Donnerstag, 29. Juli 2021

Mindestanforderungen nicht erf√ľllt

Gemeinde muss beim W√§rmeschutz nachr√ľsten

Wappen Edingen-NeckarhausenEdingen-Neckarhausen, 16. Oktober 2014. (red/ms) In der Seckenheimer Stra√üe 2a und 2b, sowie Am Neckardamm 23 befinden sich zwei Geb√§ude im Besitz der Gemeinde, die Defizite in der W√§rmed√§mmung aufweisen:¬†Die¬†Dachr√§ume sind √ľberhaupt¬†nicht ged√§mmt und die Decken in den obersten¬†Geschossen werden den¬†Auflagen der¬†Energieeinsparverordnung¬†nicht gerecht: Daf√ľr m√ľssen sie mit etwa¬†16 Zentimeter dicken Mineralwolled√§mmplatten ged√§mmt werden. Diese Arbeiten sind im Haushalt 2014 bereits mit 100.000 Euro eingeplant und werden nun beschr√§nkt ausgeschrieben.¬†

Pro Kopf-Verschuldung steigt auf √ľber 1.000 Euro

Viele Vorhaben und wenig eigenes Geld

Edingen-Neckarhausen, 21. Februar 2014 (red/ms) Kein einziger Besucher war bei der Gemeinderatsitzung anwesend, w√§hrend die Fraktionen √ľber den Haushalt abstimmen – dabei ist das Thema hoch brisant: Es wird √ľber knapp 37 Millionen Euro geredet. √úber zahlreiche Gro√üvorhaben, die man m√∂glichst bald angehen will. √úber Kreditaufnahmen, die n√∂tig sind. um diese Vorhaben zu realisieren. Es geht um die Zukunft von Edingen-Neckarhausen. Im Grunde nur zwei Optionen: Die Versprechen der Gemeinder√§te werden nicht eingehalten. Oder man setzt tats√§chlich alles um, was geplant ist – und nimmt riesige Schuldenberge in Kauf. [Weiterlesen…]

Jahresrechnung und Rechenschaftsbericht f√ľr das Haushaltsjahr 2012

Die finanzielle Lage der Gemeinde

Edingen-Neckarhausen, 25. Oktober 2013. (red/ms) Im Gemeinderat wurde am Mittwoch die Jahresrechnung und der Rechenschaftbericht f√ľr das Haushaltsjahr 2013 vorgestellt. Dabei sind Rekordeinnahmen, aber auch Rekordausgaben zu verzeichnen. Insgesamt ist das Wirtschaftsjahr als positiv zu beurteilen: Denn statt, wie geplant, etwa eine Million Euro aus den R√ľcklagen zu entnehmen, konnten, entgegen der Erwartungen, sogar 343.000 Euro in die R√ľcklage zugef√ľhrt werden. [Weiterlesen…]

Fast 40.000 Euro außerplanmäßige Ausgaben

Kreiselbeleuchtung am Schloss

Edingen-Neckarhausen, 27. September 2013. (red/ms) Der geplante Kreisverkehr vor dem Schlossplatz sorgte beim Gemeinderat f√ľr gro√üe Ern√ľchterung. Der Grund: Man durfte ihn nicht nach eigenen Vorstellungen gestalten, da die Weisungshoheit dar√ľber beim Rhein-Neckar-Kreis liegt. Dieser entschied sich f√ľr eine minimalistische Variante aus grauem Beton. Den Auftrag hat das Stra√üenbauamt bereits vergeben. Die Gemeinde ist f√ľr die ausreichende Beleuchtung zust√§ndig, wenn der Kreisel fertiggestellt ist, um die Verkehrssicherheit zu gew√§hrleisten. [Weiterlesen…]

Wahlkampf: Ministerpräsident Winfried Kretschmann "hemdsärmelt" in Schriesheim

„Die Haushaltssanierung wird Sie alle schmerzen“

Winfried Kretschmann in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

Landesvater Winfried Kretschmann als Wahlkampf-Unterst√ľtzer in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red) Bei seinen √∂ffentlichen Auftritten als baden-w√ľrttembergischer Ministerpr√§sident schl√ľpft Wilfried Kretschmann allzu gerne in die Rolle des pr√§sidialen Landesvaters und vertritt dabei h√§ufig √ľberparteiliche Positionen. Der 65-j√§hrige Gr√ľnen-Politiker kann auch anders – das stellt er bei seinem Auftritt in Schriesheim unter Beweis. Es ist Wahlkampf und insbesondere der Wahlkreis Heidelberg/Weinheim eine besondere Herausforderung. Wird Dr. Franziska Brantner ihrem Konkurrenten Dr. Karl A. Lamers (CDU) Prozente wegnehmen k√∂nnen? [Weiterlesen…]

Stromausfall nach Trafobrand

Edingen-Neckarhausen/Hirschberg/Schriesheim, 18. Juni 2013. (red) Nach zwei Trafobr√§nden in Hirschberg sind Teile von Leutershausen ohne Strom. Auch Edingen-Neckarhausen scheint betroffen zu sein. Eine Kommunikation der EnBW ist nicht vorhanden. Es gibt keine Ansprechpartner f√ľr die Redaktion oder die Bev√∂lkerung.

Wie viele Haushalte wo betroffen sind, hätten wir gerne jemand bei der EnBW gefragt. Telefone sind aber nicht besetzt und nach Minuten in der Warteschleife des Störungsdienstes kommt die Information, dass kein Mitarbeiter frei ist. Auch auf der Website gibt es keinen Lagebericht.

Uns haben Leser/innen aus Leutershausen und Edingen-Neckarhausen √ľber den Stromausfall informiert – vor allem junge Leute, die mit ihren Mobilger√§ten uns √ľber Facebook erreichen. Die Hirschberger Feuerwehr hat zwei Eins√§tze best√§tigt, unter anderem „Im Schwanstein“, kann nat√ľrlich aber keine Auskunft √ľber die Versorgungslage machen.

Gestern musste die Feuerwehr Schriesheim zu einem Trafobrand ausr√ľcken.

Bereits im vergangenen Jahr waren Hirschberg, Heddesheim, Edingen-Neckarhausen und andere Gemeinden mehrfach von Stromausfällen betroffen.

Gabis Kolumne

Tupperparty – werden hier K√ľchentr√§ume wahr?

Rhein-Neckar, 27. Februar 2012. Seit ihrer Kindheit kennt Gabi Tupperware. Dieser Tage war sie zu einer Tupperparty eingeladen.

Tupperware - hier werden K√ľchentr√§ume wahr?

Schon meine Gro√ümutter schw√∂rte drauf und wehe ein Teil ging verloren, wurde sie sehr ungem√ľtlich. Die Rede ist von Tupperware.

Als Kind war ich sehr fasziniert von der Deckelhalterung im K√ľchenschrank meiner Gro√üeltern: Der Gr√∂√üe nach geordnet hingen hier die Deckel mit dem Blubb-Effekt – von meiner Gro√ümutter mehr geh√ľtet als die Weihnachtspl√§tzchen in der Adventszeit.

Die passenden Dosen in verschiedenen Gr√∂√üen und pastellfarben, wie in den 60er Jahren √ľblich, fand man im K√ľchenschrank ordentlich sortiert.

‚ÄěTupper ist Qualit√§t und das ist teuer‚Äú, pflegte meine Gro√ümutter zu sagen.

Die eine oder andere Tupperdose, von meiner Mutter abgestaubt, zog später auch in meinen Studentenhaushalt ein.

Und vor gut 15 Jahren, selbst inzwischen Mutter, wurde ich zu meiner ersten Tupperparty eingeladen.

Ich kann mich nur noch an eine geschmacklose Sch√§lchenkombination f√ľr N√ľsse, Salzbrezel und Co. und endlos Haushaltstipps erinnern. Mitgenommen habe ich damals zwei t√ľrkis-gr√ľnfarbige verschlie√übare Becher, ein ebenso farbiges K√§nnchen ‚Äď das war glaub ich das Gastgeschenk ‚Äď und eine mittelgro√üe Salatsch√ľssel, im ebenfalls in gr√ľnen Styling der 90er Jahre.

Ein lustiger Abend unter Frauen

Dieser Tage wurde ich jetzt wieder zu einer Tupperparty eingeladen. Gut, dachte ich nach Schmuck- und Kerzenabenden darf es jetzt auch mal wieder Tupper sein. Und ich freute mich auf einen lustigen Abend unter Frauen.

Sieben Frauen, ein Tisch voller Häppchen und eine engagierte Tupper-Beraterin der beinah ersten Generation. Seit gut 30 Jahren ist sie dabei, und Tupper in Deutschland ist gerade mal 20 Jahre älter, erfahren wir.

Die Beraterin nimmt es ernst, kurz will sie wissen, ob wir Tupper kennen und gibt dann eine kleine Einf√ľhrung. Wir schwatzen und lachen, das findet sie weniger gut, schlie√ülich geht es hier um ein ernstes Thema, denn, wer mit Tupper unzufrieden ist, hat bei der Beratung nicht aufgepasst, ist die Botschaft. Deswegen Aufmerksamkeit, meine Damen, scheint sie zu mahnen.

Und erzählt tragische Geschichten von unsachgemäßer oder falscher Behandlung. Wer mit Tupper nicht zu recht kommt, hat nicht aufgepasst, erklärt sie streng.

Viel hat sich getan seit meine Großmutter die ersten Dosen in ihrem Schrank bewachte. Die Farben sind frischer, die Funktionen raffinierter. Und immer klangvollere Namen lassen schon im Vorfeld erahnen, welchem Haushaltswunder man begegnen wird.

Die wahren Dinge des Lebens?

Wir begreifen schnell, hier geht es um die wahren Dinge des Lebens, wie kann ich in der Mikrowelle in k√ľrzester Zeit Spaghetti und Kartoffeln kochen, wie kann ich aus Resten kleine K√∂stlichkeiten zaubern und wie bewahre ich zweckm√§√üig und platzsparend und geruchsfrei alles auf.

Die Gastgeberin bringt Zutaten herbei und in Sekundenschnelle bereitet die Tupper-Beraterin mit dem ‚ÄěQuick Chef 3‚Äú einen k√∂stlichen Dip zu.

Das klingt alles einleuchtend und praktisch, aber wo bleibt hier das sinnliche K√ľchenerlebnis, das Ger√§usch, wenn Spaghettiwasser k√∂chelt, der Geruch von K√§se und Zwiebeln, der die K√ľche durchzieht. Tupper, das wird mir klar, hat mit Lust wenig zu tun.

Zu jedem Töpfchen gehört ein Deckelchen

Wie hei√üt es so sch√∂n, zu jedem T√∂pfchen geh√∂rt ein Deckelchen und demnach zu jedem K√ľchenbed√ľrfnis ein Tuppergef√§√ü. Selbst wenn ich noch gar nicht ahnte, dieses Bed√ľrfnis versp√ľrt zu haben.

Und das hat alles seinen Preis. Aber, so erklärt uns die Tupper-Dame, schließlich auch seine Qualität. Gut, denke ich, das hat schließlich auch schon meine Großmutter gesagt.

Dementsprechend folgsam schreiben wir unsere W√ľnsche auf den Bestellzettel und nur eine der Anwesenden entzieht sich dem Druck.

Als Gastgeschenk bekommen wir „Super-Teig-Fallen“ √ľberreicht, damit lassen sich tolle Teigtaschen zubereiten, werden wir belehrt.

‚ÄěMir w√§re das √úberraschungsgeschenk lieber‚Äú

Ich bin ehrlich, in meinem K√ľchenalltag habe ich daf√ľr keinen Bedarf und in meinem Schrank keinen Platz, ‚Äěmir w√§re das √úberraschungsgeschenk lieber‚Äú, erdreiste ich mich deswegen in die Runde zu werfen. Weitere Frauen schlie√üen sich an. Das sei ihr noch nicht passiert, beschwert sich die Tupper-Beraterin und versucht erst gar nicht ihr Missfallen zu verbergen.

Zudem sei sie hier gar nicht mit ihrem Programm durchgekommen, vieles konnte sie nicht vorstellen und √ľberhaupt merkt man ihr an, alles in allem waren wir zu undiszipliniert und mit leicht gekr√§nkter Miene packt sie ihre guten Sch√§tze wieder ein.

Das ist schade, denn was hilft neues Design und gute Qualität, wenn der Spaß an so einem Abend zu kurz kommt.

gabi

Gabis Kolumne

„Irgendwann klemmt die Schublade.“

Rhein-Neckar, 23. Januar 2012. Manche Dinge sollten erledigt werden, und zwar möglichst schnell. Andere möchte man gerne bald wiederholen, aber man bekommt sie im Alltag kaum unter. Das mit der Regelmäßigkeit ist so eine Sache, denkt Gabi.

Wegen √úberf√ľllung geschlossen.

Ich habe ihm Flur eine Schublade, da fliegt alles rein, was noch sortiert und abgeheftet werden muss: Kontoausz√ľge, √ľberwiesene Rechnungen, Garantien und Zettel jeglicher Art. Und alle paar Monate geht wegen √úberf√ľllung gar nichts mehr, sprich die Schublade geht nicht mehr zu.

Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich meine Ablage machen muss. Habe ich es hinter mich gebracht, denke ich meist, das war doch gar nicht so schlimm, das sollte ich viel regelmäßiger machen.

Unter diese Rubrik fällt auch Keller aufräumen, Kleiderschrank aussortieren, Auto und Fenster putzen …

Sind die Dinge erledigt, f√ľhlt man sich richtig gut, freut sich ob der getanen Arbeit und nimmt sich vor, so lange wird man es nie wieder liegen lassen.

Irgendwann klemmt die Schublade

Doch irgendwann klemmt die Schublade wieder und aus den Fenstern kann man kaum noch rausschauen.

Räum’ doch Deine Klamotten abends gleich weg, wenn du sie ausziehst, ermahne ich deswegen auch meine Tochter regelmäßig, denn schließlich soll sie es ja lernen.

Meine Gro√ümutter hatte ihren Haushalt noch gut organisiert, montags wurde gewaschen, dienstags demnach geb√ľgelt, mittwochs Staub gewischt und gesaugt, donnerstags das Bad geputzt und die B√∂den gewischt, freitags die Betten bezogen, samstags Kuchen gebacken und sonntags ausgeruht. Bei dieser Regelm√§√üigkeit blieb nichts liegen, es stapelte sich nichts, wie zum Beispiel meine B√ľgelw√§sche im Keller.

Ich wei√ü noch, wenn ich als junge Frau bei meiner Gro√ümutter vorbeischaute und es war beispielsweise Montag, fragte sie: ‚ÄěUnd Kind, hast du deine W√§sche schon gemacht?‚Äú Es war f√ľr sie kaum nachvollziehbar, dass man in der ‚Äěheutigen‚Äú Zeit noch so viel anderes zu tun hatte, erst in jungen Jahren Semesterarbeiten anfertigen, sp√§ter dann mit Kindern in die Krabbelgruppen zu gehen und schlie√ülich neben dem Haushalt noch zu arbeiten. Und dazu die ganzen Freizeitvergn√ľgen ‚Äď diesen Stress hatte meine Gro√ümutter nicht, aber einen gut aufger√§umten und ordentlichen Haushalt ‚Äď mit Regelm√§√üigkeit.

Szenenwechsel

K√ľrzlich war ich mit vier Freundinnen aus. Und wir waren nicht einfach nur im Kino oder was trinken, sondern wir waren auf einem Live-Konzert in einem Heidelberger Club. Es war laut, es war voll und es wurde sp√§t. Und es machte Spa√ü. ‚ÄěDas sollten wir bald wieder mal machen‚Äú, sagte eine der Freundinnen.

Vergangene Woche waren wir mit Freunden im Theater ‚Äď es war ein wunderbarer Abend. ‚ÄěDas sollten wir bald wieder mal machen‚Äú, dachte ich.

Die Liste der Dinge, die ich gerne ‚Äěbald wieder mal machen m√∂chte‚Äú ist ebenso endlos wie die der Dinge, die ich bald wieder machen sollte.

Es ist das Treffen mit einer Freundin, die im Elsass wohnt, die Wanderung in der Pfalz, der Tag in einem Wellness-Bad, der Besuch einer Lesung oder Ausstellung ‚Äď die Reihe ist beliebig erweiterbar.

Und auch hier: Setzt man das Vorhaben in die Tat um, scheint es kaum nachvollziehbar, warum man damit so lange gewartet hat, warum man sich zwischen Job, Kinder, K√ľche keinen Freiraum schaffen konnte und warum man sich immer so einen Ruck geben muss.

Einfacher ist es mit Dinge, die sich wiederholen, der wöchentliche Sportkurs, das monatliche Treffen mit Freunden. Sobald es in unserem Zeitablauf fest verankert ist, quasi auf regelmäßiger Wiedervorlage, gelingt es sehr gut es in den Alltag zu integrieren.

So wissen meine Kinder und mein Mann, dass ich montags und freitags abends zum Sport gehe, dass ich mich einmal im Monat mit meinem Literasturkreis treffe und dass sonntagsabend der Tatort fest auf dem Programm steht.

Will ich an anderen Abenden einen Film schauen ‚Äď wir haben nur einen Fernsehen ‚Äď tritt das meist gro√üe Diskussionen los, aber alle wissen ‚ÄěMama schaut am Sonntagabend Tatort und da f√§hrt kein Zug dr√ľber.‚Äú

Das ist planbar.

Ausreißer aus dem Alltag

Aber sind es nicht die kleinen Ausrei√üer aus dem Alltag, die unser Leben w√ľrzen.

Und das Salz in der Suppe ist wohl, dass wir es eben nur selten tun und somit die Sehnsucht die Antriebskraft ist.

Bei den l√§stigen Dingen ist der Sieg √ľber den inneren Schubladen-Schweinehund die wahre Befriedigung.

W√ľrden wir alles regelm√§√üig erledigen, k√∂nnten wir dieses Gef√ľhl nicht genie√üen. Und w√ľrden die sch√∂nen Augenblicke des Lebens zur Regelm√§√üigkeit, ginge das Besondere verloren.

So kämpfe ich mit den Unannehmlichkeiten und sehne mich nach den Auszeiten, denn ich will alles häufiger, aber bitte nicht regelmäßig tun.

gabi

Landrat Dallinger im Interview zur Finanzlage

„Wir stehen vor vielen Unw√§gbarkeiten im Sozialetat.“

Kreistagssitzung am 11. Oktober 2011 in Edingen-Neckarhausen: Der Haushaltsentwurf 2012 wurde angenommen.

Guten Tag!

Edingen-Neckarhausen/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2011 (red) Am vergangenen Dienstag tagte der Kreisrat in Edingen-Neckarhausen. Hauptthema: Der Haushaltsentwurf 2012. Landrat Stefan Dallinger (CDU) stellte den Haushalt in einer halbst√ľndigen Rede vor: Oberstes Ziel ist die Reduzierung der Verschuldung auf 100 Millionen Euro bis Ende 2015.

Von Hardy Prothmann

Insgesamt umfasst der Haushalt ein Volumen von rund 512 Millionen Euro f√ľr das Jahr 2012 – rund 28 Millionen mehr als f√ľr das Jahr 2011. Am Jahresende wird der Kreis voraussichtlich 115,5 Millionen Euro Schulden haben. Bis 2015 sollen der Schuldenstand auf 100 Millionen Euro gesenkt werden.

Landrat Stefan Dallinger, seit 2010 im Amt als Nachfolger von J√ľrgen Sch√ľtz, hat erstmals „Leits√§tze“ definiert. So sollen neben den gesetzlichen Aufgaben die Themenkomplexe Jugend und Soziales, Bildung, nachhaltige Finanzwirtschaft, Klimaschutz und Wirtschaftsf√∂rderung eine besondere Beachtung finden.

Der Kreisrat nahm den Entwurf an. Jetzt wird der Entwurf in den Fachaussch√ľssen nochmals beraten und soll am 13. Dezember 2011 verabschiedet werden.

Landrat Dallinger betonte, dass ihm an einer finanziellen Entlastung der Kommunen gelegen sei, was in diesem und im kommenden Jahr auch durch höhere Steuereinnahmen und einer kleinen Senkung der Kreisumlage um 0,5 Prozentpunkte auf dann 31 Prozent auch möglich ist.

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Die Spielr√§ume sind nicht gro√ü – vor allem im Sozialbereich gibt es „feste Kosten“ von knapp 162 Millionen Euro netto, ohne Personalkosten. In diesem Jahr wendet der Kreis erstmalig das neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen an und startete mit einer „Er√∂ffnungsbilanz“. Danach verf√ľgt der Kreis √ľber ein Basiskapitalverm√∂gen von 156,5 Millionen Euro – was wenig ist. Allerdings sind hier Immobilienwerte nicht eingerechnet, da diese an den Eigenbetrieb „Bau und Verm√∂gen“ ausgegliedert sind. Das ist leider wenig transparent.

Im Rhein-Neckar-Kreis (RNK) leben rund 537.000 Menschen in 54 Kommunen – womit der RNK der einwohnerreichste Kreis Baden-W√ľrttembergs und der f√ľnftgr√∂√üte in Deutschland ist.

Im Interview mit unserer Redaktion stellt Landrat Stefan Dallinger die Lage des Kreises aus seiner Sicht dar (Anm. d. Red.: „Wir bitten die leichte Unsch√§rfe infolge technischer Probleme zu entschuldigen).

Wir dokumentieren außerdem die Rede des Landrats bei der Kreistagssitzung in Edingen-Neckarhausen:

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
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