc Braun, PK Thorsten Hohenedel, PK Sabine Huber, PK Stephan Kau, PK Sven Kohlm├╝ller, PK Mario Notheisen, PM Jens Schlendwein.