Donnerstag, 29. Juli 2021

"Zusätzliche Möglichkeiten müssen geprüft werden"

Bushaltestelle sorgt für Kontroverse

Print Friendly, PDF & Email

Edingen-Neckarhausen, 14. April 2014. (red/ms) Der Schlossplatz in Neckarhausen wird aufwändig umgestaltet. In diesem Rahmen wurden die Bushaltestellen verlegt. Derzeit gibt es zweckmäßige Ersatzhaltestellen. Die Verwaltung wollte zwei neue, behindertengerecht ausgebaute Haltestellen errichten, dafür sind im Haushaltsplan 30.000 Euro vorgesehen. Zu einer Entscheidung kam es noch nicht. Stattdessen wurde über die Standorte diskutiert und ob man neue Haltestellen überhaupt bräuchte.

EdNe Rathaus 21-05-2013_620

Von Minh Schredle

Um den Schlossplatz zu sanieren, mussten die beiden Bus-Haltestellen in unmittelbarer Nähe verlegt werden. Im Haushalt stehen 30.000 Euro bereit. Von diesem Betrag sollen neue Haltestellen gebaut werden, die barrierefrei und seniorenfreundlich sind.

Nach den Plänen der Verwaltung sollte ein Standort für die Haltestelle vor der ehemaligen Aral-Tankstelle sein. Die andere sollte auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwischen Radio Kraus und der momentan leerstehenden Metzgerei Meinecke errichtet werden. Herr Meinecke war in der Sitzung anwesend und beschwerte sich über dieses Vorhaben. Er suche derzeit nach einem neuen Mieter für das Geschäft, sagte er:

Mit der Bushalte fallen Parkplätze direkt vor dem Geschäft weg. Das macht den Standort deutlich unattraktiver.

Auch Klaus Merkle von der UBL sagte, die Standortwahl sei „nicht nachvollziehbar“:

Der Einzelhandel in der Gemeinde sollte gefördert werden. Und jetzt wollen Sie es einem kleinen Laden noch schwerer machen? Da müssen erst noch zusätzliche Möglichkeiten geprüft werden.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Gerhard Hund, sagte, dass es im Gemeinderat überhaupt keinen Beschluss gegeben habe, wo die Haltestellen hin sollen:

Wenn wir die Haltestellen dorthin bauen, gehen bis zu 20 Parkplätze verloren. Für einen Ortskern ist das nicht zu tragen, die Situation ist ohnehin schon angespannt. Was gibt es eigentlich gegen die Behelfshaltestellen einzuwenden?

Haltestellen ohne Barrierefreiheit seien nicht mehr zeitgemäß, sagte Horst Göhrig von der Verwaltung. Nach einer langen Diskussion wurde klar, dass man auf die Schnelle nicht zu einer Einigung über den Standort kommen würde.

Haltestelle vor Aral-Tanke sicher

Schließlich wollte Bürgermeister Marsch den Punkt schon zurückziehen. Doch Michael Bangert von der SPD wies darauf hin, dass sich bei einer Sache alle einig seien: Der Haltestelle vor der ehemaligen Aral-Tankstelle.

Kein Gemeinderat hatte Einwände dagegen, die Planung zumindest für diese Haltestelle zu genehmigen. Der Beschluss erfolgte einstimmig, jetzt wird die Verwaltung eine Planung konzipieren. Die Arbeiten werden in einer der kommenden Sitzungen ausgeschrieben.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.