Sonntag, 05. Dezember 2021

Schnelles Internet "bald" auch in Neckarhausen

„Die digitale Steinzeit ist vorbei“

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Edingen-Neckarhausen, 15. April 2014. (red/ms) In den kommenden 15 Jahren sollen Glasfaserkabel in Edingen und Neckarhausen verlegt werden – fĂŒr etwa 2,8 Million Euro. Damit wird die Internet-Geschwindigkeit auf ein modernes Niveau gehoben: Besonders in Neckarhausen ist sie lange nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ, hier sind gerade einmal zwei Megabit pro Sekunde möglich. Der Gemeinderat freut sich, dass diese „digitale Steinzeit“ bald beendet sein wird.

Von Minh Schredle

Wappen Edingen-NeckarhausenEs sei eine Herzensangelegenheit der CDU, auch im Ortsteil Neckarhausen fĂŒr schnelles Internet zu sorgen, sagte  der Fraktionsvorsitzende Gerhard Hund. Nur zwei MBit/s seien eine Zumutung:

Wir freuen uns, dass die digitale Steinzeit in unserer Gemeinde vor einem absehbaren Ende steht.

Edingen-Neckarhausen wird den Ausbau nicht alleine umsetzen. Gerade wurde ein Projekt im Rhein-Neckar-Kreis namens „fibernet.rnk“ gestartet, das flĂ€chendeckend fĂŒr Hochgeschwindigkeitsverbindungen sorgen soll. Laut Thomas Zachler, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, werde das Großprojekt insgesamt knapp 250 Millionen Euro kosten.

2,8 Millionen Euro in 15 Jahren

Alle Fraktionen zeigten sich glĂŒcklich, den Ausbau nicht alleine angehen zu mĂŒssen. So wird die Gemeinde eine Menge an Fördergeldern vom Kreis erhalten – allerdings ist auch Eigenkapital notwendig: Die Verwaltung geht derzeit von etwa 2,8 Millionen Euro aus, die in den kommenden 15 Jahren nötig sein werden.

Der Ausbau wird in mehreren Stufen erfolgen. In den ersten drei Jahren sollen die Leitungen bis zu den Verteilersteckern gelegt werden, das ist vergleichsweise kostengĂŒnstig. In der Folge mĂŒssen die Kabel von den Verteilersteckern bis zu den HausanschlĂŒssen ausgetauscht und ersetzt werden.

Keine Glasfaserkabel in Neu-Edingen

Die Glasfaserkabel werden vorerst nur in den Ortsteilen Edingen und Neckarhausen eingefĂŒhrt. In Neu-Edingen gibt es KabelanschlĂŒsse die bereits jetzt fĂŒr zĂŒgiges Internet sorgen. Irgendwann werde man auch hier nachrĂŒsten mĂŒssen, sagte Klaus Merkle von der UBL und fragte:

Warum also nicht gleich?

Horst Göhrig aus der Verwaltung antwortete, dass es durchaus denkbar sei, aber keineswegs notwendig. Wenn man e
in Neu-Edingen ebenfalls Glasfaserkabel verlegen wollte, mĂŒsste man mit Mehrkosten von mindestens einer Million Euro rechnen. Daraufhin wurde die Idee verworfen.

Der Gemeinderat beauftragte einstimmig die Verwaltung, sich an den Ausschreibungen zur Verbesserung der Breitbandversorgung zu beteiligen und die Absicht zu bekunden, dem geplanten Zweckverband beizutreten.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.